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Der Hamburger SV blieb beim T-Home Cup ohne Gegentor © imago

Der HSV überzeugt beim Gewinn des T-Home Cups auf ganzer Linie. Trainer Labbadia ist zufrieden und blickt positiv in die Zukunft.

München - Bruno Labbadia war die Zufriedenheit anzusehen.

Der Trainer des Hamburger SV ordnete den Sieg seiner Mannschaft beim Blitzturnier auf Schalke zwar als genau das ein, was er war - eine Momentaufnahme.

Dennoch könnte der Erfolg sowohl für Labbadia als auch den HSV nach turbulenten Wochen ein Startsignal für eine erfolgreiche und vor allem ruhigere Zukunft sein.

"Wir bleiben sachlich"

"Natürlich ist es schöner zu gewinnen, aber wir bleiben sachlich", sagte Labbadia nach dem 3:0-Finalerfolg gegen den VfB Stuttgart: "Es lässt sich jetzt bestimmt besser trainieren." (Zum Artikel)

In beeindruckender Manier hatte sich der HSV auf Schalke als bestes Team präsentiert und vor dem Finalsieg schon Bayern München 1:0 bezwungen. (Pleiten für Schalke und Bayern).

Schwierige Ausgangslage

"Wir haben das Optimale aus dem Turnier gemacht. Das wird sich sicherlich positiv auf den Teamgeist auswirken", sagte Labbadia.

Dabei war die Ausgangssituation für den ehemaligen Nationalspieler bei seinem Start als Hamburger Trainer Anfang Juni alles andere als gut gewesen.

Knapp drei Wochen nach Labbadias offizieller Vorstellung kam es beim HSV zum großen Knall: Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer trat wegen Differenzen mit Vorstandschef Bernd Hoffmann von seinem Posten zurück.

Die Fans machten ihrem Ärger mit lautstarken Protesten Luft und forderten daraufhin Hoffmann und mehrere Aufsichtsräte dazu auf, ebenfalls ihre Ämter niederzulegen.

Spät in Saison eingestiegen

Darüber hinaus stiegen die Norddeutschen als letztes Bundesliga-Team erst vor knapp zwei Wochen in die Vorbereitung ein, müssen aber gleichzeitig am 30. Juli in der Qualifikation zur Europa League als erste deutsche Mannschaft ihr Pflichtspielprogramm aufnehmen.

Zumindest die kurze Vorbereitung scheint bei den Hamburgern keine negativen Auswirkungen zu haben. Im Gegenteil: Beim Turnier auf Schalke wirkten sie von allen Teams sowohl körperlich als auch taktisch am weitesten.

Und besonders die Neuzugänge Ze Roberto (Bayern München) und das 8,5 Millionen-Talent Eljero Elia (Twente Enschede) zeigten bereits, dass sie wertvolle Verstärkungen sein können.

Berg noch nicht dabei

Dabei war die teuerste Neuverpflichtung am vergangenen Wochenende noch gar nicht an Bord. Der schwedische Nationalspieler Marcus Berg wurde erst am Montag in Hamburg offiziell vorgestellt.

Die Ablösesumme für den Stürmer, der mit der Empfehlung von 32 Toren in 56 Spielen für den niederländischen Ehrendivisionär FC Groningen und dem Titel des Torschützenkönigs der U-21-EM nach Hamburg kommt, soll rund zehn Millionen Euro betragen.

In Kürze soll auch der nach dem Abgang Beiersdorfers immer noch vakante Posten des Sportdirektors besetzt werden. Angeblich verhandelt der HSV mit Stefan Reuter (zuletzt 1860 München), Oliver Kreuzer (Sturm Graz) und Ilja Kaenzig (zuletzt Hannover 96).

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