Das Thema Ribery zehrt an den Nerven der Münchner. Doch angesichts des Schadensersatzes gibt es eigentlich nur diese eine Option.

Verkaufen!

Das Wechseltheater um Lukas Podolskis Rückkehr zum 1. FC Köln zerrte schon gewaltig an den Nerven von Beteiligten und Fußball-Fans.

Doch es geht immer noch schlimmer. Dies zeigt das Dauerthema Franck Ribery.

Erst Ende August endet die Transferperiode - doch jetzt haben die Münchner dem Franzosen offenbar ein Ultimatum gesetzt.

[image id="c6697220-65e5-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Der FC Bayern sitzt wegen des gültigen Vertrags bis 2011 am längeren Hebel und will deshalb abwarten, bis das Angebot in die Nähe der geforderten 80 Millionen Euro rückt.

Real Madrid dagegen spielt auf Zeit, denn die Saison in Spanien startet erst am 29. August.

Trotzdem wäre allen Beteiligten eine rasche Einigung zu wünschen - allen voran Louis van Gaal und Franck Ribery.

Dem Franzosen, weil er offenkundig keine Lust mehr auf München hat und das öffentlich äußert und zur Schau stellt. Auch wenn es eine Floskel ist: Reisende soll man nicht aufhalten.

Dem neuen Trainer, weil er mit jedem Tag ohne Lösung ein Autoritätsproblem bekommt und die "neuen Bayern" ohne den Ribery-Nachfolger nicht vernünftig aufbauen kann.

Ribery auf die Tribüne zu setzen, würde zwar manchem Bayern-Fan erhebliche Schadenfreude bereiten ? mehr brächte ein solch rein symbolischer Akt aber nicht.

Stattdessen sollten die Münchner die Madrider Millionen plus Wesley Sneijder und/oder Arjen Robben nehmen und angesichts eines Einkaufspreises von "nur" 25 Millionen Euro für Ribery nicht zu lange pokern.

Schließlich hat sich sogar bei den eigenen Anhängern die These durchgesetzt, dass der Franzose bei allem sportlichen Können im Hinblick auf den hohen Schadenersatz verzichtbar ist.

Denn Ribery ist kein Matchwinner-Typ, sondern eher ein Mitspieler auf Weltklasse-Niveau. Hat er Führungsspieler wie Zidane 2006 bei der WM oder zukünftig vielleicht Kaka und Ronaldo neben sich, dann glänzt auch "Kaiser Franck".

Kommt es auf ihn alleine an, geht er aber zu häufig mit der Mannschaft unter ? so geschehen bei der EM 2008 mit Frankreich (Vorrunden-Aus) und beim Bayern-Debakel im Frühjahr in Barcelona.

Deshalb kann die Entscheidung eigentlich nur lauten: Verkaufen!

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel