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Alexander Hleb (M.) präsentiert mit Horst Heldt (l.) und Markus Babbel sein neues Trikot © getty

Die Schwaben leihen den Weißrussen vom FC Barcelona aus. Zuvor hatte Hleb Inter Mailand und angeblich auch dem FC Bayern abgesagt.

Von Christian Stüwe und Martin Volkmar

München/Stuttgart - Alexander Hleb kehrt zum VfB Stuttgart zurück.

Die Schwaben leihen den Weißrussen zunächst für ein Jahr vom FC Barcelona aus.

Damit bestätigte sich die Vorab-Meldung von Sport1.de.

"Ich habe mich für den VfB entschieden, da die Mannschaft über großes Potenzial verfügt und ich davon überzeugt bin, dass wir gemeinsam viel erreichen können", erklärte Hleb.

"Ich will maximale Ziele erreichen und Titel gewinnen."

Angeblich auch dem FC Bayern abgesagt

Die Verträge wurden am Donnerstagmorgen unterzeichnet, Hleb erhält die Rückennummer 23.

Zuvor hatte der Mittelfeldspieler Inter Mailand und einem weiteren Bundesligisten, angeblich dem FC Bayern München, abgesagt.

Der 28-Jährige spielte bereits von 2000 bis 2005 für Stuttgart, ehe er zu Arsenal London und von dort im vergangenen Jahr nach Barcelona wechselte.

In Stuttgart wird der Heimkehrer mit offenen Armen empfangen. "Wir haben Alex nach Hause geholt. Er gehört zur Kategorie Weltklasse und wird uns helfen, unsere Ziele zu erfüllen", freute sich Manager Horst Heldt.

Babbel: "Absoluter Wunschspieler"

Markus Babbel bezeichnete Hleb als seinen "absoluten Wunschspieler".

Schon am Mittwoch hatte der VfB-Trainer im Gespräch mit Sport1.de gesagt: "Über die sportlichen Qualitäten eines Alexander Hleb müssen wir sicherlich nicht diskutieren. Wir haben ja schon vor Wochen und Monaten unser Interesse signalisiert."

Auch VfB-Präsident Erwin Staudt zeigte sich bereits im Vorfeld der Verpflichtung von Hlebs Qualitäten angetan: "Alexander ist ein Spieler, der das Publikum mitreißen kann."

Grundstück in der Region

Die Schwaben zahlen angeblich eine Leihgebühr von zwei Millionen Euro und übernehmen den Großteils des Gehalts von rund vier Millionen Euro netto.

Für Hleb ist der Wechsel zum VfB aber vor allem eine Herzensangelegenheit. Der Kapitän der weißrussischen Nationalmannschaft bestritt von 2000 bis 2005 137 Bundesliga-Spiele für den VfB (13 Tore).

Danach wechselte er zu Arsenal London - und von dort vor einem Jahr zu Barca, wo er sich indes nicht durchsetzen konnte.

Richtig heimisch fühlte sich Hleb aber offenbar nur im Schwabenland: "Die Region ist meine zweite Heimat geworden", sagt er.

Bereits vor einiger Zeit kaufte sich der Weißrusse ein Grundstück in Aspach nahe Stuttgart.

Kein Einsatz im DFB-Pokal

Nun steht Hleb vor seinem Comeback beim Meister von 2007. Am Samstag im DFB-Pokal-Auftakt bei Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach wird er allerdings noch fehlen.

"Wir werden ihm die Zeit geben, bis er wieder 100 Prozent fit ist", erklärte Babbel. "Für Alexander ist es ein Schritt vorwärts, weil er endlich wieder zeigen darf, was er kann."

Nach der Verpflichtung Hlebs soll Stuttgart angeblich auch noch einen weiteren in der Offensive flexibel einsetzbaren Akteur an der Angel haben.

Pogrebnjak Favorit als Gomez-Nachfolger

In Kürze will der VfB auch endlich den Nachfolger von Mario Gomez gefunden haben. Favorit ist Pawel Pogrebnjak von Zenit St. Petersburg, der wohl rund zehn Millionen Euro kosten würde.

"In zwei Tagen fällt eine Entscheidung", sagte der Russe, der auch Angebote aus England vorliegen hat, dem "kicker".

Weiterer Kandidat ist der türkische Nationalspieler Tuncay Sanli, der für eine Ablöse von 10,5 Millionen Euro vom englischen Erstliga-Absteiger FC Middlesbrough kommen könnte.

An Tuncay sind auch Aston Villa, Tottenham Hotspur und der FC Everton interessiert. Babbel wollte das gegenüber Sport1.de nicht kommentieren.

Als heißester Kandidat gilt dabei allerdings nach wie vor . Positive Signale gibt es bei Vagner Love von ZSKA Moskauvon. "Ich denke, wir bekommen das hin", sagte dessen Berater Hendrik Hoppenworth.

Alletrdings fordern die Moskauer für den Brasilianer angeblich mindestens 20 Millionen Euro.

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