vergrößernverkleinern
In welche Richtung geht es in der Tabelle für Köln, Gladbach und Co.? © getty

Am Freitag hat das Warten ein Ende: Endlich beginnt die neue Saison. Teil 2 des Sport1.de-Formchecks: Die Klubs fürs Mittelfeld.

Von Jessica Pulter und Christian Stüwe

München - Internationales Geschäft oder Abstiegskampf: Auch in dieser Saison wird es für ein paar Klubs nur darum gehen, sich Platz neun und somit den letzten Platz in der oberen Tabellenhälfte zu sichern.

Insbesondere die vielen Wechsel auf der Trainer- oder Spielerbank werden es Mannschaften wie Leverkusen, Köln oder Hertha schwer machen, ein höheres Ziel zu erreichen.

Doch zumindest der Klassenerhalt (die Abstiegskandidaten) sollte für diese fünf Teams kein Problem sein.

Sport1.de nennt im zweiten Teil des Formchecks die Klubs, die nach Ansicht der Redaktion nur im Mittelfeld der Liga landen werden. (Gleich zum zweiten Teil der Mittelfeld-Analyse mit Hertha und Gladbach)

Auch Huub Stevens gibt erneut seine Prognose ab. Der Ex-Coach von Schalke, Hertha BSC, Köln und HSV wird ab dieser Saison als neuer Sport1.de-Kolumnist die Bundesliga begleiten.

Bayer Leverkusen:

Auch alte Besen kehren gut, das hofft zumindest die Werkself aus Leverkusen.

Mit Jupp Heynckes hat Bayer einen erfahrenen Mann als Trainer geholt, der in der vergangenen Saison dem FC Bayern zwar nicht im Endspurt den Titel brachte, aber immerhin die direkte Champions-League-Teilnahme sicherstellte.

Allerdings bleiben auf der Spielerbank die großen Verstärkungen aus. Zwar verpflichtete Bayer mit Sami Hyypiä einen starken Verteidiger und mit Eren Derdiyok eine Nachwuchshoffnung, doch andererseits verließen Bernd Schneider (Karriereende) und Henrique (FC Barcelona) den Klub.

Zudem ist Bayers bester Torjäger der vergangenen Saison Patrick Helmes noch verletzt.

Er wird wohl erst zur Rückrunde wieder richtig angreifen, was das Ziel Europa-League nicht einfacher macht.

"Einige Mannschaften haben sich enorm verstärkt. Deswegen ist es sicherlich ein schwieriges Unterfangen, oben hineinzustoßen", meinte Heynckes im Gespräch mit Sport1.de. "Aber eine Mannschaft wie Bayer 04 sollte natürlich trotzdem versuchen, auf die vorderen Plätze zu kommen." (Jupp Heynckes im Sport1.de-Interview)

Zumindest darf die Mannschaft ihre Heimspiele nach dem Stadionumbau wieder in Leverkusen austragen, im Ausweichquartier in Düsseldorf gewann man nur ein Saisonspiel in der Rückrunde.

1. FC Köln:

Lukas Podolski ist zurück - allein diese Verpflichtung wird dem FC bei jedem Heimspiel die volle Unterstützung der Fans sichern. Hinzu kommt der Portugiese Maniche, der im Mittelfeld die Fäden ziehen soll.

Bei den Neuverpflichtungen steht Köln gar nicht so schlecht, zumal mit Nemanja Vucicevic nur ein Spieler den Verein verlassen hat, der annähernd 30 Spiele in der Saison auf dem Platz stand.

Trotzdem bleiben zwei wichtige Details offen. Podolski hat in der Vorbereitung noch keine Minute mit seinem zukünftigen Sturmpartner Milivoje Novakovic gespielt, da der Slowene verletzt ist und gerade erst wieder ins Training einstieg. Ob das Duo harmoniert, ist also fraglich.

Zudem ist Zvonimir Soldo recht neu im Trainer-Geschäft, Köln ist erst seine zweite Station. Und Christoph Daums Fußstapfen sind ziemlich groß. "Ich will mich nicht mit Daum vergleichen", sagte Soldo bei Sport1.de.

"Ich bin am Anfang meiner Karriere und er hat viel mehr Erfahrung als Trainer. Aber ich habe auch meine Philosophie und die werde ich versuchen durchzusetzen." (Zvonimir Soldo im Sport1.de-Interview)

Eintracht Frankfurt:

Die enttäuschende letzte Saison sorgte bei Eintracht Frankfurt für das Ende der Ära Friedhelm Funkel.

Nun soll unter Michael Skibbe ein frischer Wind einkehren. Offensivfußball und Pressing lauten die Zauberwörter.

Doch in der Vorbereitung traten alte Probleme wieder zu Tage. Die Verletztenmisere setze sich fort und auch die Ergebnisse der Testspiele waren wenig überzeugend. Zudem sorgte Skibbe mit der Degradierung von Kapitän Ioannis Amanatidis für einen kleinen Eklat.

Doch der klare Erfolg im DFB-Pokal gegen Kickers Offenbach wischte viele Bedenken weg. Amanatidis überzeugte ebenso wie Sorgenkind Caio.

"Wir werden ein anderes Gesicht zeigen, als in der letzten Saison", verspricht Skibbe.

Vieles wird aber davon abhängen, wie die Eintracht in die Saison startet und ob Leistungsträger wie Amanatidis oder Chris verletzungsfrei bleiben.

>> ? Hier geht's zur Fortsetzung des Formchecks mit Hertha und Gladbach

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel