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Michael Skibbe trainierte zuletzt Galatasaray Istanbul in der türkischen Süper Lig © getty

Zum Trainingsauftakt ist bei Eintracht Frankfurt der DFB-Pokal das große Thema. Neu-Trainer Skibbe verspricht Offensiv-Fußball.

Frankfurt/Main - Mit dem neuen Trainer Michael Skibbe, sowie den beiden Neuzugängen Maik Franz und Ralf Fährmann startete Eintracht Frankfurt am Montag ins Training für die neue Saison.

Die Gedanken waren trotzdem schon längst beim großen Pokal-Hit Ende Juli gegen Drittligist Kickers Offenbach entgegen.

Die Eintracht, bei der sich am Sonntag der Gewinn der bisher einzigen deutschen Meisterschaft zum 50. Mal jährte, steht mit dem Pokalspiel beim Erzrivalen gleich zu Beginn der Ära Skibbe vor einem absoluten Highlight.

"Wir wollen nach vorne spielen"

"Eine bessere Saisoneröffnung hätten wir uns nicht wünschen können. Mit Offenbach haben wir ein Traumlos erwischt. Ich kann verstehen, dass sich die Fans in der Region wie verrückt darauf freuen. Klar ist, dass wir als Sieger vom Platz gehen wollen", sagte Skibbe.

Der neue Mann an der Seitenlinie versprach als Nachfolger von Friedhelm Funkel zwar nicht gleich "Hurra-Fußball", aber zumindest eine weitaus attraktivere Spielweise:

"Wir wollen vor allem in den Heimspielen nach vorne spielen und unsere Fans begeistern."

Nachholbedarf im defensiven Mittelfeld

Etwas besseres als das Pokallos durch Glücksfee Renate Lingor hätte der Eintracht kaum passieren können. Denn zuletzt war die Stimmung der Fans gedrückt, da Skibbe und Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach den Verpflichtungen von Verteidiger Franz und Keeper Fährmann bislang keine weiteren neuen Spieler präsentieren konnten. 115111(DIASHOW: Die Transfers von Eintracht Frankfurt)

Bedarf besteht nach den Abgängen von Junichi Inamoto (Stade Rennes) und Michael Fink (Besiktas Istanbul) vor allem im defensiven Mittelfeld.

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Und wir wollen so schnell wie möglich Abschlüsse erzielen", sagte Skibbe, der seine Fühler offenbar nach einem Argentinier ausgestreckt hat.

Personalsorgen in der Offensive

Aber auch im Angriff herrscht bei den Frankfurtern derzeit höchste Not. Nach seiner Leistenoperation fällt der tschechische Nationalspieler Martin Fenin rund zwei Monate aus.

Ob der monatelang verletzte griechische Auswahlstürmer Ioannis Amanatidis gleich wieder zur Höchstform auflaufen kann, ist ebenfalls ungewiss. Damit steht derzeit nur der bald 34 Jahre alte Nikos Liberopoulus im Eintracht-Angriff zur Verfügung.

Skibbe will Caio fit machen

Hoffnungen setzt Skibbe vor allem in den brasilianischen Mittelfeldspieler Caio, der unter Vorgänger Funkel nie über die Rolle des Bankdrückers hinausgekommen war.

"Was er mit dem Ball alles kann, das hat man ja gesehen. Jetzt geht es darum, ihn körperlich in einen optimalen Zustand zu bringen, dann wird er für die Eintracht noch ein sehr wichtiger Spieler werden", sagte Skibbe über den mit 3,8 Millionen Euro teuersten Zugang der Eintracht-Geschichte.

Der wurde beim Trainingsauftakt von den rund 1000 Zuschauern mit großem Applaus begrüßt wurde.

Reutershahn geht, Boekamp kommt

Zudem planen Bruchhagen und Skibbe, den Kader für mehr finanziellen Spielraum bis zum Saisonstart Anfang August noch auf maximal 25 Spieler zu verkleinern. Erster Abgang war am Montag Alexander Krük, der für ein Jahr zum Drittligisten VfL Osnabrück ausgeliehen wird.

Außerdem konnte die Eintracht, die weiterhin auch noch das Gehalt von Ex-Trainer Funkel zahlen muss, einen Coach von der Gehaltsliste streichen. Der bisherige Co-Trainer Armin Reutershahn wechselt ablösefrei zum 1. FC Nürnberg, dafür unterschrieb der langjährige Skibbe-Assistent Eddy Boekamp bei den Hessen einen Zweijahresvertrag.

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