vergrößernverkleinern
Gute Laune im Szene-Restaurant: Franck Ribery (M.), Luca Toni (r.) und Lothar Matthäus © getty

Der Franzose nutzt seine Freizeit zum Besuch eines Szene-Lokals, während Beckenbauer erneut Kritik am "Wechsel-Theater" übt.

Von Martin Volkmar

München - Am Dienstagabend ging Franck Ribery steil.

Allerdings nicht auf dem Platz, denn dort muss der Franzose aufgrund anhaltender Knieprobleme weiter pausieren.

Die freie Zeit nutzte der Mittelfeldstar des FC Bayern zu einem Abstecher ins Münchner Promi-Restaurant "H'ugo's".

Dort feierte Ribery gemeinsam mit dem ebenfalls verletzten Luca Toni und anderen Stammgästen wie Lothar Matthäus oder Giulia Siegel das zweijährige Bestehen des Szeneladens.

Beckenbauers harte Kritik

Die Bilder des rauschenden Sommerfestes dürften Franz Beckenbauer in seiner wenig positiven Einschätzung bestätigen.

Der Bayern-Präsident hatte am Wochenende harte Kritik an Riberys Wechselplänen zu Real Madrid geübt.

"Ribery ist nur zu Bayern gekommen, um sich einen Namen zu machen. Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht", hatte der "Kaiser" geschimpft. (zum Artikel: Beckenbauer rüffelt Ribery)

Diese Vorwürfe hatte der Vorstand mit Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner postwendend scharf zurückgewiesen.

"Unser Spieler Franck Ribéry hat sich stets professionell, korrekt und seriös verhalten", wurde per Pressemitteilung erklärt. (zum Artikel: Funkloch zwischen den Weltmeistern)

"Nicht förderlich"

Doch nun legt Beckenbauer in der "Sport Bild" nochmal nach.

"So ein Theater ist nie förderlich. Gerade dann nicht, wenn ein neuer Trainer kommt, der seine Mannschaft in Ruhe vorbereiten und nicht jeden Tag mit dem Thema Ribery konfrontiert werden will", sagte er.

Beckenbauer hält daher einen Verkauf des französischen Nationalspielers auch noch in der aktuellen Transferperiode weiterhin für möglich. "Wir wollen das haben, was der Markt hergibt", erklärte er.

"Und wenn ein Cristiano Ronaldo 94 Millionen Euro wert ist, dann ist Ribery ähnlich viel Geld wert, weil Ribery, Ronaldo, Messi und vielleicht noch Kaka die derzeit besten Spieler in Europa sind."

Und weiter: "Wenn das nicht geboten wird, bleibt er halt bei uns, dafür hat er ja Vertrag bis 2011."

Hitzfeld warnt van Gaal

In diesem Fall sieht Ottmar Hitzfeld allerdings viel Arbeit auf Louis van Gaal zukommen. "Er muss dafür sorgen, dass sich Ribery wohl fühlt", sagte der frühere Bayern-Erfolgscoach der "Sport Bild".

"Es ist jetzt sehr wichtig, dass Ribéry viel Vertrauen vom Trainer bekommt. Er ist ein Künstler und sehr sensibel."

Das hat van Gaal offenbar akzeptiert, jedenfalls äußerte er sich relativ positiv über seinen Spielmacher.

"Unser großer Star Franck Ribery fehlt noch, er ist verletzt, aber er trainiert sehr gut", sagte vor dem Auftakt des Audi Cups in München.

(Alle Informationen zum Audi Cup)

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel