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Felix Magath (r.) mit seinen Assistenten Seppo Eichkorn (l.) und Bernd Hollerbach © imago

Den ersten wichtigen Test haben der Schalke- und der Bayern-Coach verpasst, die beiden gehen aber recht unterschiedlich damit um.

Gelsenkirchen - Beide hatten ihre Premiere auf der großen Bühne verpatzt.

Doch Felix Magath und Louis van Gaal gingen recht unterschiedlich mit den Niederlagen ihrer Mannschaften zum Auftakt des Blitzturniers auf Schalke um (Pleiten für Schalke und Bayern) .

Der neue Schalke-Trainer Magath sprach nach seinem ersten Auftritt in der heimischen Arena diplomatisch von "wichtigen Erkenntnissen", die er gesammelt habe.

Van Gaal nach dem ersten ernstzunehmenden Test seiner Münchner Bayern offen über seine Enttäuschung.

Magath versöhnlich

"Ich hoffe immer, dass wir uns im nächsten Spiel verbessern, aber heute haben wir uns nicht verbessert", sagte van Gaal nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV: "Es ist schon komisch. Im Training klappt es gut, aber im Spiel noch nicht."

Dagegen begann Magath, der sich zuvor wenig erfreut gezeigt hatte, zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung gegen andere Bundesligisten anzutreten, versöhnlich:

"Ich bin froh, dass wir dieses Turnier haben. Man sieht mehr als bei Tests gegen unterklassige Mannschaften."

Zwei Wochen vor den ersten Pflichtspielen in der 1. Runde des DFB-Pokals wartet auf beide Meistertrainer aber noch viel Arbeit.

Systemwechsel ausgeschlossen

"Die Philosophie ist nicht in einem Satz zu erklären. Wichtig ist es für die Mannschaft einerseits, die Philosophie umzusetzen. Wichtig ist es andererseits aber auch, dass die Spieler dazu die Zeit bekommen", sagte van Gaal.

Alle weiteren konkreten Fragen ließ er aber mit Hinweis auf den frühen Zeitpunkt in der Saisonvorbereitung unbeantwortet: "In zwei Wochen können wir mehr über unsere Situation reden."

Lediglich ein Wechsel auf ein 4-3-3-System schloss der Niederländer, der gegen Schalke eine komplett neue Startelf aufs Feld schicken wollte, erneut kategorisch aus: "Dazu haben wir nicht die Außenspieler."

So war dann der ukrainische Neuzugang Anatolij Timoschtschuk, der auf der für ihn ungewohnten rechten Seite der Mittelfeldraute auflief, dennoch der auffälligste Bayern-Akteur.

Taktisch holprig

Auch Magath befindet sich mit seiner Mannschaft noch in der Orientierungsphase. "Ich habe eine neue Mannschaft mit neuen Spielern. Da muss ich einfach ein bisschen ausprobieren", erklärte der 55-Jährige 115100(DIASHOW: Die Transfers des FC Schalke).

Sein Team tat sich allerdings noch schwer mit dem von Magath neu eingeführten 4-4-2-System, was den Coach allerdings nicht überraschte: "Da lief noch einiges holprig. Aber im taktischen Bereich haben wir bisher kaum gearbeitet."

Vorentscheidungen in Bezug auf eine mögliche Stammelf für den Saisonstart werde es daher, so Magath, während des Blitzturniers noch nicht geben: "Dafür sind wir noch viel zu weit weg."

Holtby werden Grenzen aufgezeigt

Eine Möglichkeit, sich zu empfehlen, gab Magath den Neuzugängen Jan Moravek und Lewis Holtby.

Das 18-jährige Top-Talent Holtby hat dabei aus Magaths Sicht ein wenig die Grenzen aufgezeigt bekommen:

"Lewis ist umtriebig. Aber man hat auch gesehen, dass er gegen ein Spitzenteam teilweise noch überfordert ist. Dass es noch nicht reicht, Bundesligaspieler zu sein."

Magath hielt auch das für "eine wichtige Erkenntnis".

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