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Bierduschen mit den Fans sollten auch die Wolfsburger wie Edin Dzeko (M.) meiden © getty

Küsse und Umarmungen auf vollen Zuschauer-Rängen sollten die Fans in den Stadien wegen der Schweinegrippe unterlassen.

Frankfurt/Main - Wegen des sprunghaften Anstiegs von Schweinegrippe-Fällen hat die Labor-Ärztin Susanne Huggett vor dem ersten Spieltag der Bundesliga die Fans vor ungebremsten Torjubel gewarnt.

"Man sollte niemandem die Hand geben, niemanden umarmen oder küssen und nicht bei anderen aus dem Glas trinken", sagte Huggett, Leiterin des Laborinstitus MEDYLIS, der "Bild-Zeitung".

"In Fußballstadien sitzen und stehen die Menschen besonders eng beieinander. Wenn in der Nähe jemand ständig schnieft und hustet, sollte man sich überlegen, woanders hinzugehen."

Mundschutz für den Arena-Besuch

Schwangere und chronisch Kranke sollten die Stadien ohnehin besser ganz meiden. Huggett rät zudem, einen Mundschutz mit in die Arenen zu nehmen.

"Ihn ständig zu tragen, ist aber nicht notwendig", sagte Huggett. Sollte sich das Virus weiterhin rasant ausbreiten, müssten möglicherweise Großveranstaltungen wie auch Bundesliga-Spiele wegen der Infektionsgefahr abgesagt werden.

Der Pandemieplan sieht vor, dass Bund und Länder im Ernstfall die notwendigen Schritte einleiten, bis hin zur Absage von öffentlichen Veranstaltungen.

Spielbetrieb noch nicht in Gefahr

Derweil sieht die Deutsche Fußball Liga die Austragung der ersten Bundesliga-Spieltage noch nicht gefährdet.

"Momentan sehen wir keinen Anlass, aktiv zu werden. Wir beobachten jedoch die Entwicklung sehr genau und stehen in enger Abstimmung mit den Behörden", sagte der DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb Holger Hieronymus.

Absage in der Regionalliga

In der Regionalliga Nord wurde im für Samstag vorgesehenen Spiel zwischen den zweiten Mannschaften von Hannover 96 und dem FC St. Pauli bereits eine erste Partie vom Deutschen Fußball-Bund abgesagt.

Bei zwei Spielern der 96er war in der vergangenen Woche das Virus diagnostiziert worden.

"Die Verschiebung des Spiels ist eine rein präventive Maßnahme des Verbandes um nicht weitere Personen zu gefährden. Wir tragen damit unserer besonderen Sorgfaltspflicht für Mannschaft, Trainer und Betreuer Rechnung", sagte der für den Spielbetrieb zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

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