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Seit Juli 2007 steht Franck Ribery bei den Bayern unter Vertrag © imago

Die Bayern können für das Spiel in Köln nicht mit Franck Ribery planen. Der französische Nationalspieler braucht noch Zeit.

Von Mathias Frohnapfel

München - Franck Ribery hofft auf ein baldiges Comeback beim FC Bayern.

Allerdings wird der Franzose dem deutschen Rekordmeister im Auswärtsspiel am Samstag (ab 15.30 Uhr LIVE) beim 1. FC Köln noch nicht zur Verfügung stehen.

Das Aufeinander-Treffen des FCB gegen den Ex-Klub von Lukas Podolski wird dadurch aber nicht weniger brisant.

Daum stichelt gegen meckernde Bayern

Kölns Coach Christoph Daum stichelt schon mal gegen Bayern. Hintergrund: Das 0:0 im Testspiel im Sommer, mitsamt der auf Absicherung bedachten Spielweise des Bundesliga-Aufsteigers, hatte den Münchnern nicht gepasst.

"Das Beste ist immer, wenn die Bayern was zu meckern haben", sagte Daum der "Bild".

Seine Mannschaft werde jedenfalls alles dran setzen, um am Samstag "über sich hinauszuwachsen".

Ribery nocht nicht bei 100 Prozent

Ribery darf bei diesem Kräftemessen nur zuschauen. "Ich hätte natürlich Lust mitzuspielen, aber ich brauche noch ungefähr zwei Wochen, um bei 100 Prozent zu sein", sagte der Mittelfeldspieler.

Exakt zwölf Wochen nach seinem Syndesmosebandriss hatte Ribery am Dienstag erstmals in vollem Umfang wieder am Mannschaftstraining teilgenommen.

Erster Einsatz unter Klinsmann

Beim 1:2 im Test gegen Bayern II aus der 3. Liga am Nachmittag war der 25-Jährige zudem zu seinen ersten Einsatz unter Trainer Jürgen Klinsmann gekommen.

Dabei erzielte der französische Nationalspieler den einzigen Treffer für das wegen der Länderspiel-Abstellungen dezimierte Bundesliga-Team.

"Das tut mir gut"

"Ich bin sehr froh, dass ich wieder zusammen mit der Mannschaft auf dem Platz stehe. Das tut mir gut, nachdem ich jetzt fünf, sechs Wochen lang allein mit unseren Physiotherapeuten gearbeitet habe", erklärte Ribery.

Er hofft, schon beim Champions-League-Auftakt am kommenden Mittwoch in Bukarest "zumindest zum Kader zu gehören".

Ribery hatte sich bei der EM in Österreich und der Schweiz im letzten Gruppenspiel gegen Italien (0:2) seine Verletzung im linken Sprunggelenk zugezogen und war seither zweimal operiert worden. Am vergangenen Donnerstag hatte der Mittelfeldspieler erstmals wieder leicht mit der Mannschaft trainiert.

Trainer leidet

Auch der Trainer des Ballzauberers, Jürgen Klinsmann, ist im Moment lädiert. "Klinsi" leidet an Rückenschmerzen, die selbst die geschickten Hände der Bayern-Physiotherapeuten noch nicht kurieren konnten. Zur Abschiedsparty von Oliver Kahn ließ er sich vor Wochenfrist extra einen Stehtisch bringen.

Und im jüngsten Plausch mit Reportern erklärte der 44-Jährige auch, dass die Schmerzen ins Bein ausstrahlen, wenn er längere Zeit sitze.

Der "Kaiser" rüffelt die Abwehr

Schmerzen dürften indes Klinsmann auch die wiederholte Kritik von Franz Beckenbauer am bayerischen Abwehrverband bereiten. Der "Kaiser" mäkelt in der "Sport-Bild", dass die Roten bedenklich wackeln würden, wenn mal Abwehrchef Martin Demichelis fehle.

Die gehäuften Defensiv-Schnitzer der vergangenen Jahre tun dem FCB-Präsident weh. Bestes Beispiel seien die Gegentreffer in der Champios League. Zum wiederholten Mal predigt die Fußball-Eminenz daher: "Du musst einfach näher am Mann sein. Das ist seit Jahren ein Fehler unserer Abwehr."

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