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Lukas Podolski wechselte 2006 vom 1. FC Köln zum FC Bayern München © getty

Der Podolski-Rausch in Köln erreicht die nächste Stufe, wenn am Freitag dessen Ex-Klub Bayern München am Rhein zu Gast ist.

Köln - Eigentlich ist der Hype um Lukas Podolski ja schon nicht mehr zu toppen. Aber auch nur eigentlich.

Die "Poldimania" unter dem Dom wird einen weiteren Höhepunkt erreichen, wenn der 1. FC Köln am Freitag zum Freundschaftsspiel gegen Rekordmeister Bayern München (20.30 Uhr LIVE) antritt.

Denn schließlich gibt es einiges zu feiern in der Karnevalshochburg: Noch einmal die Rückkehr des verlorenen Sohnes an sich, das neue Trainergespann Zvonimir Soldo/Michael Henke oder weitere Neuzugänge wie den streitbaren Portugiesen Maniche.

"Ich freue mich auf die FC-Hymne. Die Kölner sind positiv und etwas verrückt. Die ganze Stadt freut sich auf den FC. Warum soll man den Leuten den Spaß nehmen?", sagt das Fan-Idol Podolski 121775(DIASHOW: Podolskis Vorstellung).

Kaum noch Tickets

Nur noch 3000 Tickets sind für das 50.000 Zuschauer fassende Stadion zu haben, im zweistündigen Rahmenprogramm wird die Gruppe "5 vor 12" eine Poldi-Hymne ("Mit dem Geißbock auf der Brust") präsentieren (Der Kölner Sommerfahrplan).

Das Brimborium ist in Köln angebracht, auch weil Bayern München kommt. Der der deutsche Vorzeigeklub, genauer gesagt Manager Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, hatten mit ihrer Zustimmung die Rückkehr "Prinz Poldis" von der Isar an den Rhein möglich gemacht.

"Ich freue mich auf Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge. Es war ja nicht so, dass ich in den drei Jahren München keinen kennengelernt habe. Ich habe dort viele Freunde gewonnen", erklärt der 24-jährige Nationalstürmer.

Ablösesumme fast wieder eingespielt

Die sportlich schweren Zeiten sind kein Thema mehr, die Dankbarkeit gegenüber seinem ehemaligen Arbeitgeber überwiegt.

Für zehn Millionen Euro, also exakt die Summe, für die er 2006 nach München ging, ließen die Bayern Podolski wieder ziehen. Am Freitag fährt der FC mit den Einnahmen aus dem Testspiel wohl die letzte Rate ein.

"Die Ablösesumme ist zum Großteil refinanziert. Wir sind zufrieden", sagt Manager Michael Meier.

Mit Geduld durch die Termine

7,5 Millionen Euro gingen direkt an den Rekordmeister, der Rest wurde über "Poldi-Pixel" im Internet, dem Testspiel oder Trikot-Verkäufe zusammengekratzt.

Vor allem Sponsoren waren an der Realisierung des Transfers beteiligt. Das weiß Podolski und nimmt deswegen - ganz Profi - jeden PR-Termin geduldig wahr.

Ob es TV-Spots für ein Solarenergie-Unternehmen oder PR-Termine wie am Donnerstag in einem Supermarkt direkt nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Velden sind - kein Problem, Poldi ist dabei.

Wie zu Seelers Zeiten

"Ich gehe positiv damit um. Das gehört zu meinem Beruf dazu. Und wenn ich mal eine Ruhepause brauche, ziehe ich mich einfach zurück", sagt der Stürmer, der dem Management auf der Suche nach Geldquellen anscheinend die Arbeit abnimmt.

Dazu kommt die Geduld, die das Star zum Anfassen täglich für Groß und Klein am Trainingsplatz aufbringt.

Das erinnert an die guten alten Zeiten, als Uwe Seeler und Zeitgenossen noch mit den Fans die Spiele analysierten.

"Keiner kann etwas alleine ausrichten"

Podolski wird gleichzeitig aber auch nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass er die sportlichen Ziele nicht alleine realisieren kann.

"Die Mannschaft steht im Vordergrund. Die Bundesliga ist eine starke Liga, es ist eine lange Saison. Da kann kein Petit, kein Mondragon oder kein Podolski etwas alleine ausrichten. Wir haben ein gemeinsames Ziel", sagt "Poldi" 115103(DIASHOW: Die Neuzugänge des 1. FC Köln).

Und das ist zunächst bescheiden ausgelegt: "Zwei Plätze besser als letzte Saison wäre schon ein Erfolg."

Übrigens: Die nächste Poldi-Party folgt am Sonntag. Da ist die offizielle Saisoneröffnung beim FC.

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