VfB-Fans holen sich Autogramme vom Rivalen. In Leogang geht das, wie Sport1.de-Redakteur Mathias Frohnapfel beobachtet hat.

Gut 500 Meter sind es vom Fußballplatz in Leogang zum Teamhotel der Hoffenheimer.

Eine Strecke, die die Profis von 1899 per pedes oder Mountainbike zurücklegen.

Würde man jetzt von oben auf den Ortskern des 3000-Seelen-Dörfchen schauen, wären da überall blaue Pünktchen.

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Aus der Nähe sind es die leuchtend blauen Trikots der Hoffenheimer.

Ein Farbreiz, dem sich selbst einige junge Stuttgarter Fans nicht entziehen können.

Wie magnetisch angezogen stürzen sie aus dem Supermarkt, um sich - wohlgemerkt im VfB-Dress - ein Autogramm von Hoffenheims Verteidiger Andreas Beck geben zu lassen.

Wer den Bundesliga-Trubel kennt, staunt über die Stars zum Anfassen.

Zumal ja der VfB ebenfalls in diesem Jahr vor Ort ist und ebenso begeistert von den Trainingsmöglichkeiten schwärmt.

1899 kommt sogar schon seit sechs Jahren jeden Sommer ins Pinzgau, nächtigt immer im "Kirchenwirt".

Ein Gasthaus, dessen Tradition bis ins 14. Jahrhundert reicht.

Die Presserunde findet in einer umgebauten Scheune statt, zwanzig Meter weiter schieben die Fußballprofis ihre Räder in ein Gebäude, das früher auch mal als Kuhstall gedient haben könnte.

Und während Andreas Beck und Torjäger Vedad Ibisevic über die Saisonziele sprechen, läuten draußen die Kirchenglocken. Nachher klingen Blasmusik-Töne herüber.

Uriger geht es kaum noch. Es ist eine Tradition, die verpflichtet.

Die "Kirchenwirte" Elisabeth und Hannes Unterrainer sollen jedenfalls schon bekundet haben, dass bei ihnen der VfB Stuttgart - nun ja - nur schwer Quartier finden werde.

Die badisch-schwäbische Fußballkonkurrenz reicht also doch bis nach Österreich.

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