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Lukas Podolski kehrt für zehn Millionen Euro von Bayern zum FC zurück © getty

20.000 Kölner Fans lassen ihren Rückkehrer beim Trainingsauftakt hochleben. Sogar ein eigens komponierter Song wird eingespielt.

Köln - "Poldimania" in Köln: Prinz Lukas Podolski ist bei seiner Rückkehr zum 1. FC Köln nach drei Jahren wie ein König empfangen worden.

Rund 20.000 Fans sorgten bei der ersten Trainingseinheit des 24 Jahre alten Superstars im Dress der Geißböcke für Volksfeststimmung.

Bei dem ganzen Hype um den Nationalspieler ging sogar der erste offizielle Arbeitstag des neuen Trainers Zvonimir Soldo, der das Erbe von Christoph Daum angetreten hatte, völlig unter.

"Unbeschreibliches Gefühl"

"Das ist sensationell und ein unbeschreibliches Gefühl, wenn einem 20.000 Zuschauer zujubeln. Ich freue mich, dass ich wieder in der Heimat bin. Das ist eine ganz besondere Beziehung zum Klub. Der Kontakt ist nie abgerissen", sagte Podolski, der für zehn Millionen Euro vom deutschen Rekordmeister Bayern München an den Rhein zurückkehrte.

Auch Präsident Wolfgang Overath war angesichts des euphorischen Empfangs für Podolski überwältigt.

"Das ist sensationell"

"Ich weiß nicht, ob es so etwas schon mal in Deutschland gegeben hat. Das ist sensationell. Was die Popularität angeht, gibt es nur ganz wenige, die da herankommen - vielleicht noch Franz Beckenbauer", sagte der Weltmeister von 1974 und Michael Meier ergänzte:

"Die vielen Zuschauer sind der Beweis dafür, dass wir mit dem Transfer das Herz der Kölner getroffen haben."

Song für "Poldi"

So stand das erste Training ganz im Zeichen von Podolski.

Während die Spieler auf dem grünen Rasen die erste Runde drehten, wurde über die Lautsprecher der für den Nationalspieler eigens komponierte Song "Nach Hause" der Popgruppe "5 vor 12" eingespielt.

Der Publikumsliebling applaudierte während seiner Warmlaufrunde in Richtung der Fans, unter denen auch sein Vater Waldemar sowie Schwester Justyna das Training verfolgten.

Mehr Fans als bei Daum

Bei seiner ersten Einheit übertraf Podolski sogar den früheren Kölner Trainer-Liebling Christoph Daum. Als der Coach seine erste Einheit bei seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl am 27. November 2006 leitete, verfolgten dies "nur" rund 9000 Zuschauer.

Daum hatte seinen Vertrag per Ausstiegsklausel zum 31. Mai dieses Jahres gekündigt und arbeitet zukünftig in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul.

Harte Arbeit

Dass nun Soldo und nicht Daum der Cheftrainer ist, bereitet Podolski kein Problem. Er sei wegen des Klubs und nicht wegen des Trainers zum FC gekommen. Ab jetzt steht aber harte Arbeit für den Stürmer an. (Sommerfahrplan 1. FC Köln)

"Ich kenne die Stadt, ich kenne das Umfeld. Die Mannschaft hat sich verändert, das Vereinsheim auch ein wenig. Ich gebe Gas in der Vorbereitung, dann wirds auch klappen. Da habe ich keine Sorge", sagte Podolski, der bei den Bayern über die Reservistenrolle häufig nicht hinausgekommen war.

Soldo freut sich auf Zusammenarbeit

"Sportlich war es vielleicht nicht so positiv, aber als Mensch ist er unheimlich gereift. Als er damals ging, war er ein Riesentalent, aber ein Junge. Jetzt ist er ein Junge mit Leaderqualitäten", sagte Overath.

Soldo freut sich bereits auf die weitere Zusammenarbeit: "Er ist eine Riesenverstärkung für uns. Lukas braucht keine Eingewöhnungszeit und er kann mit dem Druck umgehen."

Sturmpartner mit Reha-Programm

Mit seinem neuen Sturmpartner Milivoje Novakovic konnte Podolski in der ersten Übungseinheit aber noch nicht auf Torejagd gehen. Der Slowene absolvierte genauso wie der Portugiese Petit und Marvin Matip ein Reha-Programm auf dem Rasen.

Neben Podolski war Sebastian Freis, der vom Karlsruher SC kam, der einzige Neuzugang im 25-köpfigen Kader. Außerdem wurden die beiden U-17-Nationalspieler Reinhold Yabo und Bienvenue Basala-Mamzana hochgezogen.

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