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Christian Pander gehört seit 2004 zum Profikader des FC Schalke 04 © getty

Während für die meisten Profis die neue Saison bald beginnt, müssen einige Verletzte den Start von der Tribüne aus verfolgen.

Hamburg - Zwangspause statt Saisonvorbereitung, Reha statt Trainingslager:

Während für die meisten Bundesligaprofis der Countdown für die in vier Wochen beginnende Spielzeit läuft, ticken die Uhren für zwei Dutzend verletzte Spieler derzeit etwas anders.

Für die Sorgenkinder der Liga ist der Saisonauftakt am 7. August kein Thema mehr und das Comeback auf dem Fußballplatz vorerst in weite Ferne gerückt.

Insgesamt elf Klubs beklagen zurzeit Langzeitverletzte, deren Rückkehr ins Mannschaftstraining noch einige Zeit auf sich warten lassen wird.

Pander muss erneut pausieren

Wohl am schlimmsten erwischte es zuletzt den Brasilianer Alex Silva vom Hamburger SV, der nach seinem zweiten Kreuzbandriss innerhalb von zwei Jahren frühestens zur Rückrunde wieder einsteigen kann (HSV-Schock: Kreuzbandriss bei Alex Silva).

Der Abwehrspieler versucht dennoch, das Positive zu sehen: "Besser, es trifft einen in der Vorbereitung, als im entscheidenden Moment der Saison."

Letzteres erlebte Christian Pander von Schalke 04, der sich in der Schlussphase der vergangenen Saison zum wiederholten Mal eine Bänderverletzung im linken Knie zuzog.

Neben der kompletten Vorbereitung wird der 25-jährige Abwehrspieler auch die ersten Pflichtspiele verpassen.

Auch Jones fällt lange aus

Sein Trainer Felix Magath ist trotzdem optimistisch:

"Christian ist voll im Rehaplan. Mir ist egal, ob er schon im August wieder dabei ist oder erst später. Das Ziel ist, dass er die Saison verletzungsfrei absolvieren kann."

Der neue Schalker Coach muss in den nächsten Wochen allerdings nicht nur auf Pander, sondern auch auf Mittelfeldspieler Jermaine Jones verzichten.

Wegen eines Haarrisses im Schienbein wird der 27-jährige Deutsch-Amerikaner noch gut zwei Monate ausfallen.

Einen Haarriss im Mittelfuß erlitt zudem Schalkes Junioren-Nationalspieler David Loheider, der deshalb wohl drei Monate fehlen wird.

Rolfes und Helmes fehlen

Nicht weniger schwer als die Königsblauen erwischte es auch Bayer Leverkusen.

Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes muss in den kommenden Wochen auf die Nationalspieler Simon Rolfes und Patrick Helmes sowie Mittelfeldspieler Pierre de Wit verzichten.

Während sich Teamkapitän Rolfes im Trainingslager auf Borkum einen Innenmeniskus-Anriss im rechten Knie zuzog und nach einer Operation bis Mitte August ausfällt, leiden Helmes und de Wit jweils unter den Folgen eines Kreuzbandrisses und werden noch Monate fehlen.

Eintracht erwischt es am schlimmsten

Die längste Verletztenliste beklagt derzeit allerdings Eintracht Frankfurt, das gleich auf fünf Spieler verzichten muss.

Martin Fenin (Leisten-OP), Jan Zimmermann (Beckenprobleme), Christoph Preuß (Knorpel-OP), Zlatan Bajramovic (Zehenprobleme) und Marcel Heller (Kreuzband- und Innenmeniskusverletzung) stehen den Hessen längere Zeit nicht zur Verfügung.

Trainer Michael Skibbe ist nun gezwungen über kurzfristige Verstärkungen nachzudenken:

"Auf ein oder zwei Positionen ist die Notwendigkeit sicher da."

"Wölfe" und FCB mit wenig Sorgen

Dagegen müssen sich der neue Bayern-Coach Louis van Gaal oder auch Trainer Armin Veh vom Meister VfL Wolfsburg ebenso wie fünf weitere Klubs derzeit wie im Paradies fühlen - sie sind weitgehend sorgenfrei.

Zwar musste sich bei den Bayern Nationalspieler Bastian Schweinsteiger vor wenigen Wochen einer Meniskus-Op unterziehen, zum Saisonstart wird der Mittelfeldakteur jedoch wieder dabei sein.

Und auch Wolfsburgs Edin Dzeko, der noch an einem Bänder- und Kapselriss im rechten Knöchel laboriert, wird wohl spätestens in zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren können.

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