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Ralf Rangnick übernahm Hoffenheim im Sommer 2006 in der Dritten Liga © getty

Bereits in der Dritten Liga sicherte sich der Hoffenheim-Trainer für den Fall des Titelgewinns ab. Misimovic verlängert in Wolfsburg.

München - Trainer Ralf Rangnick von 1899 Hoffenheim hält den Titelgewinn seines Teams offenbar für möglich:

Der 51-Jährige hat seit längerem eine Meisterprämie in seinem Kontrakt verankert.

"Ich habe meinen Vertrag im Sommer 2006 unterschrieben - also zu Beginn einer Drittliga-Saison. Da haben wir alle Dinge festgehalten, die theoretisch irgendwann einmal eintreten können. Dazu gehörte auch der theoretische Fall, dass Hoffenheim Meister wird", sagte Rangnick der "Sport Bild".

Man sei das Ganze eben wie einen Marathonlauf angegangen. Allerdings sei ihm bewusst, dass es "einen langen Atem braucht, um Ziele zu erreichen", äußerte Rangnick weiter.

Außenseiter gegen FCB

Beim Bundesliga-Auftakt der Kraichgauer am Samstag gegen den Rekordmeister Bayern München (ab 18 Uhr LIVE ) sieht der Coach seine Elf eher als Außenseiter.

"Wir sind erst bei 70 Prozent unseres Leistungsvermögens. Das reicht definitiv noch nicht für die Bayern", betonte Rangnick und relativierte die Erwartungshaltung beim letztjährigen Herbstmeister: "Es gibt sicherlich keinen Grund, in Euphorie auszubrechen."

Carlos Eduardo in der Pflicht

Besonders in die Pflicht nimmt Rangnick den brasilianischen Mittelfeldspieler Carlos Eduardo, dem er das Trikot mit der Rückennummer 10 zuteilte.

Aus zwei Gründen: Ansporn und Verpflichtung. "Und ich habe gesagt, wenn du sie trägst, verhalte dich entsprechend. Vor allem muss er schlauer und abgeklärter reagieren, wenn er provoziert wird", meinte der Hoffenheimer Coach.

Carlos Eduardo, der in der vergangenen Saison wegen einer Keilerei mit dem Ex-Hamburger Ivica Olic und einem Ellbogenschlag gegen Bochums Philipp Bönig mehrere Wochen gesperrt war, hatte jüngst seinen Vertrag in Hoffenheim bis 2013 verlängert.

Sport1.de hat weitere News aus der Bundesliga zusammengefasst.

Wolfsburg verlängert mit Misimovic bis 2013

Der VfL Wolfsburg hat den Vertrag mit Spielmacher Zvjezdan Misimovic um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2013 verlängert.

Der 27 Jahre alte bosnische Nationalspieler kam 2008 vom 1. FC Nürnberg zu den Niedersachsen.

"Zvjezdan Misimovic ist nicht zuletzt aufgrund seines Spielwitzes ein Eckpfeiler unserer Mannschaft. Des Weiteren ist er einer der besten Vorbereiter der Bundesliga. Wir sind sehr froh darüber, dass wir den Vertrag mit ihm um ein weiteres Jahr verlängern konnten und ihn somit noch längerfristiger an den VfL Wolfsburg gebunden haben", sagte VfL-Coach Armin Veh.

"Wir haben eine sehr gute Mannschaft, die sich sicherlich noch weiterentwickeln wird. Ich fühle mich sehr wohl beim VfL und möchte auch in der Zukunft dazu beitragen, dass sich der Verein weiter in Spitze etabliert", so Misimovic.

Mainz will Polanski kaufen

Der FSV Mainz 05 will den derzeit ausgeliehenen Mittelfeldspieler Eugen Polanski nun durch einen Kauf an sich binden.

Der Aufsteiger hatte Polanski im Juni vom spanischen Erstligisten FC Getafe ausgeliehen. "Wir haben ein Modell gefunden, mit dem beide Seiten leben können", sagte FSV-Manager Christian Heidel.

Die Ablösesumme soll rund 400.000 Euro betragen, wobei Getafe bei einem Weiterverkauf ebenfalls beteiligt würde.

Schalke ohne Pander und Sanchez in Nürnberg

Schalke 04 muss zum Saisonauftakt beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg auf Christian Pander und Vicente Sanchez verzichten.

Linksverteidiger Pander zog sich gleich bei seiner Rückkehr ins Schalker Mannschaftstraining eine erneute Verletzung an seinem mehrfach operierten linken Knie zu.

"Wir müssen die genau Diagnose noch abwarten, aber es kann sein, dass ein Band bei einem Schussversuch wieder in Mitleidenschaft gezogen wurde", sagte Trainer Felix Magath.

Stürmer Sanchez erlitt einen Innenbandanriss im Knie und fällt zwei bis vier Wochen aus.

Jefferson Farfan, der am vergangenen Samstag beim 4:0-Pokalsieg der Königsblauen gegen den NRW-Ligisten Germania Windeck wegen einer Grippe nicht zum Einsatz kam, steht Magath hingegen wieder zur Verfügung.

Kind gibt Hecking Rückendeckung

Trotz der peinlichen Niederlage gegen Eintracht Trier im DFB-Pokal ist eine Entlassung von Trainer Dieter Hecking bei Hannover 96 offenbar kein Thema. "Das kommt bei uns nicht in Frage", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Kind der "Bild".

Hecking sei der richtige Trainer für den Klub. Über die Pleite in Trier zeigte sich Kind dennoch erbost. "Die Arbeit von Jahren wird in Frage gestellt, die Marke 96 national beschädigt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende: "Wir müssen eine deutliche Sprache finden. Die Spieler bekommen ein professionelles Gehalt, wir erwarten professionelle Arbeit."

Staatsanwalt ermittelt gegen Bance

Die Mainzer Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen gegen Stürmer Aristide Bance aufgenommen. "Ja, das kann ich bestätigen. Es geht um ein Körperverletzungsdelikt, Streitereien waren vorausgegangen", sagte ein Polizeisprecher.

Offenbar war es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Bance und einer Frau am Trainingsgelände des Aufsteigers gekommen. Bance soll die Frau geschlagen haben. Hierfür soll es mehrere Zeugen geben.

"Gewalttätigkeiten können wir auf keinen Fall tolerieren. Wir müssen die Sache jetzt erst mal bei der Polizei hinterfragen und mit Bance selber sprechen, ehe wir uns dazu äußern", sagte Manager Christian Heidel der "Bild".

Werder bangt um Naldo und Boenisch

Werder Bremen bangt vor dem Saisonstart gegen Eintracht Frankfurt am Samstag um den Einsatz der Verteidiger Naldo und Sebastian Boenisch. Der brasilianische Innenverteidiger zog sich im Training eine Sehnenzerrung im linken Oberschenkel zu.

U-21-Europameister Boenisch kann wegen Rückenbeschwerden zurzeit nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.

Dortmund vermeldet Dauerkartenrekord

Borussia Dortmund hat im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Traditionsklubs mit 50.675 einen Dauerkartenrekord aufgestellt.

Damit wurde der bisherige Bestmarke des BVB aus dem Jahr 2007 (50.549), als jeder Dauerkartenkäufer vom Hauptsponsor Evonik ein Trikot als Zugabe erhalten hatte, noch einmal überboten.

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