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Edin Dzeko erzielte in der vergangenen Bundesligasaison 26 Tore © getty

Das Gerüst des VfL Wolfsburg steht - die Stützen des Vereins bleiben Armin Veh erhalten. Fünf Profis müssen aber gehen.

Wolfsburg - Zurückhaltung statt Kaufrausch, Ausbau statt Umbruch und Kontinuität statt Runderneuerung:

Nach nur zwei Wochen im Amt hebt sich Trainer Armin Veh beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg bereits deutlich von seinem Vorgänger Felix Magath ab.

Denn der zu Schalke 04 abgewanderte Meistercoach krempelte die "Wölfe" mit 60 Millionen Euro Transferausgaben in zwei Jahren komplett um.

Der neue "Leitwolf" setzt dagegen auf eine andere Strategie: "Ich werde nur Kleinigkeiten ändern", sagt Armin Veh mit Blick auf die laufende Saisonvorbereitung.

Am Dienstag hatten die Niedersachsen den Algerier Karim Ziani vorgestellt.

Er kommt für etwa fünf Millionen Euro von Olympique Marseille und ist die zweite Verpflichtung für die in vier Wochen beginnende Bundesligaspielzeit.

Die Neuzugänge müssen passen

Nachdem zuvor schon der dänische Nationalspieler Thomas Kahlenberg (AJ Auxerre/4 Millionen Euro) gekommen war, steht nun maximal noch ein zusätzlicher Stürmer auf der Wunschliste. 114836(DIASHOW: Die Transfers des VfL Wolfsburg)

"Wir werden nicht viele Spieler holen, aber die wenigen müssen passen", sagt Veh.

Rückschlag durch Dzekos Verletzung

Ein wichtiger Schritt war außerdem, den Wechselwunsch von Torjäger Edin Dzeko abzulehnen. Der Bosnier wollte unbedingt zu seinem Traumklub AC Mailand gehen.

"Wir mussten ein Zeichen setzen", sagt Veh.

Allerdings hat sich Dzeko im Training am Dienstag eine Kapsel- und Außenbandverletzung am rechten Sprunggelenk zugezogen.

Er wird voraussichtlich zwei Wochen pausieren müssen.

Fünf Profis sollen gehen

Der aktuelle Kader mit derzeit noch 36 Profis ist Armin Veh noch "viel zu groß".

Bis zum Saisoneröffnungsspiel gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart am 7. August will er den erweiterten Spielerkreis auf 26 Profis verkleinern.

Fünf Spieler - Sergiu Radu, Vlad Munteanu, Alexander Laas, Mahir Saglik und Sergej Karimow - wurden bereits ausgemustert. Sie können sich einen neuen Verein suchen.

Andere wie Rodrigo Alvim, Jonathan Santana und Sebastian Schindzielorz stehen auf der "Abschussliste".

"Besser Klartext reden"

Doch anders als Magath, der aussortierte Spieler teilweise keines Blickes oder Wortes würdigte, pflegt Veh einen anderen Umgang mit den Problemfällen.

"Es ist nicht leicht, einen Spieler aus dem Kader zu streichen, aber dann ist es besser, Klartext zu reden", sagt der einstige Gladbacher Bundesligaspieler.

"Bei einem Umbruch, wie ihn der VfL vollzogen hat, gibt es immer auch Spieler, die nicht einschlagen."

Das Gerüst seines neuen Teams steht für den Trainer und Manager ohnehin fest.

Verträge mit Leistungsträgern verlängert

"Die Mannschaft macht einen guten Eindruck", sagt Veh nach den Eindrücken des ersten Trainingslagers auf Sylt. Da stimme es auch zwischenmenschlich.

Deshalb war es ihm besonders wichtig die Stützen des Teams weiter an den Klub zu binden.

In den Brasilianern Grafite und Josue sowie Marcel Schäfer und Sascha Riether verlängerten bereits einige Leistungsträger vorzeitig ihre Verträge (Veh schreibt Titel ab - Grafite bleibt).

Veh lässt sich auf Deal ein

Dass sich der neue Chef auch in seinen Trainingsmethoden von seinem Vorgänger unterscheidet, durften die VfL-Spieler auch schon erfahren.

Da gibt es nach einem klaren Testspielsieg schon mal einen trainingsfreien Vormittag wie in dieser Woche nach dem 32:0 gegen den Kreisligisten Germania Blumenhagen. (Der Sommerfahrplan des VfL Wolfsburg)

Da hatte sich Veh nach der 16:0-Halbzeitführung auf eine Wette eingelassen: "Wenn nach der Pause noch mal 16 Tore gelingen, gibt's frei - da stand ich im Wort."

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