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Edson Braafheid spielte zuvor 76 Mal für Twente Enschede in der Eredivisie © imago

Im Sport1.de-Interview schätzt Edson Braafheid seine Chancen auf die Bayern-Startelf ein und spricht über die interne Konkurrenz.

Von Martin van de Flierdt

München - Edson Braafheid hat gelernt sich durchzusetzen.

Beim FC Utrecht und später Twente Enschede erkämpfte sich der Defensivallrounder immer mehr Einsatzzeiten, bis er schließlich eine Stammkraft der Teams wurde.

Nun ist der 26-Jährige beim FC Bayern angekommen. Nicht zuletzt, weil Trainer Louis van Gaal den Linksfuß als seinen Wunschspieler bezeichnete.

Sich beim deutschen Rekordmeister zu behaupten, ist für Braafheid eine enorme Herausforderung.

Braafheid räumt physischen Rückstand ein

Einsatzzeit hat er in der Vorbereitung bekommen, ob er zum Saisonauftakt in Hoffenheim in der Startelf steht, ist aber offen. Die Bänderverletzung von Martin Demichelis könnte den Niederländer in die Mannschaft spülen.

Neben den gesetzten Philipp Lahm und Daniel van Buyten kämpfen nun Braafheid, Holger Badstuber und Danijel Pranjic um die zwei weiteren Plätze in der Viererkette beim Ligaauftakt in Hoffenheim (Sa., ab 18 Uhr LIVE).

Beim dürftigen 3:1 gegen Neckarelz im DFB-Pokal wurde Braafheid erst in der 72. Minute eingewechselt.

Neben Abstimmungsschwierigkeiten mit seinen neuen Nebenleuten räumt Braadheid auch physische Probleme ein: "Da muss ich noch ein wenig kämpfen."

Im Interview mit Sport1.de erzählt Edson Braafheid von seinen ersten Eindrücken in München und seinen zukünftigen Chancen auf die Startelf des Rekordmeisters.

Sport1.de: Das Turnier um den Audi-Cup war Ihr erster Auftritt in der Allianz Arena. Wie hat es Ihnen gefallen?

Edson Braafheid: Überwältigend. Das ist alles völlig neu für mich, eine ganz andere Welt. Da wird ein Traum wahr.

Sport1.de: Fühlen Sie sich denn schon angekommen im Team?

Braafheid: Es wird jeden Tag besser, ich arbeite jeden Tag konzentriert daran. Wichtig ist, dass ich physisch mitkomme. Da muss ich noch ein wenig kämpfen.

Sport1.de: Im Pokal gegen Neckarelz waren Sie nur Ersatz, während links hinten Danijel Pranjic auflief. Wie sehen Sie die Situation?

Braafheid: Natürlich kann Danijel den Job links hinten auch machen. Aber Louis van Gaal legt Wert darauf, dass jede Position doppelt besetzt ist. Von daher denke ich, dass ich auf der linken Seite mit Danijel Pranjic ein gutes Gespann bilden kann.

Sport1.de: Es drängt sich der Eindruck auf, dass derzeit Pranjic und Bastian Schweinsteiger die Nase vorn haben, weil sie die offensivere Option sind...

Braafheid: Das sehe ich überhaupt nicht so. Es geht darum, den Job links hinten gut zu erfüllen. Der bringt gewisse Pflichten mit sich, die ich genauso erfülle wie Danijel. Dazu gehört auch, mit nach vorne zu gehen, wenn der nötige Platz auf dem Flügel da ist.

Sport1.de: Pranjic scheint bei van Gaal gesetzt. Läuft es also auf ein Duell zwischen Ihnen und Schweinsteiger um einen Posten in der Startelf hinaus?

Braafheid: Nicht zwangsläufig. Bastian und ich sind auch gemeinsam in der Anfangself denkbar, weil er ja auch rechts offensiv spielen kann.

Sport1.de: Sie könnten auch in der Innenverteidigung agieren. Würden Sie lieber dort spielen?

Braafheid: Wenn der Trainer mich in der Innenverteidigung haben will, würde ich die Aufgabe übernehmen. Aber wenn ich wählen dürfte, würde ich lieber links spielen.

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