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Jorge Valdano gewann als Spieler mit Real zweimal den UEFA-Cup © getty

Die Spanier ziehen sich im Werben um Franck Ribery zurück. Generaldirektor Valdano bemüht sich gegenüber dem FCB um Entspannung.

Von Mathias Frohnapfel

München - Real Madrid möchte nicht weiter beim FC Bayern anecken.

Im Tauziehen um Superstar Franck Ribery zeigen sich die Spanier nun einsichtig.

"Ribery ist in diesem Augenblick nicht mehr das Problem von Real Madrid", sagte Jorge Valdano der "tz".

Der Generaldirektor von Real Madrid fügte an: "Wir haben den Transferwunsch geäußert und man hat uns mitgeteilt, dass dies nicht möglich sei. Dabei bleibt's."

Die Bayern hatten am Freitag ihren ersten kompletten Trainingstag in Donaueschingen 129997(Diashow: Die besten Bilder) und treten Samstag beim T-Home-Cup (ab 18.35 Uhr LIVE) auf Schalke an (zum Artikel: Härtetest ohne Gegenliebe).

Hoeneß droht mit Klage

Spannungen mit dem deutschen Renommierklub streitet Valdano ab.

Dabei hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß den "Königlichen" im Fall Franck Ribery sogar mit einer Klage gedroht.

"Real hat den Respekt verloren. Wenn sie so weitermachen, werden wir sie bei der FIFA anzeigen", sagte Hoeneß gegenüber der spanischen Sportzeitung "AS".

Dass Madrid ständig Franck Ribery Avancen macht, vermiest Hoeneß die Laune genauso wie die verregnete Biergarten-Saison.

Ihn nervt "dass Leute wie Butragueno oder Zidane ständig am Reden sind. Sie reden über einen Spieler, der bei uns noch Vertrag hat", führte Hoeneß aus.

"Wir wollen keinen Ärger mit dem FC Bayern"

Ribery steht bei den Roten noch bis 2011 unter Vertrag. Das FIFA-Reglement verbietet in diesem Fall das Werben um einen Spieler.

Auf Madrider Seite sieht man indes keinen Grund zur Aufregung gegeben.

Jorge Valdano beteuert: "Wir wollen keinen Ärger mit dem FC Bayern. Bayern ist ein Verein, den wir mögen, schätzen und respektieren."

Zudem haben laut Valdano "nur die befähigten Personen" gehandelt. Übersetzt bedeutet das: Über Ribery reden könne wohl nicht verboten sein.

Valdano lobt Bayern-Manager

"Ein konkretes Angebot" habe an Bayern nie gegeben, denn soweit seien die Verhandlungen nie gediehen.

Am Donnerstag hatte Hoeneß "das ganze Theater" um den französischen Edeltechniker versucht zu beenden. "Die Frist ist am Mittwoch abgelaufen, alle Beteiligten wussten das."

Und trotz der klaren Worte aus München gibt es sogar vom Champions-League-Konkurrenten ein Kompliment für Uli Hoeneß. "Er ist mir sehr sympathisch", sagte Valdano

"Es beeindruckt mich, mit welcher Entschlossenheit er die Interessen seines Vereins verteidigt."

Ze Roberto: "Bayern wird Lucios Verkauf bereuen"

Derweil hat sich in der "tz" auch Ex-Bayern-Spieler Ze Roberto geäußert.

Über den Abschied von Lucio Richtung Inter Mailand sagte er: "Seine Erfahrung in der Champions League wird Bayern sehr fehlen. Die Bayern werden seinen Verkauf noch bereuen." (zum Artikel: Lucio: Ich habe geweint)

Und der Neu-Hamburger kritisierte zugleich, dass Franck Ribery künftig beim FCB auf der zentralen Position in der Raute spielen soll. "Franck wird immer auf den Flügel ausweichen. Er mag die Mitte nicht."

Und für die Dribblings habe er auf der Außenposition mehr Platz.

Toni muss Kondition bolzen

Ein anderer Münchner muss sich wieder mühsam ans Team herankämpfen.

Stürmer Luca Toni musste am Freitag in Donaueschingen an seiner Ausdauer arbeiten.

45 Minuten trainierte er unter Aufsicht von Fitness-Coach Darcy Norman.

Nach dem Confed-Cup hatte der Bayern-Torjäger verlängerten Urlaub, stieß erst am Donnerstag zur Mannschaft.

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