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Kehrt er noch einmal zum 1.FC Köln zurück? Christoph Daum hält es für möglich © getty

Der Ex-Trainer kann sich ein Karriere-Ende beim FC vorstellen und glaubt an Podolski. Mit seinen Kritikern rechnet er ab.

Von Robert Gherda

München - Christoph Daum ist beim 1.FC Köln noch allgegenwärtig.

Der Ex-Coach sorgt beim Bundesligisten sogar noch für Schlagzeilen, obwohl er gar kein Angestellter des Vereins mehr ist.

In einem Interview mit der "Bild" spricht Daum bereits von einer Rückkehr zu den "Geißböcken", auch wenn er den Verein erst vor wenigen Wochen in Richtung Türkei zu Fenerbahce Istanbul verlassen hat.

"Ich kann mir vorstellen, dass der 1. FC Köln meine letzte Station wird, aber die Funktion ist offen." sagte Daum, der von einem sehr positiven Abschied spricht:

Trennung im Guten

"Man trennt sich im Guten. Der komplette Vorstand um Präsident Overath hat sich bei einem Essen verabschiedet und mir ein tolles Bild geschenkt. Ich bleibe immer Kölner"

Auch zur Personalie Lukas Podolski äußerte sich der 55-jährige, der nicht glaubt, dass der Nationalspieler den Verein noch einmal verlassen wird.

"Er hat seine Wurzeln hier und wird sie in nächster Zeit wieder richtig ausbauen." (Triumphaler Empfang für "Poldi")

Von den Qualitäten des Stürmers ist er ohnehin überzeugt: "In Köln wird er ein Leistungsträger und auch in der Nationalmannschaft wird er wieder durchstarten. Er hat einfach das Potenzial." sagte Daum der "Bild am Sonntag" (Sommerfahrplan 1. FC Köln)

Kritik an Holzhäuser und Sammer

Nicht ganz so gut zu sprechen ist Daum dagegen auf Wolfgang Holzhäuser und Matthias Sammer.

Diese hatten einen Sittenverfall bei Trainern innerhalb der Bundesliga beklagt und auch Daum nach seinem Abschied öffentlich kritisiert:

"Ich stelle mit Verwunderung fest, wer darüber spricht. Es gibt genug Flecken auf den weißen Westen. Wer holt denn Labbadia aus dem laufenden Vertrag in Fürth heraus?" fragt Daum in Richtung des Bayer-Geschäftsführers.

Und auch Sammer solle sich an die eigene Nase fassen, denn schließlich habe auch der DFB-Sportdirektor als Spieler seinen Vertrag bei Inter Mailand nicht erfüllt und wechselte zu Borussia Dortmund:

Daum ist sich keiner Schuld bewusst

"Mich überrascht, wenn Trainer sagen, sie halten Verträge ein, obwohl dies gar nicht stimmt. Da wird nur so geredet, weil es gerade so passt."

Er selbst ist sich jedenfalls keiner Schuld bewusst: Wenn ein Trainer andere Zielsetzungen als der habe und keine Einigung erzielt werden kann, müsse man eben getrennte Wege gehen.

"Da kann man doch nicht böse sein."

Es muss trotzdem erst einmal abgewartet werden, ob Daum wirklich in Zukunft noch einmal beim FC anheuern darf oder ob die Verantwortlichen ihm seinen Abschied vielleicht doch ein kleines bisschen nachtragen.

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