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Ralf Rangnick holte Demba Ba (r.) 2007 für drei Millionen Euro aus Belgien zu 1899 © getty

Der 1899-Trainer dementiert einen angeblichen Wechsel des Stürmers nach Stuttgart und freut sich über den Einkauf von Joe Simunic.

Von Martin Volkmar

München - Die Zukunft von Demba Ba ist weiter offen.

Vehement dementierte Ralf Rangnick am Mittwoch eine Meldung, dass sich 1899 Hoffenheim bereits mit dem VfB Stuttgart auf einen Wechsel geeinigt habe.

"Das ist völlig aus der Luft gegriffen. Das sind Grimms Märchen, da ist überhaupt nichts dran", sagte der 1899-Coach Sport1.de.

"Entscheidung am Wochenende"

"Der Spieler ist nach wie vor bei uns und daran wird sich auch erstmal nichts ändern. Ich rechne damit, dass wir zum Wochenende hin eine endgültige Entscheidung haben werden."

Die "Bild"-Zeitung hatte dagegen den Transfer des Stürmers für eine Ablöse von zwölf Millionen Euro nach Stuttgart als praktisch perfekt gemeldet.

Demnach fehle noch die medizinische Untersuchung Bas, der bei positivem Verlauf einen Dreijahresvertrag bei den Schwaben erhalten werde.

Ganz anders bewertet Rangnick die anhaltende Hängepartie: "Ich gehe davon aus, dass Demba bei uns bleibt und das wäre mir auch am liebsten."

Damit bleiben die Hoffenheimer trotz der anhaltenden Abwanderungswünsche des Senegalesen in Richtung Stuttgart bei ihrer bisherigen harten Linie.

Ersatz-Kandidat im Auge

Sollte es aber trotzdem noch zu einem Abgang Bas als Ersatz für den zum FC Bayern gewechselten Mario Gomez kommen, hat 1899 laut Rangnick bereits Alternativ-Kandidaten für den Sturm im Auge.

Ansonsten steht das Gerüst für die zweite Bundesliga-Saison des Teams aus dem Kraichgau, das sich derzeit im Trainingslager in Stahlhofen im Westerwald befindet. (der Sommerfahrplan von 1899 Hoffenheim)

Maßgeblich dazu beigetragen hat die überraschende Verpflichtung von Josip Simunic am Dienstag.

Simunic der bislang teuerste Neuzugang

Der 31 Jahre alte Verteidiger von Hertha BSC ist mit der festgeschriebenen Ablösesumme von sieben Millionen Euro der teuerste der bislang sechs Neuzugänge, darunter auch der Argentinier Franco Zuculini (4,6 Millionen) und der Brasilianer Maicosuel (4,5 Millionen). 115107(DIASHOW: Hoffenheims Neuzugänge)

Der 70-malige kroatische Nationalspieler Simunic passt aufgrund seines Alters eigentlich nicht zur ursprünglichen Hoffenheimer Philosophie, auf junge Talente mit Potenzial zu setzen.

"Es geht nicht nur mit 18- und 19-Jährigen. Man braucht auch Routine", meinte 1899-Manager Jan Schindelmeiser.

Deshalb sei Simunic, der in der abgelaufenen Saison zu den besten Innenverteidigern der Liga zählte, Rangnicks absoluter Wunschspieler gewesen.

"Ein gutes Zeichen für Hoffenheim"

"Bei mir sind alle Spieler, die wir holen, Wunschsspieler", sagte Rangnick dazu Sport1.de. "Aber seine Verpflichtung war keinesfalls selbstverständlich und ist ein gutes Zeichen für 1899 Hoffenheim."

Ein eindeutiges zumal, denn am liebsten hätte Hertha seinen Führungsspieler gehalten. "Ich plane mit Joe und will mit ihm zusammenarbeiten", hatte der lange skeptische Coach Lucien Favre kürzlich noch erklärt - vergeblich.

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