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Artur Wichniarek spielte bereits von 2003 bis 2005 bei der Hertha © getty

Der Neu-Berliner Artur Wichniarek spricht im Sport1.de-Interview über seinen Abschied aus Bielefeld und Herthas Trainer Favre.

Von Nikolai Kube

München - Dreizehn Tore erzielte Artur Wichniarek in der vergangenen Saison für Bielefeld.

Die Arminia stieg trotzdem ab.

Diesen Sommer ist der Stürmer nun zur Hertha 115101 (DIASHOW: Herthas Neuzugänge) zurückgekehrt - jenem Klub, den er 2006 fluchtartig verließ.

Nachdem sich Wichniarek damals beim Hauptstadt-Klub nicht durchsetzen konnte, nimmt er jetzt einen neuen Anlauf (Sommerfahrplan der Hertha).

Im Interview mit Sport1.de berichtet der Pole über die Gründe für seinen Wechsel, seine Ziele sowie seinen neuen Trainer Lucien Favre.

Sport1.de: Herr Wichniarek, vergangene Woche wurde Ihr Wechsel zur Hertha offiziell bekanntgegeben. Was sind die Gründe für Ihre Rückkehr nach Berlin?

Artur Wichniarek: Mein erstes Gastspiel in Berlin war nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich eine zweite Chance bekommen habe, mich bei Hertha BSC erneut zu beweisen. Ich möchte den Fans, die ich enttäuscht habe, etwas zurückgeben und mit Hertha BSC erfolgreich sein. Ich hoffe, dass mich die Fans entsprechend unterstützen werden.

Sport1.de: Da Ihr Vertrag in Bielefeld auch für die Zweite Liga galt, sollen Sie sich angeblich freigekauft haben. Richtig?

Wichniarek: Zu Vertragsinhalten oder finanziellen Dingen äußere ich mich nicht öffentlich. Ich kann nur bestätigen, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen meinem Berater und Michael Preetz gewesen ist, die zu dem Wechsel geführt hat.

Sport1.de: 2003 wechselten Sie schon einmal von Bielefeld nach Berlin, konnten sich in der Hauptstadt aber nicht durchsetzen. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass es diesmal anders sein wird?

Wichniarek: Damals waren die Voraussetzungen völlig anders. Ich bin gemeinsam mit Fredi Bobic und Niko Kovac gekommen und die Erwartungshaltung war sehr hoch. Wir hatten als Saisonziel ausgegeben, uns für die Champions League zu qualifizieren. Unglücklicherweise musste ich dann auch noch auf einer Position spielen, auf der ich nicht gewohnt war, zu spielen. Und wenn man als Stürmer keine Tore erzielt, muss man mit Kritik rechnen.

Jetzt hat mich der Trainer geholt, weil ich in sein Spielsystem passe und er von mir überzeugt ist. Er hat mich in den letzten zwei Jahren beobachtet und weiß, was ich kann. Ich möchte das Vertrauen des Trainers nicht enttäuschen und es ihm mit guten Leistungen zurückzahlen.

Sport1.de: Die Hertha muss die Abgänge von Leistungsträgern wie Pantelic, Voronin oder Simunic verkraften 115101(Transfers der Hertha). Kann Ihr neues Team dennoch vorne mitspielen?

Wichniarek: Das ist jetzt noch zu früh, sich darüber Gedanken zu machen. Wir sind noch nicht komplett und die Transferperiode endet erst am 31. August. Dass gute Spieler den Verein verlassen haben, ist unbestritten, doch es macht wenig Sinn, in die Vergangenheit zu blicken. Wir sollten nach vorne schauen und das Bestmögliche mit unseren Mitteln auf die Beine stellen. Jeder muss sich für den Verein und die Mannschaft zerreißen.

Sport1.de: Was ist Ihr erster Eindruck vom neuen Trainer Lucien Favre?

Wichniarek: Ich habe einen sehr guten Eindruck vom Trainer. Nach meinem Weggang aus Berlin habe ich Hertha BSC nie aus den Augen verloren. Speziell in der abgelaufenen Saison hat es der Trainer geschafft, mit einer jungen Mannschaft bis zum Schluss um die Meisterschaft zu spielen. Man hat gesehen, was eine taktisch geschulte Mannschaft erreichen kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, weil ich als 32 Jahre alter Spieler auch noch was lernen kann.

Sport1.de: Und was sind Ihre persönlichen Ziele für die kommende Saison?

Wichniarek: Ich will der Mannschaft helfen, so erfolgreich wie möglich zu sein. Fußball ist ein Mannschaftssport und das Team steht absolut im Vordergrund. Wenn es mir gelingt, mit ein paar Toren zum Erfolg beizutragen, wäre es perfekt und alle wären zufrieden.

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