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Mario Gomez startete am 1. Juli in die Saisonvorbereitung in München © getty

Der Nationalstümer ist heiß auf Trophäen, die er mit dem FC Bayern anpeilt. Wie Timoschtschuk fürchtet er die Konkurrenz nicht.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Hungrig auf Titel und stolz, das Trikot des FC Bayern zu tragen:

So präsentierten sich die Münchner Neuzugänge Mario Gomez, Anatolij Timoschtschuk, Danijel Pranjic und Ivica Olic am Donnerstagmittag an der Säbener Straße.

"Unser Ziel ist es sicherlich, die Meisterschaft und darüber hinaus die Champions League zu gewinnen", definierte Nationalstürmer Gomez gegenüber Sport1.de selbstbewusst seine Ansprüche.

Rund 50 Millionen Euro waren dem Rekordmeister insgesamt die Neuverpflichtungen wert.

Gomez setzt auf Bayern als Erfolgsgarant

Gomez war dabei der größte Coup der Roten, zirka 30 Millionen Euro zahlten die Bayern dem VfB für seine Dienste.

Die Motivation des 23-Jährigen für seinen Wechsel nach München ist klar.

"Ich bin ein Spieler, der Erfolge und Titel haben will, dann macht es auch den meisten Spaß. Deshalb spiele ich hier."

Auch Anatolij Timoschtschuk will in Deutschland seine Titelsammlung erweitern.

Der UEFA-Cup-Sieger von 2008 will mit den Bayern noch deutlicher international in Erscheinung treten. Stichwort Champions League.

Timoschtschuk: "Wollen etwas erreichen"

"Mein Eindruck von der Stadt und dem Verein ist sehr gut", erzählte der Mittelfeld-Abräumer und ergänzte zugleich: "Wir wollen hier etwas erreichen."

Der frühere Kapitän von Zenit St. Petersburg wechselte für elf Millionen Euro zum Bundesliga-Vorzeigeklub. (Der Sommerfahrplan des FC Bayern)

Im defensiven Mittelfeld dürfte ihm in den Planungen von Trainer Louis van Gaal ein ganz wichtiger Platz zukommen.

Und mit seinem womöglich größten Konkurrenten Mark van Bommel hat der Ukrainer bereits "ein gutes Gespräch" geführt.

Konkurrenten fahren gemeinsam Auto

Die beiden kamen nahezu zeitgleich am Münchner Flughafen an und unterhielten sich bei der Fahrt in die Stadt. (124325Die Bilder vom Trainingsauftakt)

"Eine gemeinsame Wohnung wollen wir aber nicht nehmen", scherzte Timoschtschuk.

Die Stimmung ist gut an der Säbener Straße, auch wenn der Konkurrenzdruck in den nächsten Wochen knallhart sein wird.

Mario Gomez versucht, damit möglichst unbeeindruckt umzugehen.

"Ich will mich anbieten und mich im Training Tag für Tag beweisen. Es ist mein Ziel, zu spielen".

Härtetest für Gomez

Die kommende Saison wird der definitive Test, wie druckresistent Gomez ist.

In der Nationalmannschaft verkrampfte er während der Europameisterschaft 2008, musste später 829 torlose Minute überstehen, ehe er gegen die Vereinigten Arabischen Emirate wieder traf. Hinzu kommt die Ablöse von 30 Millionen Euro - Rekord in der Bundesliga.

Die Summe lässt Gomez zumindest nach außen hin kalt. Schlaflose Nächte habe er jedenfalls nicht. "Ich gehe damit ganz cool um."

Derweil formulierte Ivica Olic eine erste Kampfansage. 115098(DIASHOW: Zu- und Abgänge des FC Bayern)

"Ich werde alles geben, gut arbeiten", sagte der ablösefrei vom HSV gekommene Angreifer. Vom Begriff Ergänzungsstürmer wollte der Kroate indes gar nichts wissen.

"Wir haben hier super Stürmer", meinte er lediglich, alles andere werde sich zeigen.

Pranjic fühlt "good vibrations"

Überhaupt war die Vorstellung der neuen Bayern-Stars geprägt von höflichen Komplimenten an den neuen Arbeitgeber.

Der Kroate Danijel Pranjic, der auf englisch die Fragen beantwortete, sprach lässig von "good vibrations" ("guten Schwingungen") und davon, dass er für jeden Job auf der linken Seite zu gebrauchen sei.

Ob in der Abwehr oder im Mittelfeld, das soll der Trainer entscheiden.

Auf den wird in der Saisonvorbereitung einige Arbeit zukommen, zumal der Kader ja ausgedünnt werden soll.

Van Gaal kündigte dazu bereits in den nächsten zwei, drei Wochen Einzelgespräche an.

Die übrigen neuen Spieler, darunter Alexander Baumjohann und Rückkehrer Andreas Görlitz (KSC), werden in den nächsten Tagen vorgestellt.

Bayern an Schweden dran?

Zuvor muss sich der Trainer unter Umständen sogar noch mit einem weiteren Stürmer auseinandersetzen.

Laut der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" ist der FCB an Marcus Berg vom niederländischen Erstligisten FC Groningen interessiert.

"Marcus ist ein Spieler, den wir beobachtet haben und nach wie vor beobachten", wird der Ex-Bayern-Profi Björn Andersson, der für die Münchner als Scout arbeitet, zitiert.

Berg glänzte bei der U-21-EM mit sieben Treffern als Torschützenkönig.

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