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Seit Herbst 2008 sind Markus Babbel (l.) und VfB-Sportdirektor Horst Heldt ein Erfolgsduo © getty

Beim Tauziehen um Top-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar bleibt der VfB-Teamchef cool. Dabei scheint die Ablöse schon festzustehen.

Leogang - Markus Babbel wird in der Hängepartie um Wunschstürmer Klaas-Jan Huntelaar von Real Madrid nicht nervös.

"Ich habe noch nicht die Panik", sagte der VfB-Teamchef am Rande des Trainingslagers im österreichischen Leogang.

"Wichtig ist, dass ich weiß, dass wir an einem Transfer arbeiten - und zwar nicht nur an Huntelaar, sondern auch an Alternativen."

VfB-Torwart Jens Lehmann hatte Heldt zuvor gemahnt, in Sachen Zugänge schnell zu handeln.

Dem niederländischen Nationalspieler Huntelaar wurde von Madrid bereits mitgeteilt, dass er dort keine Zukunft hat.

Entscheidung jetzt doch am Montag?

Zu einem Wechsel konnte er sich bislang aber nicht durchringen.

Eine Entscheidung für den VfB oder die ebenfalls interessierten englischen Klubs Tottenham Hotspur und (wohl auch) FC Arsenal will Huntelaar angeblich am Montag bekannt geben.

Das soll er Real-Sportdirektor Jorge Valdano laut der Sportzeitung "AS" am Freitag bei einem Treffen in Madrid mitgeteilt haben. (zum Artikel: VfB ringt mit Tottenham um Huntelaar)

"Er ist ein Spieler, der uns gut gefällt, jetzt liegt es nur noch an ihm. Aber ob er morgen da ist oder erst nächste Woche, das ist nicht so wichtig", betonte Babbel.

(Der Sommerfahrplan des VfB)

Ablöse steht angeblich fest

Stuttgart hat sich mit den Königlichen wohl schon über eine Ablöse in Höhe von zunächst 18 Millionen Euro für "The Hunter" geeinigt, dieser könnte aber in England wohl mehr verdienen als in Schwaben.

Als erste Alternative im Falle eines Scheiterns gilt Vagner Love von ZSKA Moskau.

Babbel: "Verantwortung gegenüber Verein"

Babbel meinte, der VfB müsse im Millionen-Poker nun "einfach Geduld haben. Es muss eben alles passen, und wir können auch nicht zu viel Geld zahlen. Ich bin nicht bereit, Irrsinnssummen für einen Spieler auszugeben. Denn ich habe auch eine Verantwortung gegenüber dem Verein."

Obwohl die Saison mit dem DFB-Pokal schon am 1. August beginnt und Mitte August die Champions-League-Qualifikaton ansteht, würde Babbel "notfalls auch ohne einen neuen Stürmer" starten.

Vertrauen in aktuellen Kader

Babbel ist "total überzeugt" vom vorhandenen Kader und "hoch zufrieden, mit dem, was wir haben".

Auch die ersten Eindrücke aus dem Camp im Salzburger Land, das der VfB für ein Blitzturnier am Wochenende in Gelsenkirchen zwischenzeitlich verlassen wird, seien "positiv", meinte er.

Babbel hat für den Ausflug nach Leogang extra seinen Trainerlehrgang in Köln geschwänzt.

Mit Tasci noch alles offen

Im Moment konzentriert sich beim VfB alles auf den Huntelaar-Deal. Andere Vertragsgespräche stocken derweil. 115106(DIASHOW: Die Transfers des VfB)

Bisher gibt es noch keine Einigung über den Verbleib von Nationalspieler Serdar Tasci.

Das Interesse von Juventus Turin an dem deutschen Nationalspieler besteht weiterhin.

Doch Tascis Berater Uli Ferber sagte in Österreich gegenüber Sport1.de, dass es nun zuerst einmal darum gehe, das Angebot des VfB zu prüfen. Zeitdruck gebe es keinen.

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