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Marcell Jansen wechselte 2008 vom FC Bayern zum Hamburger SV © getty

Marcell Jansen spricht im Sport1.de-Interview über die Stärken von Neuzugang Ze Roberto und die Entwicklung des Hamburger SV.

Von Mathias Frohnapfel

München/Längenfeld - Pro Tag wird die Intensität erhöht.

Marcell Jansen(Spielerportrait) gefällt das, dieses Schwitzen im Training und bei den Testspielen. (Ein Erfolg für den Teamgeist)

Denn der HSV-Profi ist vor allem froh, anders als in den Vorjahren weitgehend verletzungsfrei durch die Saisonvorbereitung zu gehen - auch wenn er zuletzt wegen Sprunggelenksproblemen nicht im vollen Umfang trainieren konnte.

Im Sport1.de-Interview spricht der Nationalspieler über die Ziele mit Hamburg sowie die Größe des Kaders. Und der Defensivspieler verrät, dass er ein gewisses Kompliment nicht unbedingt hören muss.

Sport1.de: Herr Jansen, wie wichtig ist es für das Team sich wieder auf den Fußball konzentrieren zu können, nachdem ja nach dem Abschied von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer einige Unruhe in den Verein gekommen ist?

Marcell Jansen: Wir selbst waren ja im Urlaub. Aber natürlich war das nicht so alltäglich, was da passiert ist. Der Trainer geht von heute auf morgen, der Manager tritt ab. Aber das darf alles nicht zum Schaden der Mannschaft sein. Es geht um den Verein und die Stadt.

Sport1.de: Wie groß ist aus Ihrer Sicht der Umbruch, der jetzt dem HSV bevorsteht?

Jansen: Das muss man sehen. Ein Neuanfang wird auch immer an den Erfolgen gemessen. Wir haben bislang sehr gut gearbeitet, mit den Neuen Ze Roberto, Robert Tesche, Eljero Elia und Marcus Berg haben wir schon Potenzial da. Außerdem gibt es viele junge Spiele, vielleicht kommt ja auch noch der eine oder andere erfahrene dazu. Wir müssen es so machen wie schon in den letzten Jahren beim HSV. Das war eine gute Entwicklung. Wir haben, denke ich, vergangenes Jahr eine gute Saison gespielt. Da wollen wir weitermachen.

Sport1.de: Neuzugang Ze Roberto kennen Sie bereits aus Ihrer Zeit beim FC Bayern. Wird er der Mannschaft weiterhelfen?

Jansen: Auf jeden Fall. Er hat Ruhe am Ball, sehr viel Erfahrung, zudem viel Dynamik. Wir freuen uns auf ihn.

Sport1.de: Es muss Ihnen viel wert sein, die Vorbereitung komplett zu absolvieren, nachdem es ja im Vorjahr in der Hinrunde, inklusive der Verletzung, ein Tief gab.

Jansen: Natürlich war in den vergangenen Jahren die Belastung sehr hoch, ich bin sehr jung Nationalspieler geworden, habe auf dem höchstem Level gespielt. Dann kam die ein oder andere Verletzung. Jetzt bin ich froh, dass es im Winter in der Vorbereitung und bis jetzt so gut gelaufen ist. Das ist die Grundlage, dann kommt alles andere von allein.

Sport1.de: Der HSV hat in der Zeit Ihrer Verletzungspause nicht gedrängt, danach konnten Sie wieder in die Mannschaft finden. Ein Vertrauensbeweis?

Jansen: Ich bin hier auf sehr viel Verständnis, Unterstützung und Geduld gestoßen, wofür ich sehr dankbar bin. Aber auch als ich nicht fit war, habe ich meine Leistung gebracht, so dass es immer vom Willen und Einsatz okay war.

Sport1.de: Mit Blick auf die nächste Saison: Haben Sie da auch schon die Nationalelf und Südafrika im Kopf?

Jansen: Ich denke immer an die Nationalelf und die tagtägliche Arbeit im Verein. Ich versuche immer so gut wie möglich zu trainieren, so weit vorauszuschauen ist aber nicht meine Art. Was ist in einem Jahr? Da kann ich mich weiterentwickeln, noch so viel erleben, wenn ich das Glück habe mich nicht zu verletzen, so dass ich gestärkt in die Nationalelf gehe, das muss mein Ziel sein.

Sport1.de: Ist es auch das Ziel sich weiter im HSV-Team zu etablieren, sich in Richtung einer Leitfigur zu entwickeln?

Jansen: Das weiß ich nicht. Ich bin wie ich bin. Das ist nicht gespielt, sondern das ist der Marcell Jansen. Im Endeffekt muss ich erstmal alles für die Mannschaft geben. Ich brauch das nicht, dass einer sagt: Der ist Führungsspieler oder das oder das. Ich kann noch viel dazulernen, ich freu mich auf erfahrene Spieler zu treffen, aber auch meinen eigenen Weg zu gehen.

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