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Diago (r.) steht noch bis 2013 beim AC Mailand unter Vertrag © imago

Digao wird den SC in der kommenden Saison nicht verstärken. Nürnberg bekommt eine Strafe aufgebrummt. Die Bundesliga-Nachrichten.

München - Aufsteiger SC Freiburg verzichtet auf "Mini-Kaka" Digao vom italienischen Renommierklub AC Mailand und sucht in der Innenverteidigung weiter händeringend nach einem Ersatz für Ömer Toprak.

"Digao hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen. Aber er hat verletzungsbedingt einen langen Zeitraum nicht gespielt, deshalb war uns das Risiko auch in finanzieller Hinsicht zu groß", sagte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner.

Allerdings sind die Personalplanungen der Breisgauer damit noch längst nicht abgeschlossen. Für den Mitte Juni bei einem Kartrennen schwer verunglückten Junioren-Nationalspieler Toprak soll in der Abwehr definitiv noch Ersatz gefunden werden.

"Ideal wäre, wenn wir schon in der kommenden Woche einen Innenverteidiger verpflichten könnten", sagte Dufner, der aber auch weitere Probespieler nicht ausschließen wollte.

Nicht genügend Spielpraxis

Das Problem von Digao war die mangelnde Spielpraxis. Denn der rund drei Jahre jüngere Bruder von Real Madrids Superstar Kaka kam in den vergangenen zwei Jahren nur auf 47 Pflichtspielminuten.

Zudem war Rodrigo Izecson dos Santos Leite, wie Digao mit bürgerlichem Namen heißt, seit seinem Wechsel im Sommer 2004 für 500.000 Euro vom FC Sao Paulo nach Mailand bereits zweimal ohne großen Erfolg an andere Klubs ausgeliehen.

Bei Standard Lüttich kam er als Leihspieler wegen eines Kreuzbandrisses in der kompletten Saison 2008/2009 nur zu einem zweiminütigen Einsatz.

Sport1.de hat die weiteren Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Strafe für den Club

Der 1. FC Nürnberg ist wegen der Vorkommnisse während des Relegationsspiels am 31. Mai 2009 gegen Energie Cottbus vom Sportgericht des DFB mit einer Geldstrafe von 5000 Euro belegt worden.

Die Strafe wurde wegen "eines nicht ausreichenden Ordnungsdienstes in Tateinheit mit einem unsportlichen Verhalten" verhängt. Während des Heimspiels gegen die Lausitzer (2:0) waren im Cottbuser Zuschauerblock Rauchbomben und sieben Knallkörper gezündet worden.

Sperre für Baier

Daniel Baier vom deutschen Meister VfL Wolfsburg ist vom Sportgericht des DFB wegen unsportlichen Verhaltens für ein Freundschaftsspiel gesperrt worden.

Spieler und Verein haben dem Urteil bereits zugestimmt. Baier war am Montag im Spiel um den inoffiziellen Supercup zwischen Wolfsburg und Werder Bremen (1:2) in der 90. Minute von Schiedsrichter Günter Perl des Feldes verwiesen worden.

Mainz-Coach Andersen: "Bin anders als Klopp"

Trainer Jörn Andersen vom FSV Mainz 05 hat den langen Schatten von Vorgänger Jürgen Klopp eigenen Angaben zufolge hinter sich gelassen.

"Ich bin froh, dass nach dem Aufstieg die Vergleiche mit ihm ein wenig nachgelassen haben. Das ist mir schon auf die Nerven gegangen. In meinem ersten Jahr sind wir aufgestiegen und waren im Pokalhalbfinale. Was will man mehr?", sagte der 46-jährige Norweger im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Zudem glaubt der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig, dass er eine viel härtere Gangart gegenüber den Spielern pflegt als sein Kollege von Borussia Dortmund.

"Ich lege viel Wert auf Disziplin und Kleinigkeiten. Ich verlange Achtung von meiner Mannschaft und kann auch böse werden. Ich bin anders als Jürgen Klopp, ich packe die Spieler härter an. Bisher bin ich damit sehr gut gefahren", betonte Andersen.

Meyer lobt die Bundesliga-Klubs

Nationalmannschafts-Internist Tim Meyer hat die Eigenständigkeit der Bundesligisten in der Saisonvorbereitung hervorgehoben. "Da vertrauen wir beim DFB ganz auf die Arbeit der Klubs, ohne ihnen reinzureden", sagte Meyer auf "DFB.de".

Dass es dabei unterschiedliche Auffassungen gebe, sei völlig normal: "Bei 18 Bundesligisten gibt es auch 18 verschiedene Trainingssteuerungen. "

Vor dem Start in die WM-Saison hatten sich zuletzt Schalkes neuer Trainer Felix Magath und auch Münchens Vorstandsvorsitzener Karl-Heinz Rummenigge eine Einmischung des Verbandes und der Nationalmannschafts-Verantwortlichen in die Vereinsarbeit nachdrücklich verbeten.

Bundestrainer Joachim Löw hatte daraufhin erklärt, dass man sich von Seiten des DFB-Trainerstabes nicht in die Vereinsarbeit einmischen werde.

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