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Bremen nahm Revanche für das 1:5 am 34. Spieltag der letzten Saison © getty

Werder hat im Endspurt des Supercups gegen Wolfsburg die besseren Nerven. Clemens Fritz macht den Sieg perfekt.

Wolfsburg - Sieben Wochen nach dem DFB-Pokalsieg hat sich Werder Bremen gleich den nächsten Titel geholt.

Durch ein 2:1 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg setzten sich die Hanseaten im Duell Pokalsieger gegen Meister durch und gewannen damit zum vierten Mal den Supercup. 131277(Die Bilder des Spiels)

Der zwischen 1987 und 1996 offiziell ausgespielte Titel wurde wie schon im Vorjahr durch einen Sponsor ausgelobt, nachdem der frühere Ligapokal zum zweiten Mal hintereinander nicht ausgetragen wurde.

Mertesacker makiert Führung

Durch Tore der Nationalspieler Per Mertesacker (20.) und Clemens Fritz (81.) bei einem Gegentor von Torschützenkönig Grafite (67.) nahm Werder zugleich erfolgreich Revance für die 1:5-Schlappe am letzten Bundeliga-Spieltag, die den "Wölfen" endgültig zur Deutschen Meisterschaft verholfen hatte.

Dass Torsten Frings in der ersten Minute der Nachspielzeit mit einem Handelfmeter an VfL-Torhüter Marwin Hitz scheiterte, war für die Gäste zu verschmerzen.

Daniel Baier hatte für das Handspiel auf der eigenen Torlinie die Rote Karte gesehen.

Mittelmäßiges Niveau

"Das lief schon ganz gut", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf, während sein Wolfsburger Kollege Armin Veh erklärte: "Werder war frischer als wir. Sie hatten mehr Struktur im Spiel."

Allerdings kam die Neuauflage der Partie nur selten über Testspiel-Niveau hinaus.

Beiden Mannschaften war deutlich anzumerken, dass sie mitten in der Vorbereitung auf die in zweieinhalb Wochen beginnende Saison stehen.

Leistungsträger auf der Bank

Zudem fehlten auf beiden Seiten etliche Leistungsträger, die entweder angeschlagen oder erst kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt waren.

So verzichtete Wolfsburgs neuer Trainer Armin Veh auf den leicht verletzen Stürmer Edin Dzeko und Torwart Diego Benaglio, während Werder-Coach Thomas Schaaf zunächst seine drei U21-Europameister Mesut Özil, Sebastian Boenisch und Marko Marin draußen ließ.

Bremen agiler

Vor 18.205 Zuschauern hatten die Bremer zunächst etwas mehr Spielanteile, ohne jedoch zu ganz großen zu ganz großen Torchancen zu kommen.

Ersatzmann Marwin Hitz im Wolfsburger Tor hatte zunächst keine Mühe, die Schüsse von Philipp Bargfrede (2.) und Aaron Hunt (6.) zu entschärfen.

Auf der anderen Seite verhinderte Naldo eine gute Chance für VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic.

Grafite macht es spannend

Erst nachdem Bremer 1:0, bei dem Mertesacker nach einer Ecke schneller reagierte als Torwart Hitz, kamen die Gastgeber besser ins Spiel.

Torchancen von Christian Gentner (23.), Misimovic (26.) und Sascha Riether (45.) blieben zunächst ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel war es dann Grafite, der die Niedersachsen wieder ins Spiel brachte.

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