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Kölns Neuzugang Maniche war in vier Jahren für sechs verschiedene Vereine aktiv © imago

Der neue FC-Star soll das kreative Loch im Mittelfeld schließen. Allerdings hat er noch ein paar Pfunde zuviel auf den Rippen.

Köln - An Selbstbewusstsein fehlt es dem neuen Star des 1. FC Köln (zur Vereinsseite) sicherlich nicht. Allerdings sieht man Maniche die Untätigkeit der letzten Monate noch an.

"Als ich in Köln ankam, hatte ich 2,5 Kilogramm zuviel drauf. Ich denke, es ist nicht außergewöhnlich, etwas mehr Gewicht zu haben zu diesem Zeitpunkt der Saison", sagte der 52-malige portugiesische Nationalspieler der "Bild am Sonntag".

Maniche besitzt durchaus einen Namen auf der internationalen Bühne.

Er war unter Jose Mourinho UEFA-Cup- und Champions-League-Sieger mit dem FC Porto (2003 und 2004), EM- und WM-Teilnehmer (2004 und 2006).

Bei Atletico suspendiert

Der 31-Jährige verfügt über die kreativen Fähigkeiten, die der FC im Mittelfeld dringend braucht.

Maniche ist aber auch ein Exzentiker, trägt Brillanten im Ohr, fährt Lamborghini und ist tätowiert. Er hat einen eigenen Kopf, Atletico Madrid suspendierte ihn im April aus disziplinarischen Gründen.

Seitdem war er beschäftigungslos. "Seit zehn Jahren steht im Internet, ich würde 69 Kilogramm wiegen. Das stimmt nicht. 73 Kilogramm ist mein Normalgewicht", erklärt Maniche.

Damit will er unterstreichen, dass fünf Pfund im Training schnell runter sind. Denn zum Bundesliga-Auftakt in Dortmund will er dabei sein.

Neuanfang beim FC

Sechs Vereine in vier Jahren sind eigentlich nicht eben eine Empfehlung, der FC Chelsea und Inter Mailand gehörten dazu.

Durchsetzen konnte er sich dort aber nicht. Erfolge hatte er mit strengen Trainern wie Mourinho oder Jupp Heynckes, der ihn 1999/2000 bei Benfica Lissabon in den Profikader beförderte. Maniche sucht nun beim FC einen Neuanfang.

"Der FC ist ein Klub mit einer großen Geschichte. Ich möchte dem 1. FC Köln helfen, weiter voranzukommen. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Spieler, der immer gewinnen will", meinte der Mittelfeldspieler.

Infos über Landsmann Petit

Nach der sportmedizinischen Untersuchung lief Maniche der wohl größten Figur in der Kölner Klubhistorie direkt in die Arme: 54er-Weltmeister Hans Schäfer begrüßte den Portugiesen.

Über den Klub hat sich Maniche zuvor bei seinem Landsmann Petit genauestens informiert.

"Michael Meier und Wolfgang Overath haben mich auch deshalb geholt, damit ich auch Verantwortung innerhalb der Mannschaft übernehme. Ich trage gerne Verantwortung. Auch die Identifikation mit dem Verein ist wichtig für mich. Ich bin gekommen, um Erfolg zu haben", sagt er.

Den hatte Maniche in den vergangenen Jahren eher nicht mehr.

Maniche als Familienmensch

Beim FC Chelsea und Inter Mailand kam er über sporadische Einsätze nicht hinaus. Seine erste Auslandsstation war Dynamo Moskau.

Die Sache war relativ schnell erledigt, nachdem ihm verboten wurde, der Geburt seines ersten Kindes beizuwohnen. Maniche ist vor allem Familienmensch, den Namen seiner Tochter Mathilde hat er auf den rechten Unterarm, den von Mariana auf den Unterschenkel tätowieren lassen.

Und auf dem Rücken liest man in Lettern Maniche - seinen Künstlernamen.

Vorlage war der Däne Michael Manniche, der in den 80er Jahren bei Benfica gespielt hatte. Mit bürgerlichem Namen heißt Maniche Nuno Ricardo de Oliveira Ribeiro.

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