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Horst Heldt beendete im Januar 2006 seine Profikarriere und wurde nahtlos Sportdirektor des VfB © getty

Im DSF-Doppelpass spricht VfB-Manager Horst Heldt über die Neuzugänge, die Ersatz-Suche für Mario Gomez und seine Saisonziele.

München - Nach den Verpflichtungen von Alexander Hleb und Pavel Pogebnjak, der am Sonntag den Medizin-Check bestand und anschließend einen Dreijahresvertrag beim VfB Stuttgart unterschrieb, staunt die Bundesliga über Manager Horst Heldt.

Der Ausstieg der Schwaben aus dem Tauziehen um Klaas-Jan Huntelaar mit Real Madrid hat ihnen viel Anerkennung eingebracht.

Insider wie Günter Netzer sind voll des Lobes über Heldts umsichtigen Umgang mit den Millionen aus dem Transfer von Mario Gomez zum FC Bayern.

Pikant: Vom Wechsel seines Top-Stürmers zum Rekordmeister haber er, so Heldt, erst durch die Ankündigung von Uli Hoeneß in einem DSF-Doppelpass zum Ende der abgelaufenen Saison erfahren.

Im DSF-Doppelpass spricht der 39-Jährige über die Neuzugänge Hleb und Pogrebnjak, die schwierige Ersatz-Suche für Mario Gomez, das Hick-Hack um Huntelaar und die Saisonziele des VfB.

Horst Heldt im DSF-Doppelpass...

...zur Ausleihe von Alexander Hleb vom FC Barcelona:

"Das ist auch ein gutes Zeichen für die Bundesliga. Wir sind mittlerweile in der Lage, englische oder italienische Vereine auszustechen. Das zeigt, dass wir Qualität in der Liga haben und die Bundesliga interessant ist.

Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, Alex zumindest für ein Jahr auszuleihen. Kaufoption hin oder her - das ist völlig nebensächlich.

Wir werden es ihm so schmackhaft machen, dass er hoffentlich im nächsten Jahr den Gang nach Barcelona macht und sagt, dass er gerne in Stuttgart bleiben möchte. Das wird jetzt unsere Aufgabe sein."

?über Neuzugang Pavel Pogrebnjak von Zenit St. Petersburg:

"Er passt genau in das Profil, das wir letztendlich suchen. Mario Gomez war natürlich ein großer und dynamischer Spieler. Deswegen war es für uns wichtig, dass wir einen ähnlichen Spieler bekommen.

Wir machen keine verrückten Sachen. Der Spieler hatte noch sechs Monate Vertrag bei Zenit St. Petersburg. Da sind 10 Millionen Euro Ablöse definitiv zu viel. Wir haben uns mit Zenit auf einem guten Weg geeinigt und die Ablösesumme liegt bei ungefähr fünf Millionen Euro. (Pogrebnjak-Wechsel nach Stuttgart perfekt)

Wir sind froh, dass wir Pavel bekommen haben. Er ist recht spät auf den Markt gekommen, aber dann haben wir auch sofort zugeschlagen."

?über die schwierige Suche nach einem Ersatz für Mario Gomez:

"Wir haben ja bereits vor über einem Jahr damit begonnen, uns Gedanken darüber zu machen, was passiert, wenn Mario Gomez uns verlassen wird. Wir hatten eine endlose Liste von Stürmern, mit denen wir in Kontakt getreten sind.

Uli Hoeneß hat im DSF-Doppelpass nach dem letzten Spieltag der vergangenen Saison verkündet, dass die Bayern Mario Gomez nehmen werden ? da habe ich es dann auch erst erfahren.

Pavel Pogrebnjak wollte unbedingt das Land verlassen und in einer anderen europäischen Liga spielen. Zenit hat erst vor Kurzem eingesehen, dass es keine Chance gibt, den Spieler über seine Vertragslaufzeit hinaus zu halten."

?über den geplatzten Transfer von Real Madrid-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar:

"Wir hatten uns recht früh mit Real Madrid über die Ablöse-Modalitäten geeinigt und dem Spieler ein sehr gutes Angebot gemacht. Der Spieler ist vor sechs Monaten zu Real Madrid gewechselt, die damals über 27 Millionen Euro für ihn bezahlt haben und ihm nun nach sechs Monaten sagen, dass er keine Zukunft mehr bei Real hat.

Die beiden Parteien haben sich also nicht mehr sehr gut verstanden und der Spieler wollte eine hohe Abfindung von Real Madrid. Darauf konnte man sich nicht einigen und dieses Theater wollten wir am Ende nicht mitmachen.

Er hatte unserem Trainer Markus Babbel am Telefon bereits eine Zusage gegeben. Danach haben wir versucht mit zu agieren, so dass Huntelaar und Real Madrid sich einigen. Dies haben sie nicht getan. Damit war das Thema für uns erledigt."

?über die Saisonziele des VfB Stuttgart:

"Wir wollen natürlich wieder oben rein. Kurzfristig wollen wir die Champions League erreichen und uns mit der Spitze Europas messen."

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