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Stürmer Artur Wichniarek wechselte 2000 aus Lodz in die Bundesliga © getty

Artur Wichniarek kehrt von Arminia Bielefeld zurück in die Hauptstadt. Der Pole will seine zweite Chance unbedingt nutzen.

Berlin - Artur Wichniarek kehrt zu Hertha BSC Berlin zurück.

Der polnische Stürmer von Absteiger Arminia Bielefeld, der bereits von 2003 bis Januar 2006 für den Hauptstadtklub gespielt hatte, unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

Die Ablöse soll nach übereinstimmenden Medienberichten unter einer Million Euro liegen.

Der 32-Jährige ist der zweite Neuzugang (Sparzwang lähmt Hertha) nach Verteidiger Christoph Janker (ablösefrei von 1899 Hoffenheim) und die lang ersehnte Verstärkung im Angriff nach den Abgängen der Top-Stürmer Marko Pantelic (Ziel unbekannt) und Andrej Woronin (FC Liverpool).

Nur vier Tore in drei Jahren

"Bei allen Vereinen in meiner Karriere habe ich viele Tore erzielt und Erfolge gefeiert. Nur bei Hertha nicht. Die zweite Chance will ich unbedingt nutzen und alles wiedergutmachen", sagte Wichniarek der "Bild".

Während seiner ersten Zeit in Berlin konnte der Angreifer nicht überzeugen. In 44 Bundesligaspielen gelangen ihm lediglich vier Treffer.

In Bielefeld fand Wichniarek jedoch zu seiner alten Torgefährlichkeit zurück und war in der abgelaufenen Saison 13 Mal erfolgreich.

Schon seit zwei Jahren im Visier

Aus diesem Grund ist auch Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz zuversichtlich:

"Artur ist ein erfahrener Spieler, der weiß, wo das Tor steht. Er hat eine sehr gute Karriere hingelegt und will jetzt beweisen, dass er es auch in Berlin schaffen kann", sagte Preetz.

Auch sein zukünftiger Trainer ist froh, dass der Transfer geklappt hat: "Ich habe ihn seit zwei Jahren beobachtet und bin überzeugt, dass er sehr gut zu uns passt", sagte Hertha-Coach Lucien Favre

Ohne Kentsch kein Wichniarek

Deshalb kommt der Schritt zurück nach Berlin auch etwas überraschend.

Bei "Radio Bielefeld" erklärte der Berater von "König Artur", Andreas Grajewski, dass der Hauptgrund für den Weggang aus Bielefeld die Beurlaubung von DSC-Finanzchef Roland Kentsch sei.

Kentsch galt immer als ein Förderer des 18-maligen polnischen Nationalspielers. Zudem verriet Grajewski, dass Wichniarek unter dem neuen Trainer Thomas Gerstner (Neuer Coach peilt Aufstieg an) keine Perspektive sehe.

Ärger mit Hoeneß

Eines ist allerdings sicher: Würde der Hertha-Manager nicht Michael Preetz, sondern immer noch Dieter Hoeneß heißen, dann wäre Wichniarek nicht an die Spree zurückgekehrt.

"Ich habe nie ein schlechtes Wort über Hertha gesagt, habe nur Probleme mit Hoeneß gehabt. Und da war ich ja nicht der Einzige. Der Wechsel kam jetzt nur zustande, weil er dort weg ist, sonst wäre für mich die Hertha-Tür immer verschlossen geblieben", sagte Wichniarek gegenüber der "Bild".

In Berlin wird dieser Transfer durchaus auch kritisch gesehen. Schließlich konnte sich Wichniarek unter keinem der Trainer Hans Meyer, Falko Götz und Huub Stevens durchsetzen.

Besonders übel nahmen ihm einige Herthaner, dass an dieser Tatsache nie er selbst, sondern entweder Hoeneß oder die Taktik der Trainer schuld waren.

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