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Ivica Olic wechselte ablösefrei aus Hamburg zum FC Bayern © imago

Um sich einen großen Traum zu erfüllen, wechselt der Kroate zum FC Bayern. Vor der Konkurrenz dort hat der Stürmer keine Angst.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Es ist die Musik der Sieger, die Ivica Olic antreibt.

Diese Hymne, die jedem Champions-League-Spiel den feierlichen Rahmen gibt, will Olic nun unbedingt live hören.

Auch deshalb, um auf Europas größter Fußballbühne zu stehen, ist der Kroate vom Hamburger SV nach München gewechselt.

"Die Champions League ist das Beste, was in Europa möglich ist. Ich hoffe, dass wir mit dem FC Bayern noch ein Stück weiterkommen", sagt der Stürmer zu Sport1.de.

Champions League als Ziel

Im April scheiterten die Bayern nach einem 0:4-Debakel in Barcelona bereits im Viertelfinale. (Der Sommerfahrplan des FC Bayern)

Auch aus dieser Schmach heraus hat der Rekordmeister nachgerüstet, Stars wie Mario Gomez und Anatolij Timoschtschuk gekauft.

Olic kam ablösefrei.

Und doch ist es gut möglich, dass der kampfstarke Kroate dem designierten Traumduo Mario Gomez/Miroslav Klose gewaltig auf die Füße tritt.

Kurze Eingewöhnungsphase

Zumal der 29-Jährige den Vorteil hat, niederländische Trainer und ihren Arbeitsstil bereits zu kennen.

In Hamburg spielte er nacheinander unter Huub Stevens und Martin Jol.

"Louis van Gaal", berichtet Olic nach den ersten Einheiten mit dem neuem Bayern-Coach, "arbeitet viel mit dem Ball. Es ist ein sehr technisches Training."

Die Eingewöhnungsphase in Bayern will der Kroate möglichst kurz halten.

Passable Torquote in Hamburg

Dabei ist da das neue Haus, die neue Umgebung für die Kinder und seine Frau. Olic spricht davon, "im Moment viel zu tun zu haben" und ergänzt, um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: "Ich bin sehr froh, hierher gewechselt zu sein."

Beim HSV erzielte er in der vergangenen Saison zehn Tore.

"Er kann in jeder großen Mannschaft spielen"

Ein passabler Wert, aber keiner, vor dem Konkurrenz wie Gomez (24 Treffer), Klose (10) oder Luca Toni (14) zittern müssten.

Doch Olic ist auch ein Angreifer, der unheimlich viel rackert, Platz für die Kollegen schafft. Ein Umstand, der ihm bisher bei fast jedem Trainer enorme Anerkennung eingebracht hat.

"Ivica kann in jeder großen Mannschaft spielen", erkannte Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilic schon vor einiger Zeit.

Konkurrenzkampf voll entbrannt

Mario Gomez, Olics möglicher Sturmpartner beim FCB, weiß jedenfalls, was die Konkurrenz im Bayern-Sturm für ihn und seine Mitspieler bedeutet. 115098(DIASHOW: Zu- und Abgänge des FC Bayern)

"Keiner ist sicher zu spielen. In München muss ich mich auch immer im Training beweisen", erklärt der Ex-Stuttgarter. Das Rennen um die Startplätze ist auf jeden Fall eröffnet.

Olic erwartet sich einen leichteren Einstand als vor zwei Jahren in Hamburg.

Damals war Olic vom ZSKA Moskau zum HSV gewechselt.

Die Vorteile aus seiner Sicht: Er spricht nun besser deutsch, kennt mittlerweile die Bundesliga bestens.

Einen Teil seines Urlaubs hat der Kroate übrigens in Barcelona verbracht - und schwärmt von einer "Traumstadt".

Es dürfte der ideale Appetitmacher auf die Ziele in der Champions League gewesen sein.

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