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Der FC Bayern war Jürgen Klinsmanns (r.) erste Station in der Bundesliga © getty

Der FC Bayern soll eine sehr hohe Millionensumme für "König Franck" gefordert haben. Das Thema Klinsmann ist endgültig erledigt.

Von Daniel Rathjen

München - Es war das Thema schlechthin in der Sommerpause.

Wechselt Franck Ribery vom FC Bayern zu Real Madrid?

Die Antwort ist mittlerweile klar: Der Franzose mit Vertrag bis 2011 muss in München bleiben.

Beim "Audi Cup"-Finale gegen Manchester United (ab 20.30 Uhr LIVE) fehlt er allerdings verletzungsbedingt.

Real soll 80 Millionen geboten haben

Dabei waren die Spanier offenbar bereit, 80 Millionen Euro für den Superstar zu bezahlen.

Eine entsprechende Summe habe Real Madrid laut der französischen Sportzeitung "L'Equipe" vor etwa drei Wochen geboten.

Doch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge habe die Riesensumme ausgeschlagen

Manager Uli Hoeneß verriet jetzt sogar, dass Bayern eine dreistellige Millionensumme für den französischen Mittelfeldregisseur von den "Königlichen" gefordert habe (Vereinsseite: Alle Infos zum FC Bayern).

"Dann bleibt er"

Das sind also mindestens 100 Millionen Euro. Da habe wiederum Real abgewinkt. "Also haben wir gesagt: Dann bleibt er", so Hoeneß in der "Abendzeitung".

Zuletzt hatte Präsident Franz Beckenbauer die Spekulationen um Ribery, der momentan Knieprobleme auskuriert, erneut angeheizt, indem er sich auf eine Diskussion über den Preis für den Franzosen einließ.

"Wir wollen das haben, was der Markt hergibt. Und wenn ein Cristiano Ronaldo 94 Millionen Euro wert ist, dann ist Ribery ähnlich viel Geld wert, weil Ribery, Ronaldo, Messi und vielleicht noch Kaka die derzeit besten Spieler in Europa sind."

Kahn kritisiert Ribery: "Divenhaft"

Kritik für das ganze Theater gab es indes von Ex-Keeper Oliver Kahn, der Schlimmes befürchtet.

So etwas sei nie förderlich für eine Mannschaft, gerade wenn ein neuer Trainer komme, sagte er im "ZDF".

Kahn weiter: "Er benimmt sich divenhaft. Auch die Fans mögen nicht, wenn Zweifel an der Identifikation eines Spielers mit dem Verein aufkommen. Er sah sich schon bei Real, kommt jetzt im Rückwärtsgang an und alle müssen sich wieder lieb haben."

Klinsmann ist Geschichte

Apropos lieb haben. Eine innige Beziehung wird es zwischen den Bayern und Jürgen Klinsmann wohl nie mehr geben.

Doch immerhin haben sich die Verantwortlichen nun mit dem gefeuerten Trainer einvernehmlich auf eine Abfindung geeinigt - pünktlich zu dessen 45. Geburtstag am 30. Juli.

Damit ist der bis zum 30. Juni 2010 laufende Anstellungsvertrag mit sofortiger Wirkung beendet.

Über die Inhalte der Auflösungsvereinbarungen wurde laut Pressemitteilung des Vereins Stillschweigen vereinbart.

Klinsmann war Ende April bei den Bayern entlassen worden. Er soll pro Jahr eine Summe von knapp unter fünf Millionen Euro kassiert haben.

Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte erklärt, dass man auf eine billigere Abfindungs-Lösung hoffe, wenn Klinsmann einen neuen Klub finde. Danach sieht er momentan aber nicht aus.

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