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Wegen den Nachwirkungen einer Schienbein-Verletzung wechselt Demba Ba nicht zum VfB © imago

Der Huntelaar-Transfer nach Stuttgart scheint fast perfekt. Doch Horst Heldt lässt sich noch andere Möglichkeiten offen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die Hängepartie ist beendet, der Mega-Deal beim VfB Stuttgart steht dagegen kurz bevor:

Während die Schwaben beste Chancen im Kampf um Stürmer Klaas-Jan Huntelaar von Real Madrid hegen dürfen, wechselt Demba Ba nicht von 1899 Hoffenheim zu den Schwaben.

Der Wechsel hat sich zerschlagen, weil den Stuttgartern das Risiko zu groß war hinsichtlich des körperlichen Zustands des Stürmers.

Hintergrund: Ba laboriert seit Wochen an einer Wunde am operierten Schienbein.

Zu großes Risiko

Der Senegalese war deshalb am Donnerstag erneut in einer Klinik in Ludwigshafen untersucht worden.

Ba hätte rund zwölf Millionen Euro Ablöse gekostet und wäre womöglich in der wegweisenden Champions-League-Qualifikation nicht fit gewesen.

Ein Wagnis, das Stuttgart offenbar nicht eingehen wollte.

Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser bestätigte am Rande eines Testspiels gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach (0:1), dass Ba auch in der kommenden Saison bei 1899 Hoffenheim spielen wird.

Er soll sobald wie möglich zur Mannschaft stoßen, um ein Reha-Programm nach seiner Verletzung zu absolvieren.

Gute Karten bei Huntelaar

Offenbar dicht vorm Abschluss steht dagegen der Transfer von Huntelaar zum VfB. "Wir haben Interesse an Huntelaar. Allerdings ist der Wechsel noch lange nicht gesichert. Wir halten uns auch noch andere Optionen offen", erklärte VfB-Sportdirektor Horst Heldt gegenüber "swr.de"

Laut übereinstimmender Informationen der "Marca" und der "Gazzetta dello Sport" haben sich die Schwaben mit einer Offerte von 20 Millionen Euro weit nach vorn geschoben im Rennen um den Niederländer.

Real-Sportdirektor Miguel Pardeza bestätigte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass es Verhandlungen wegen Huntelaar mit einem anderen Klub gebe.

Die Entscheidung, bei Real zu bleiben oder den Klub zu verlassen, würde beim Spieler selbst liegen, sagte Pardeza.

Real habe das 20 Millionen Euro umfassende Angebot akzeptiert. 18 Millionen wären sofort fällig, dazu käme ein Bonus.

Nur Unterschrift fehlt noch

Es fehle jetzt nur noch die Zustimmung Huntelaars. "Er wird das letzte Wort haben", zitierte "Marca" Huntelaars Berater Arnold Oosterveer.

"El Cazador" (der Jäger), so der Spitzname des 25-Jährigen wird im Laufe der Woche aus dem Urlaub zurückerwartet. Dann soll er sich entscheiden.

Weitere Interessenten sind Manchester City, sowie aus der Bundesliga der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV (zum Artikel: "HSV nach Elia auch an Huntelaar dran").

Der VfB habe Huntelaar jedoch einen Vertrag angeboten, der so gut sei, "dass er ihn nicht ablehnen kann", schrieb "Marca" weiter.

Hohes Gehalt

Nach Angaben des Sportblattes "As" wollen die Schwaben das bisherige Gehalt Huntelaars, das auf 3,8 Millionen Euro brutto pro Saison geschätzt wird, weiterzahlen.

Der VfB hat nach dem geplatzten Wechsel des Serben Milan Jovanovic wegen zu hoher Forderungen von Standard Lüttich wieder mehr Geld für Einkäufe zur Verfügung.

Der Transfer von Nationalstürmer Mario Gomez zum FC Bayern München brachte brutto etwa 35 Millionen Euro ein.

Es gilt als sicher, dass die "Königlichen" den erst in der Winterpause für 27 Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichteten Huntelaar abgeben wollen.

Horst Heldt, Sportdirektor des VfB, dürfte daher alles daran setzen, den Mega-Coup bald vollends perfekt zu machen.

Quote spricht für den Niederländer

Für Huntelaar spricht vor allem seine Torquote. In 107 Spielen gelangen ihm 97 Tore in Hollands Ehrendivision.

In Madrid erzielte der Angreifer (Leistungsdaten) nach seinem Wechsel in 21 Ligaspielen acht Tore.

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