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Michael Oenning trainiert seit Ende August 2008 den Club © getty

Der 1. FC Nürnberg will unbedingt in der Bundesliga bleiben. Doch der Aufsteiger agiert sehr vorsichtig auf dem Transfermarkt.

Nürnberg - Mit einem neuen Heimtrikot und einem neuen Co-Trainer ist Aufsteiger 1. FC Nürnberg in die neue Saison gestartet.

Am Montag nahm der FCN die Vorbereitung auf und präsentierte dabei den Ex-Frankfurter Armin Reutershahn als neuen Assistenten von Chefcoach Michael Oenning.

"Er ist ein erfahrener Mann, kennt die Liga und kann selbständig arbeiten", sagte Oenning über seinen neuen "Co".

Reutershahn (49) war zuletzt bei Eintracht Frankfurt und erhält einen Zweijahresvertrag.

Die Verpflichtung war notwendig geworden, da Peter Hermann zu Bayer Leverkusen zurückkehrte.

Oenning hat ein klares Ziel

Zusammen wollen Oenning und Reutershahn dafür sorgen, dass der Rekord-Auf- und Absteiger der Liga (je siebenmal) endlich sein Fahrstuhl-Image ablegt.

"Der Klassenerhalt ist ganz klar unser Ziel", sagte Oenning (43) und setzt dabei auf seine junge Mannschaft:

"Ich bin der Überzeugung, dass wir noch lange nicht am Ende des Weges sind. Wir müssen uns zwar noch weiterentwickeln, aber das Vertrauen ist so groß, dass ich guten Mutes in die neue Saison gehe."

Im Kader des Clubs gab es nach dem Aufstieg kaum Veränderungen.

Broich neu im Team

Einziger namhafter Zugang ist bisher Thomas Broich vom 1. FC Köln (ablösefrei). (DIASHOW: Die Ab- und Zugänge des 1. FC Nürnberg)

Zurückgekehrt ist zudem der zuletzt nach Leverkusen ausgeliehene Stürmer Angelos Charisteas, der laut Sportdirektor Martin Bader "eine neue Chance verdient hat".

Einziger Abgang ist Stefan Reinartz, der den umgekehrten Weg von Charisteas nahm.

Dass die Franken, die ihren Etat auf etwas über 30 Millionen Euro angehoben haben, keine weiteren Spieler verpflichteten, erklärte Oenning bei der Präsentation des neuen, traditionell in weinrot gehaltenen Heimtrikots am Montag.

Transfermarkt ist aus den Fugen

Er sage: "Der Transfermarkt ist aus den Fugen geraten. Ich wüsste keinen, der für uns finanzierbar ist und uns weiterhelfen würde."

Der Club würde dafür seine "mannschaftliche Geschlossenheit in die Waagschale werfen. Die ist uns ein Stück weit heilig".

Beim ersten Training am Montag fehlte nur Jaouhar Mnari (private Gründe). (Der Sommerfahrplan des 1. FC Nürnberg)

Auch Domink Maroh muss nach seiner Schulterverletzung noch etwas kürzer treten. Dafür steht Kapitän Andreas Wolf, der in der vergangenen Saison monatelang verletzt ausfiel, wieder voll zu Verfügung.

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