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Bleibt er oder geht er? Um Franck Ribery ranken sich täglich neue Gerüchte © getty

Neues im Fall Ribery: FCB-Sportdirektor Nerlinger hat einen Plan. Ein englischer Top-Klub gibt angeblich ein Mega-Angebot ab.

Von Robert Gherda

München - Am kommenden Mittwoch, dem 1. Juli, beginnt der FC Bayern seine Vorbereitung auf die neue Saison (Der Sommerfahrplan des FC Bayern).

Dann wird auch Christian Nerlinger offiziell als Sportdirektor zentrale Aufgaben von Manager Uli Hoeneß übernehmen.

Schon am Wochenende wagte sich der Ex-Profi aber verstärkt in die Öffentlichkeit.

Und ließ dabei durchblicken, wie er gedenkt, Franck Ribery beim Rekordmeister zu halten - und das endlose Transfer-Thater zu beenden.

"Voraussetzungen mittelfristig sehr positiv"

"Wir müssen Franck die Perspektive bieten, mit uns in Europas Spitze auf Augenhöhe zu sein. Das ist sein Anspruch. Dann ist er glücklich in München" sagte Nerlinger der "Bild am Sonntag".

Im Klartext heißt es: Die Bayern müssen so stark werden, dass sie selbst wieder ein absoluter europäischer Top-Klub sind. Dann - so die Logik - gäbe es für Ribery überhaupt keinen Grund zu wechseln.

Und Nerlinger sieht den FC Bayern mit den bereits feststehenden Neuzugängen für die neue Spielzeit auf einem guten Weg. "Mittelfristig werden die Voraussetzungen bei uns sehr sehr positiv sein", sagte er. 115098(DIASHOW: Zu- und Abgänge des FC Bayern)

Letztlich sei aber auch klar, dass die Entscheidung beim Franzosen selbst liege: "Die Person Ribery ist entscheidend - was er will und wie er sich verhält"

Lob für Ribery und Berater

Dieses Verhalten gibt nach Aussage von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge immerhin keinen Anlass zur Klage.

Ribery und sein Berater Alain Migliaccio hätten stets "ein offenes Spiel gespielt und nie mit Krach gedroht hätten", erklärte Rummenigge der "Abendzeitung".

Der 53-Jährige versicherte Ribery sei für die Planungen des neuen Bayern-Trainers Louis van Gaal unersetzlich. Er befürchte auch nicht, dass der französische Nationalspieler ob der vielen Angebote die Lust am FC Bayern verliere.

Chelsea will angeblich 58 Millionen bieten

Das hält die internationalen Top-Klubs allerdings nicht davon ab, auch weiterhin um die Dienste Riberys zu buhlen.

Wie der englische "Sunday Express" berichtet, will der FC Chelsea 58 Millionen Euro für Ribery bieten - und damit die Standfestigkeit des FC Bayern testen.

Dieser hatte zuletzt wiederholt betont, dass es "keine Schmerzgrenze" für einen Transfer Riberys gäbe. Dies bestätigte der Vorstandsvorsitzende Rummenigge am Wochenende erneut.

Abramowitsch sagt Ancelotti finanzielle Unterstützung zu

Das scheint die Londoner jedoch wenig zu stören, denn für den neuen Trainer Carlo Ancelotti genießt eine Ribery-Verpflichtung absolut höchste Priorität.

Der Franzose ist in den Augen des Italieners der Spieler, mit dem die "Blues" den meisten Erfolg haben werden. Dementsprechend will er alles dafür unternehmen, um den Flügelflitzer zu verpflichten.

Besitzer Roman Abramowitsch habe seinem Coach bereits jede finanzielle Unterstützung für einen Transfer des Franzosen zugesichert.

Vertrag soll verlängert werden

Bislang bleiben die Bayern aber bei ihrer harten Linie und planen lieber schon die Zukunft mit Ribery.

Laut Rummenigge ist dem FC Bayern weiter an einer vorzeitigen Vertragsverlängerung mit dem Mittelfeld-Star gelegen ist. "Nach Schließung des Transferfensters", solle dies "in aller Ruhe" mit dem Spieler und seinem Berater besprochen werden.

Die derzeit laufende Transferperiode endet am 31. August. Riberys Vertrag läuft noch bis 2011.

Bayern haken Neuer-Verpflichtung ab

Wie sich die Ribery-Interessenten bei einer endgültigen Absage fühlen werden, kann der FC Bayern derweil schon selbst nachvollziehen.

Die Verpflichtung von Torhüter Manuel Neuer von Schalke 04 ist offenbar endgültig vom Tisch.

Er verlasse sich in diesem Fall eher auf die Aussagen von Trainer-Manager Felix Magath als auf die Einlassungen von Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies, sagte Rummenigge:

"Der Spieler steht offensichtlich nicht zum Verkauf."

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