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Marko Marin erzielte in der letzten Saison vier Bundesligatore für Gladbach © getty

In Teil 9 der Sport1.de-Interviewserie spricht Werders Marko Marin über seinen Wechsel, Trainer Schaaf und die neue Saison.

Von Tobias Schneider

München - An Marko Marin werden bei Werder Bremen große Erwartungen gestellt.

Der 20-Jährige soll zusammen mit Mesut Özil die neue offensive Mittelfeldzange bei den Grün-Weißen bilden und somit das Loch schließen, das der Weggang von Spielmacher Diego hinterlassen hat.

Auch wenn Marins Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Werder von kritischen Stimmen aus seinem Exklub begleitet wurde, ist der U-21-Europameister nicht nachtragend. (Gladbach-Bosse kritisieren Marin)

Marin freut sich lieber auf die Aufgaben bei Werder, die ihm auch in der A-Nationalmannschaft einen Platz verschaffen sollen.

Borowski unterstützt Marin und Özil

Unterstützung wird der Mittelfeldspieler dabei auch von Rückkehrer Tim Borowski erfahren, der bei Bremen wohl eine defensivere Rolle einnehmen wird.

Dafür nimmt "Boro" auch erhebliche Gehaltseinbußen in Kauf.

"Wir bekommen mit Tim Borowski einen erfahrenen Spieler, der hervorragend in unsere junge Mannschaft passt", meinte Geschäftsführer Klaus Allofs, der damit insbesondere Özil und Marin ansprach. (Borowski zurück an die Weser)

Im neunten Teil der Sport1.de-Interview-Vorschauserie auf die neue Bundesliga-Saison spricht Marko Marin über die Gründe für seinen Wechsel zu Werder, die Saisonzeile der Grün-Weißen und warum er unbedingt für Trainer Thomas Schaaf spielen will.

Sport1.de: Herr Marin, Sie konnten beim Supercup nicht mitwirken, weil Ihre Knöchelverletzung von der U-21-EM noch nicht vollständig ausgeheilt ist. Wie ist der aktuelle Stand, ist der Saisonstart sogar gefährdet?

Marin: Nein, es ist nichts Schlimmes. Ich kann ohne Schmerzen laufen und kann an der Fitness arbeiten. Ich hoffe, in den nächsten Tagen dann wieder voll ins Training einzusteigen.

Sport1.de: Sie haben in Gladbach ihre Zelte abgebrochen. Haben Sie sich schon in ihrer neuen Heimat Bremen eingelebt?

Marin: Wir waren erst im Trainingslager, ich bin erst seit Kurzem in Bremen. In der Mannschaft habe ich mich gut eingelebt, alle haben mich super aufgenommen. Derzeit suche ich nach einer Wohnung. Der erste Eindruck von Bremen ist durchweg positiv.

Sport1.de: Vergangene Saison landete Werder nur auf Rang zehn, weit hinter den eigenen Ansprüchen. Wo soll die Reise nach dieser Saison enden?

Marin: Wir wollen auf jedenfalls eine bessere Saison spielen als letztes Jahr und oben mitmischen. In den Pokal-Wettbewerben lief es ganz gut, das soll auch diesmal wieder so sein.

Sport1.de: Wo sehen Sie Ihren Platz in der Werder-Elf?

Marin: Das wird im offensiven Bereich sein. Das kann links oder rechts sein. Das hängt von Spiel zu Spiel ab. Wir spielen ein anderes System als in Gladbach, da ist die eigene Rolle etwas freier definiert.

Sport1.de: Ihr neuer Mannschaftskollege Mesut Özil hat bei Werder eine tolle Entwicklung genommen. Orientieren Sie sich an ihm?

Marin: Bremen ist bekannt, auch an anderen Beispielen, das junge Spieler gut gefördert werden. Ich will weiter in der Nationalelf spielen. Deshalb habe ich mich für Bremen entschieden, schließlich ist Thomas Schaaf ein Trainer, der auf junge Spieler baut.

Sport1.de: Jüngst hatte Gladbach-Präsident Königs die Umstände Ihres Wechsels zu Werder kritisiert. Können Sie diese Schelte nachvollziehen?

Marin: Ich hatte eine tolle Zeit in Gladbach und will mir das im Nachhinein nicht kaputt machen. Schlimmer wäre es, wenn die Gladbacher glücklich wären, dass ich weg bin. So weiß ich wenigstens, dass ich positiv gearbeitet hab. Ich hatte und habe zu den meisten im Verein einen guten Kontakt. Von meiner Seite aus gibt es da nichts nachzutragen.

Sport1.de: Diese Saison ist besonders wichtig, schließlich steht 2010 die WM in Südafrika an. Sind Sie dann dabei?

Marin: Natürlich ist das ein Ziel, auch wenn es noch ein weiter Weg bis dorthin ist. Ich will in der Saison meine Leistung bringen und mit Werder Erfolg haben. Dann hoffe ich, dass ich weiter dabei bin. Es liegt an mir.

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