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Thomas Hitzlsperger wechselte 2005 von Aston Villa zum VfB Stuttgart © imago

Im ersten Teil des Interviews Sport1.de spricht Thomas Hitzelsperger über seine Rolle beim VfB und mögliche Gomez-Nachfolger.

Aus Leogang berichtet Mathias Frohnapfel

Leogang - Plötzlich tanzen gestandene Männer auf dem Trainingsplatz, als wäre gerade "VfB Stuttgart" auf die Champions-League-Trophäe eingraviert worden.

Der Stuttgarter Kapitän Thomas Hitzlsperger ist mitten darunter. So eben sind im Pinzgau die letzten Unglücklichen beim Lattenschießen ermittelt worden.

Wer nach zig Schüssen die Latte immer noch nicht trifft, muss sich mit dem Po voran ins Tor stellen. Diesmal hat es unter anderem Stefano Celozzi erwischt.

Hitzlsperger, wegen seines strammen Schusses auch "The Hammer" genannt, grinst, als er nachher über die Übung spricht.

Die Stimmung beim VfB ist wenige Wochen vorm Saisonstart ausgelassen, auch weil die Mannschaft noch immer vom dritten Platz der Vorsaison zehrt.

Doch der VfB-Kapitän blickt im Sport1.de-Interview schon auf die Herausforderungen der neuen Spielzeit, Champions-League-Qualifikation inklusive. Ein Scheitern könnte extrem unangenehme Folgen haben.

Doch "Hitz" glaubt vielmehr, dass die Schwaben in dieser Saison groß auftrumpfen ? auch ohne Mario Gomez. Eine Neuverpflichtung scheint ihm zudem noch auf einer weiteren Position sinnvoll.

Hier kommen Sie direkt zum zweiten Teil des Interviews: Hitzlsperger spricht über Reals Einkaufstour

Sport1.de: Herr Hitzlsperger, hat Markus Babbel Sie schon als Kapitän bestätigt?

Thomas Hitzlsperger: Er spricht mich immer wieder als Kapitän an, deshalb gehe ich davon aus. Aber es gab noch keine Besprechung diesbezüglich.

Sport1.de: Sagen die Mitspieler denn "Herr Kapitän"?

Hitzlsperger: Ach, die sagen Kapitän, Capitano, alles mögliche. Na ja und bei meinem Spitznamen werde ich auch noch gerufen.

Sport1.de: Werden Sie als Kapitän in die Personalplanung einbezogen?

Hitzlsperger: Ich hatte am Dienstag die Chance mich zu beteiligen, als wir zur Mitgliederversammlung zugeschaltet wurden. Ich will da nicht reinreden. Ich weiß, dass Jochen Schneider und Horst Heldt bemüht sind, einen guten Stürmer zu finden. Da bringt es nichts, dass ich auch noch öffentlichen meinen Senf dazuzugeben. Ich habe mich in der Sommerpause mal mit Horst Heldt und Jochen Schneider über das Thema unterhalten. (van Marwijk rät Huntelaar zum VfB).

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Sport1.de: Ihre Meinungen werden recht ähnlich sein, oder?

Hitzlsperger: Es geht um Qualität und darum, dass wir einen adäquaten Ersatz finden für Mario Gomez. Es ist nicht einfach, wenn bekannt ist, dass wir viel Geld für den Verkauf von Mario eingenommen haben. Die Vereine verlangen zum Teil große Summen für Stürmer, die es nicht wert sind.

Sport1.de: Sind auch in anderen Mannschaftsteilen Verstärkungen nötig?

Hitzlsperger: Man hat schon früher gesagt, wir wollen eventuell noch einen Mittelfeldspieler für die linke Seite finden. Nachdem es mit Jovanovic nicht geklappt hat, weiß ich nicht, ob wir in dem Bereich noch Verstärkungen suchen. Ich habe außerdem den Eindruck, dass wir auf der Position gut besetzt sind, viele gute junge Spieler dabei sind. Ich bin sehr optimistisch, da der Großteil der Mannschaft, die Platz drei erreicht hat, weiter an Bord bleibt.

Sport1.de: Wenn man die Rechnung aufmacht, ist aber klar, dass nach einer möglichen 20-Millionen-Euro-Investition nicht mehr so viel Geld bleibt für weitere Stars.

Hitzlsperger: Darüber mache ich mir nicht so viele Gedanken. Es geht mir darum, dass die Spieler, die hier sind, top trainieren. Wir sind bemüht, Spieler zu holen, die uns besser machen. Wenn es finanziell nicht möglich ist, werden wir mit denen arbeiten, die da sind. (Der Sommerfahrplan des VfB)

Sport1.de:Ihr Vertrag läuft in einem Jahr aus. Gibt es bereits Gespräche?

Hitzlsperger: Ich habe mit dem Verein noch nicht darüber gesprochen. Das hängt wohl auch daran, dass wir noch immer einen Stürmer suchen. Horst Heldt hat mir allerdings schon vor längerer Zeit signalisiert, dass er sehr interessiert ist, mich zu halten. Ich bin daher nicht unruhig.

Sport1.de: Wollen Sie weiterhin in Stuttgart bleiben?

Hitzlsperger: Ich habe hier eine tolle Zeit erlebt. Ich werde die Gespräche abwarten und hören, welche Vorstellungen der Verein hat. Und wenn wir erfolgreich sind, sehe ich definitiv meine Zukunft beim VfB. Stuttgart wird immer die erste Option sein.

Hier geht's weiter zum zweiten Teil des Interviews

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