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Pavel Pogrebnjak absolvierte bisher zwölf Spiele für Russlands Nationalelf © getty

Der Star von St. Petersburg ist ein neuer Kandidat für den Stuttgarter Sturm. Horst Heldt warnt davor, die Nerven zu verlieren.

Von Mathias Frohnapfel

München - Aus der Stürmersuche droht beim VfB Stuttgart eine Art unendliche Geschichte zu werden.

Die Schwaben haben nun auch Interesse an Pavel Pogrebnjak.

Gespräche mit dem groß gewachsenen Torjäger von Zenit St. Petersburg laufen laut "Stuttgarter Zeitung" bereits.

Der 25-Jährige ist damit ein weiterer Kandidat für den VfB-Angriff.

Neben Vagner Love (ZSKA Moskau) wird auch Claudio Pizarro (Chelsea) gehandelt, der aber auch weiterhin von Werder Bremen umworben wird. (zum Artikel: Allofs plant mit Pizarro).

Verhandlungen scheiterten

Derweil bleibt auch Alvaro Negredo von Real Madrid eine Option in Stuttgart ("Bestie" neuer Favorit beim VfB). Doch der Spanier hat nun verlauten lassen, dass er sein Land eher nicht zu verlassen gedenkt.

Bis zum Wochenende soll eine Entscheidung fallen.

Dabei hätten Vagner Love und Pavel Pogrebnjak womöglich etwas bessere Chancen, da die Saison in Russland aktuell läuft.

Die Angreifer wären also für den wichtigen Termin der Champions-League-Qualifikation Mitte August sofort fit und einsatzbereit.

Heldt will "nicht die Nerven verlieren"

Angenehm ist die Situation für die VfB-Macher im Moment nicht.

Seit Wochen laufen sie einem Stürmer hinterher.

Doch alle erfolgversprechenden Verhandlungen wie mit Demba Ba (Hoffenheim) und Klaas-Jan Huntelaar (Real Madrid) scheiterten letztlich.

Mit jedem geplatzten Deal wächst der Druck auf Sportdirektor Horst Heldt. Die Anhänger wollen möglichst bald einen neuen Hochkaräter im VfB-Dress sehen.

"Es bringt doch nichts, jetzt die Nerven zu verlieren", sagte Heldt betont gelassen der "Stuttgarter Zeitung".

Denn: "Es ist einfach notwendig, die Stürmersuche mit Ruhe, Geduld und Sachlichkeit anzugehen. Alles andere ist nicht zielführend."

Und der Sportdirektor verteidigt die Strategie seines Klubs bei der Suche nach einem Nachfolger für den nach München abgewanderten Mario Gomez.

Mit Demba Ba sei bereits Einigung erzielt worden, "doch dann stellte sich heraus, dass Ba wohl erst Mitte September fit wird".

Und auch Huntelaar habe "persönlich zugesagt", ehe die Verhandlungen ins Stocken gerieten.

Berater: "Wir bekommen das hin"

Klar ist auch, dass die 30 Millionen Euro, die Stuttgart für Gomez erhielt, mittlerweile zum Fluch werden.

Seitdem dieser Wechsel bekannt war, erklärt Heldt, "sind die Preise gestiegen".

Womöglich kann der Klub jedoch schon bald einen Teil des eingenommenen Gelds wieder investieren.

Zumindest vom Brasilianer Vagner Love gibt es positive Signale. "Ich denke, wir bekommen das hin", sagte sein Berater Hendrik Hoppenworth.

Allerdings steht noch eine Einigung über die Ablöse aus. Angeblich fordern die Moskauer mindestens 20 Millionen.

Lyon mit im Rennen

Um Vagner Love buhlt auch Lyon, die Stuttgarter hätten jedoch die besseren Aussichten, wie es heißt.

"Die Karten liegen auf dem Tisch - und der VfB ist am Zug", meinte Hoppenworth.

Freuen können sich die VfB-Fans aber erst, wenn tatsächlich die Unterschrift unter dem Vertrag trocken ist.

Zumindest diese Gewissheit haben die Transfer-Poker der vergangenen Wochen gebracht.

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