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Ionnis Amanatidis war seit zwei Jahren Kapitän bei Eintracht Frankfurt © imago

Bundesliga-Splitter: Es herrscht Ärger bei der Eintracht, weil der Coach den Kapitän absetzt. Rangnick will sich nicht binden.

München - Ob sich Michael Skibbe damit einen Gefallen getan hat?

Stürmer Ioannis Amanatidis hat sich nach seiner Absetzung als Kapitän von Eintracht Frankfurt jedenfalls tief verstimmt gezeigt.

Er droht sogar mit Konsequenzen: "Diese Entscheidung war eine Überraschung für mich, vielleicht gibt es bald noch eine. Das ist eine Riesenenttäuschung", sagte der 27-jährige der "Frankfurter Rundschau"

Für ihn änderten sich jetzt einige Dinge. Er sei ja nicht mehr 20 Jahre alt, merkte er an

Am Mittwoch hatte Frankfurts neuer Trainer Skibbe bekannt gegeben, dass der Schweizer Nationalspieler Christoph Spycher den Griechen Amanatidis als Spielführer der Hessen ablösen wird.

Amanatidis, der das Amt zuvor zwei Jahre inne hatte, wurde zusammen mit dem Brasilianer Chris zum "Co-Kapitän" bestimmt.

Skibbe begründete seine Entscheidung damit, dass Verteidiger seltener ausgewechselt würden als Angreifer.

"Ich habe mit Offensivspielern weniger gute Erfahrungen gemacht, sowohl bei der Nationalmannschaft mit Oliver Bierhoff als auch bei Galatasaray Istanbul. Offensivspieler werden während eines Spiels eher mal ausgewechselt", meinte der Eintracht-Coach im "hr-Info-Radio".

Skibbe verteidigt sich

"Es ist überhaupt nichts gegen Ioannis gewesen, sondern immer nur eine Entscheidung für eine Mannschaft."

Amanatidis kann die Argumentation Skibbes nicht ganz nachvollziehen. Zumal ihn Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen mehrfach als "Vorzeigespieler" tituliert hatte.

"Bruchhagen hat immer gesagt: Wenn man an Eintracht Frankfurt denkt, denkt man an Amanatidis", sagt der Angreifer.

Sport1.de hat weitere News aus der Bundesliga zusammengefasst.

Hertha bangt um Cicero

Der Brasilianer laboriert an einer Prellung am rechten Knie. Sein Einsatz beim Erstrunden-Spiel des DFB-Pokals am Samstag bei Preußen Münster (Alle Spiele im Überblick) ist gefährdet.

Am Donnerstag konnte er nicht mit der Mannschaft trainieren. Er erlitt seine Verletzung im Training bei einem Zweikampf. Eine Untersuchung ergab, dass weder Bänder noch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen sind.

Entwarnung bei Bance

Entwarnung bei Aristide Bance vom FSV Mainz 05: Der an Malaria erkrankte Stürmer aus Burkina Faso konnte das Krankenhaus am Donnerstag nach zweitägiger Behandlung wieder verlassen.

Anfang nächster Woche kann der 24-jährige Bance voraussichtlich mit leichtem Training beginnen, wenige Tage später soll er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Bance fehlt den Mainzern damit definitiv im Pokalspiel am Freitag beim Regionalligisten VfB Lübeck (20.30 Uhr).

Für das erste Punktspiel des Aufsteigers am 8. August gegen Bayer Leverkusen könnte der Angreifer aber wieder zur Verfügung stehen.

Gladbach ohne Sextett nach Frankfurt

Borussia Mönchengladbach muss in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Zweitligist FSV Frankfurt ohne sechs Spieler auskommen.

Trainer Michael Frontzeck schmerzt vor allem der Ausfall der vier Stammspieler Rob Friend, Logan Bailly und Filip Daems (alle verletzt) sowie Marcel Meeuwis (gesperrt).

"Das sind schon vier Spieler, die ich gern in meiner Startelf für Samstag gehabt hätte", sagte der neue Coach, der außerdem auf die verletzten Gal Alberman und Jan-Ingwer Callsen-Bracker verzichten muss.

Rangnick: Vertragsverlängerung kein Thema

Für den Trainer von 1899 Hoffenheim ist eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2011 laufenden Vertrages derzeit kein Thema.

Mäzen Dietmar Hopp hatte sich jüngst für einen langfristigen Verbleib des Erfolgscoaches ausgesprochen.

"Mein Vertrag läuft noch zwei Jahre. Das ist in der Bundesliga eine lange Zeit. Ich weiß dieses Angebot natürlich sehr zu schätzen. Momentan sind andere Dinge aber wichtiger", erklärte Rangnick im "Mannheimer Morgen".

Westermann fürchtet Nachteile

Heiko Westermann befürchtet durch seinen Einsatz im defensiven Mittelfeld bei Schalke 04 Nachteile im Kampf um einen Platz in der Nationalmannschaft.

"Natürlich ist es mein Nachteil im Nationalteam, wenn ich im Verein auf einer anderen Position spiele. Das ist ganz logisch und war vergangene Saison schon so", sagte der gelernte Innenverteidiger, der im Klub derzeit den verletzten Jermaine Jones (Haarriss im Schienbein) vertritt, dem "kicker".

Leverkusens Vidal zu krankem Sohn nach Chile

Mittelfeldspieler Arturo Vidal von Bayer Leverkusen ist am Donnerstagvormittag zu seinem erkrankten Sohn nach Chile geflogen.

Cheftrainer Jupp Heynckes stellte den 22 Jahre alten Südamerikaner frei, um sich in der Heimat um seinen zwei Monate altes Kind Arturo Alonso zu kümmern.

"Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit, Arturo gehört jetzt zu seinem Kind und erhält von uns jedwede Unterstützung", sagte Heynckes.

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