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Caio gav am 16. Februar 2008 gegen Hansa Rostock sein Debüt für die Eintracht © getty

Der Brasilianer besteht den Test von Michael Skibbe erneut nicht. Doch der will Caio ohnehin nicht zum Dauerläufer machen.

Frankfurt/Main - Der Brasilianer Caio hat den Ausdauer-Test bei Eintracht Frankfurt erneut nicht bestanden.

Doch der neue Trainer Michael Skibbe lobte den teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte trotzdem.

"Das hat er ordentlich gemacht, ich bin zufrieden. Der Laktat-Wert ist ja nur ein Anhaltspunkt", sagte Skibbe.

Auch einige andere Spieler hatten den Lauf vorzeitig abbrechen müssen.

Ohnehin will Skibbe den offensiven Mittelfeldspieler nicht zum Dauerläufer machen (Der Sommerfahrplan der Eintracht).

"Auch Freier hatte nie tolle Werte"

Vielmehr soll Caio von zwei defensiven Mittelfeldspielern unterstützt werden und so reichlich Spielraum nach vorne haben.

"Caio hat eine andere Gabe: Er explodiert, wenn er den Ball am Fuß hat. Da wird er schneller. Das sieht man seiner eher massigen Statur gar nicht an", sagte Skibbe der "Bild".

Er fügte mit Blick auf die schlechten Laktat-Werte anderer Profis hinzu:

"Ex-Nationalspieler Paul Freier hatte bei mir in Leverkusen nie einen tollen Wert, aber trotzdem gute Kondition."

Trainingslager ohne Chris

Währenddessen wird die Eintracht weiter von Verletzungssorgen geplagt.

Der Brasilianer Chris kann wegen erneuter Rückenbeschwerden nicht mit ins Trainingslager im österreichischen Hermagor reisen.

Auch Ioannis Amanatidis musste das Training abbrechen. Der Grieche plagt sich immer noch mit Beschwerden an seinem operierten Knie herum.

Schwegler noch zu teuer

Doch nach Neuverpflichtungen sieht es im Moment nicht aus.

Leverkusens Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler gilt als Skibbes Wunschkandidat für die vakante Position im defensiven Mittelfeld 115111 (Die Transfers der Eintracht).

Doch die eine Millionen Euro Ablöse, die Leverkusen für den 22-Jährigen verlangt, ist Vorstandsboss Bruchhagen noch zu hoch. Auch der Argentinier Mario Bolatti vom FC Porto ist weiterhin zu teuer.

Rückgang aus TV- und Logen-Einnahmen

Ohnehin steht der Eintracht weniger Geld zur Verfügung als geplant.

"Ein Teil des Geldes ist abgeflossen durch eine höhere Dividende, die die Hauptversammlung beschlossen hat. Das sind 740.000 Euro zusätzlich, die zum größten Teil an den Mutterverein gegangen sind", sagte Bruchhagen dem "kicker".

Zudem verzeichnen die Hessen einen massiven Rückkgang aus TV- und Logen-Einnahmen:

"Unter dem Strich steht momentan aus Logen-Vermarktung und TV-Vertrag eine Mindereinnahme von etwa fünf Millionen Euro."

Samstag-Abendspiel live im Stadion?

Um die Verluste aufzufangen, kann sich Bruchhagen vorstellen, im direkten Anschluss an die Heimspiele der Eintracht das neue Bundesliga-Abendspiel am Samstag um 18.30 Uhr live im Stadion zu übertragen.

So könnten Fans und Logen-Gäste zu einer längeren Verweildauer in der WM-Arena bewegt werden.

"In den Logen will man das Abendspiel im Fernsehen sehen, da müssen die Öffnungszeiten verlängert werden."

"Aber haben wir überhaupt das Recht, um den Fans das Abendspiel auf den Leinwänden in den Stadien zu bieten? Da gibt es viele offene und spannende Fragen", sagte Bruchhagen.

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