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Viele Namen, wenig Zählbares: Markus Babbel und der VfB erleben schwierige Tage © imago

Der VfB-Coach schließt eine Rückkehr des Weißrussen nicht aus. Auch an einem türkischen Nationalspieler soll der VfB dran sein.

Von Christian Paschwitz

München/Stuttgart - Die fieberhafte Suche nach einem Stürmer-Nachfolger für Mario Gomez läuft noch immer auf Hochtouren:

Immerhin tut sich nun wohl aber generell mal was in der Offensive des VfB Stuttgart:

Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der weißrussiche Nationalspieler Alexander Hleb von Champions-League-Sieger FC Barcelona ausgeliehen.

Der Mittelfeld-Antreiber soll sich bereits zu einer sportärztlichen Untersuchung in Stuttgart befinden.

Die Unterschrift unter den Leihvertrag und eine offizielle Bestätigung des Geschäfts werden für Donnerstag erwartet.

Kein Dementi von Babbel

Die Klub-Führung wollte den bevorstehenden Transfer noch nicht bestätigen.

"Es ist noch nichts dingfest. Wir werden uns erst dann äußern, wenn derjenige, über den spekuliert wird, tatsächlich da ist", sagte Markus Babbel bei Sport1.de auf Nachfrage.

Der Trainer meinte allerdings auch: "Über die sportlichen Qualitäten eines Alexander Hleb müssen wir sicherlich nicht diskutieren. Wir haben ja schon vor Wochen und Monaten unser Interesse signalisiert."

So sieht es auch VfB-Präsident Erwin Staudt. "Alexander ist ein Spieler der das Publikum mitreißen kann. Für ihn würden wir an die finanzielle Schmerzgrenze gehen", sagte er.

Wechsel zu Inter gescheitert - zwei Angebote aus der Bundesliga

Hlebs Berater und Ex-VfB-Profi Maurizio Gaudino erklärte immerhin, dass der eigentlich als sicher geltende Wechsel seines Mandanten zu Inter Mailand nicht zustande komme.

Das bestätigte auch Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von Hlebs Beraterfirma. "Einen Wechsel zum VfB kann ich aber nicht bestätigen", sagte er Sport1.de.

"Wir haben zwei Angebote aus der Bundesliga vorliegen und wollen uns bis spätestens Ende der Woche entscheiden."

Nun darf spekuliert werden, ob neben den Stuttgartern auch der vor einigen Wochen an Hleb interessierte FC Bayern wieder im Spiel ist.

Italienische Medien berichten allerdings, dass für den 28-Jährigen nur die Rückkehr nach Stuttgart in Frage komme.

Grundstück in der Region

Hleb bestritt von 2000 bis 2005 137 Bundesliga-Spiele für den VfB (13 Tore).

Zusammen mit VfB-Torwart Jens Lehmann wechselte er anschließend nach Arsenal London - und von dort vor einem Jahr zu Barca, wo er sich indes nie dauerhaft durchsetzen konnte.

Richtig heimisch fühlte sich Hleb aber offenbar nur im Schwabenland: "Die Region ist meine zweite Heimat geworden", sagt er.

Und: Bereits vor einiger Zeit kaufte sich der Weißrusse ein Grundstück in Aspach nahe Stuttgart.

Spielt Hleb schon im DFB-Pokal?

Sollte Hleb tatsächlich noch in dieser Woche beim VfB anheuern, könnte er bereits am Samstag beim DFB-Pokal-Auftakt bei Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach auflaufen.

Neben Hleb hat Stuttgart angeblich auch noch einen weiteren in der Offensive flexibel einsetzbaren Akteur an der Angel.

Laut einem Bericht der "Daily Mail" sind die Schwaben bereit, den türkischen Nationalspieler Tuncay Sanli für 10,5 Millionen Euro vom englischen Erstliga-Absteiger FC Middlesbrough zu verpflichten.

An Tuncay sind auch Aston Villa, Tottenham Hotspur und der FC Everton interessiert - Stuttgart soll die Konkurrenten aber überboten haben.

Babbel wollte das gegenüber Sport1.de nicht kommentieren.

Love noch immer heißester Kandidat?

Genauso wenig, wie den Stand der Dinge bei der sich nun schon über fast zehn Wochen hinziehenden Suche nach einem Top-Stürmer, der den Gomez-Weggang zu den Bayern kompensieren soll.

Als heißester Kandidat gilt dabei allerdings nach wie vor Vagner Love von ZSKA Moskau. Positive Signale gibt es von dessen Berater Hendrik Hoppenworth: "Ich denke, wir bekommen das hin."

Knackpunkt bleibt die Ablösesumme wie auch Babbel bestätigte: Angeblich fordern die Moskauer mindestens 20 Millionen Euro.

Lyon mit im Rennen

Um Vagner Love buhlt auch Lyon, die Stuttgarter sollen jedoch die besseren Aussichten haben. "Die Karten liegen auf dem Tisch - und der VfB ist am Zug", meinte Hoppenworth.

Eine Option seit Anfang dieser Woche ist auch Pawel Pogrebnjak von Zenit St. Petersburg. Gespräche mit dem groß gewachsenen Torjäger von Zenit St. Petersburg laufen laut "Stuttgarter Zeitung" bereits.

Das Gleiche galt bis Dienstag für Alvaro Negredo von Real Madrid ("Bestie" neuer Favorit beim VfB). Der Spanier ließ nun jedoch verlauten lassen, dass er sein Land eher nicht zu verlassen gedenkt.

Ebenso als Kandidat gehandelt, aber eher unwahrscheinlich ist die Verpflichtung von Claudio Pizarro. Der Peruaner wird weiterhin von Werder Bremen umworben, kehrt möglicherweise aber zum FC Chelsea zurück. (zum Artikel: Allofs plant mit Pizarro).

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