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Nur zu gerne würde Klaus Allofs (r.) Claudio Pizarro nochmal als Neuzugang vorstellen © imago

Werder will den Peruaner verpflichten. Und der will auch zu Werder. Aber Pizarro spricht davon, bei Chelsea bleiben zu wollen.

Von Daniel Rathjen

München - Der Saisonstart steht dicht bevor.

Und wenn es nach Bremens Sportdirektor Klaus Allofs ginge, wäre Claudio Pizarro längst Bestandteil des neuen Werder-Teams.

Doch der Peruaner ist nicht da - auch nicht beim finalen Test gegen den FC Valencia in Meppen am Dienstagabend.

Es ist ebenfalls unwahrscheinlich, dass der Angreifer beim DFB-Pokal-Match bei Union Berlin am Sonntag aufläuft.

Denn die Transferverhandlungen mit dem FC Chelsea stocken.

Zuletzt tingelte "Pizza" mit dem Londoner Klub durch Amerika, absolvierte Testspiele gegen die Seattle Sounders, Inter und AC Mailand sowie den Club America aus Mexiko.

In den Planungen von Chelsea spielt Pizarro angesichts hochkarätiger Konkurrenz aber keine Rolle. In Bremen wird er als Torjäger benötigt.

Mittlerweile sind die Londoner von ihrem USA-Trip zurückgekehrt und können sich demnach wieder intensiv um die Personalie kümmern.

Feilschen um die Ablöse

Allofs wird noch versuchen, um die laut Gerüchten geforderte Ablöse von sechs Millionen Euro und das hohe Gehalt (rund vier Millionen Euro) zu feilschen.

"Finanziell können wir nicht alles mitmachen", stellt Allofs in der "Kreiszeitung Syke" klar.

Sehr schlecht wäre es aber, wenn nun ein anderer Verein in den Poker einstiege und Pizarro alles Verlangte bezahlen würde - wie beispielsweise der VfB Stuttgart.

Die Schwaben suchen händeringend nach einem Nachfolger für Mario Gomez, haben die Taschen voller Geld, doch handelten sie sich bislang Absagen um Absagen ein wie beispielsweise von Klaas-Jan Huntelaar.

Allofs dazu: "Dann kommt es auf Claudio an", sagt der 52-Jährige.

Oder mischt der AC Mailand mit? Laut "Corriere della Sera" sollen die Blues Pizarro in Italien angeboten haben, um an Milans Mittelfeldlenker Andrea Pirlo zu gelangen. Neben Pizarro sollen auch rund zehn Millionen Euro nach Mailand überwiesen werden.

Allofs wähnt sich in Sicherheit und plant weiter mit Pizarro, der in der vergangenen Saison für 17 Tore in 26 Spielen gut war.

Nur zu Werder?

Denn Pizarro, das verkündet Allofs fortwährend, habe ihm mehrfach versichert, dass er nur zu Werder wolle.

Dem Protagonisten sind momentan die Hände gebunden.

Solange sich die Vereine nicht einigen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als das zu sagen, was er in einem Interview mit "Sky Sports News" verlauten ließ:

"Ich habe bei Chelsea noch zwei Jahre Vertrag. Stand jetzt ist, dass ich hier bleibe und abwarte, was passiert."

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