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Eljero Elia wechselte 2007 von ADO Den Haag zum FC Twente Enschede © getty

Beim HSV passiert endlich etwas in der sportlichen Personalpolitik. Ze Roberto kommt wohl, bei Eljero Elia hakt's am Preis.

Hamburg - Transfercoup statt Führungskrise: Nach den wochenlangen Querelen in der Chefetage steht beim Hamburger SV offenbar die lang ersehnte erste Neuverpflichtung für die kommende Saison vor dem Abschluss.

Kurz vor dem Trainingsauftakt am Freitag stehen die Hanseaten unmittelbar vor der Einigung mit dem brasilianischen Routinier Ze Roberto, der seinen abgelaufenen Vertrag bei Rekordmeister Bayern München nicht verlängert hat.

Nach bislang unbestätigten Informationen mehrerer Hamburger Zeitungen soll Ze Roberto beim HSV einen Zweijahresvertrag erhalten.

Ablösefrei, aber teuer

Eine Verlängerung seines Kontrakts bei den Bayern um ein Jahr hatte der 34-jährige Mittelfeldstar zuletzt abgelehnt.

Zwar wäre der 84-malige Nationalspieler für die Hamburger ablösefrei, würde aber ein geschätztes Jahresgehalt von 3,5 Millionen Euro kosten.

Mit der Verpflichtung des Südamerikaners könnte sich zudem die HSV-Führung um Vorstandschef Bernd Hoffmann nach der Trennung von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer zumindest vorübergehend aus der Schusslinie bringen.

Vier Double und 31 Tore

Zuletzt hatten die Negativschlagzeilen um den Machtkampf zwischen Hoffmann und Beiersdorfer den HSV fest im Griff. Dagegen stand den zahlreichen Abgängen gestandener Profis bislang noch kein Neuzugang gegenüber.

Ze Roberto, der am Montag 35 Jahre alt wird, lief für die Bayern in der vergangenen Saison in 29 Ligaspielen auf.

Insgesamt bringt er es auf 282 Bundesligaeinsätze und erzielte dabei 31 Tore. Mit den Münchnern, zu denen er 2002 von Bayer Leverkusen wechselte, holte er viermal das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.

Die Ablösesumme ist der Haken

Neben Ze Roberto verhandeln die Hamburger auch weiterhin über eine Verpflichtung des niederländischen Jungstars Eljero Elia von Twente Enschede.

Noch konnte sich der HSV mit dem Ehrendivisionär, der angeblich rund zehn Millionen Euro für sein 22-jähriges Sturmjuwel verlangt, nicht über die Ablösesumme einigen.

Bis zum Wochenende wollen die Norddeutschen allerdings auch in dieser Personalie Klarheit schaffen.

Zündstoff Personalpolitik

Bislang steht Trainer Bruno Labbadia für die neue Spielzeit ein Kader von lediglich 20 Spielern zur Verfügung, von denen zunächst lediglich 13 am Freitag zum obligatorischen Laktattest erwartet werden.

Sollte sich Ze Roberto dazugesellen, wäre damit auch ein wenig Zündstoff aus der für Anfang übernächster Woche geplanten Mitgliederveranstaltung genommen, bei der sich der Vorstand auch zu seiner aktuellen Personalpolitik erklären will.

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