vergrößernverkleinern
Fünf Trainer, eine Aufgabe: Der Klassenerhalt soll es sein © SPORT1

Am Freitag hat das Warten ein Ende: Endlich beginnt die neue Saison. Teil 1 des Sport1.de-Formchecks: Die Abstiegskandidaten.

Von Martin Volkmar

München - Mit hohen Erwartungen gehen alle Bundesligisten in die neue Spielzeit. Doch auch diesmal werden zwei Teams wieder den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten müssen.

Eine Mannschaft kann immerhin noch über die Relegation im Nachsitzen die Rettung schaffen.

Bei einigen Klubs läuten schon jetzt die Alarmglocken, vor allem bei Hannover 96 und Mainz 05 nach ihren Pokal-Blamagen gegen die Viertligisten Trier und Lübeck.

Sport1.de nennt im ersten Teil des Formchecks die Klubs, die nach Ansicht der Redaktion den Abstieg unter sich ausmachen werden.

(Gleich zum zweiten Teil der Analyse)

Zudem gibt Huub Stevens seine Prognose. Der Ex-Coach von Schalke, Hertha BSC, Köln und HSV wird ab dieser Saison als neuer Sport1.de-Kolumnist die Bundesliga begleiten.

Mainz 05:

Beim selbst ernannten Karnevalsverein herrscht schon vor dem Start Katerstimmung.

Nach der Pleite im Pokal (zum Artikel) zog die Vereinsführung die Reißleine und feuerte noch vor dem Auftakt wegen unüberbrückbarer Differenzen Aufstiegs-Trainer Jörn Andersen - Negativ-Rekord in der Bundesliga-Geschichte.

Die angesichts der beschränkten Mittel ohnehin schwierige Mission Klassenerhalt soll nun mit minimaler Einarbeitungszeit "Nobody" Thomas Tuchel schaffen, bisher Coach der U 19.

"Ich lebe meinen Traum", sagte der 35 Jahre alte frühere Zweitliga-Profi bei seiner Präsentation. Doch der könnte bei einem Fehlstart sehr schnell zum Albtraum werden.

1. FC Nürnberg:

Beim Club baut man nach der überragenden Rückrunde auf das Aufstiegsteam.

Lediglich für den norwegischen Youngster Havard Nordtvelt vom FC Arsenal wurde eine Leihgebühr von rund 150.000 Euro bezahlt. Bekannteste Zugänge sind der ablösefrei gekommene Ex-Kölner Thomas Broich und Angelos Charisteas, der zuletzt an Leverkusen ausgeliehen war.

"Wir vertrauen unserem Team, auch den jungen Leuten", erklärt Sportdirektor Martin Bader, der sich durch das souveräne 3:0 im Pokal in Dresden bestätigt fühlen darf.

Die Achse des Teams mit Torwart Raphael Schäfer, dem wiedergenesenen Kapitän Andreas Wolf, Mittelfeldmotor Peer Kluge und Torjäger Marek Mintal hat seine Bundesliga-Tauglichkeit im Erfolgs-Jahr 2008 und auch davor schon unter Beweis gestellt.

Da die zahlreichen Talente noch viel Luft nach oben haben, begegnet der Club den Rivalen im Tabellenkeller zumindest auf Augenhöhe. Dennoch sagte Wolf Sport1.de: "Wir werden zu allererst gegen den Abstieg spielen."

SC Freiburg:

Der Abschied von Volker Finke nach 16 Jahren beim Sportclub bedeutete nicht das Ende der "Breisgau-Brasilianer", sondern eine Renaissance:

Unter Nachfolger Robin Dutt gelang nach vier Jahren souverän die Rückkehr ins Oberhaus. Ob es dort auch reichen wird, daran haben nicht nur wegen des mühsamen Pokalerfolgs gegen Viertligist Elversberg selbst die Verantwortlichen Zweifel.

"Wenn es optimal läuft, bleiben wir in der Liga", meinte Präsident Achim Stocker. "Etwas anderes zu erwarten, wäre vermessen."

Die größten Probleme dürften die Badener in der Defensive haben: Bei Torhüter Simon Pouplin zweifeln zahlreiche Experten die Erstliga-Tauglichkeit an, Innenverteidiger Ömer Toprak fällt nach einem Kart-Unfall auf unbestimmte Zeit aus, die angedachte Verpflichtung von Digao, dem Bruder von Kaka, scheiterte auch aus finanziellen Gründen.

Stärker als zu Finkes Zeiten ist Freiburg dagegen in der Offensive aufgestellt: Neben den im Vorjahr erfolgreichen Mohammadou Idrissou, Tommy Bechmann und Jonathan Jäger wurden noch Zweitliga-Torschützenkönig Cedrick Makiadi und Stefan Reisinger verpflichtet.

>> ? Hier geht's zur Fortsetzung des Formchecks

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel