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Alexander Hleb bestritt bisher 48 Länderspiele für Weißrussland und erzielte sechs Tore © SPORT1

Alexander Hleb kehrt in die Bundesliga zurück. Im Sport1.de-Interview verrät der Mittelfeldspieler seine Ziele mit dem VfB.

Von Martin Volkmar

München - Der "verlorene Sohn" ist wieder da. 2005 war Alexander Hleb vom VfB Stuttgart zum FC Arsenal nach London gewechselt.

Nach drei Jahren in England zog der Dribbelkünstler 2008 zum FC Barcelona weiter, kam dort allerdings nicht wirklich zum Zug.

In der neuen Saison wirbelt der weißrussische Nationalspieler wieder für den VfB Stuttgart im Mittelfeld, der Hleb für ein Jahr ausgeliehen hat.

Vor dem Saisonauftakt bei Meister VfL Wolfsburg (ab 20 Uhr im neuen LIVE-Ticker) spricht Hleb im Interview mit Sport1.de über seine Beweggründe für den Wechsel nach Stuttgart und seine Ziele mit dem VfB in der kommenden Saison.

Sport1.de: Willkommen zurück in Deutschland - hat Ihnen die Bundesliga gefehlt?

Alexander Hleb: Die Bundesliga hat mir schon ein bisschen gefehlt, und natürlich habe ich das Geschehen während meiner Zeit im Ausland auch verfolgt. Für mich gehört die Bundesliga zu den attraktivsten Ligen in Europa, vor allem wegen ihrer modernen Stadien, den vielen Zuschauern und der tollen Atmosphäre. Ich hatte damals eine tolle Zeit beim VfB Stuttgart und bin hier groß geworden, daher freue ich mich sehr über meine Rückkehr in die alte Heimat.

Sport1.de: Warum haben Sie Stuttgart anderen Angeboten aus Mailand und offenbar auch vom FC Bayern vorgezogen?

Hleb: Mir hat das intensive Bemühen des VfB Stuttgart sehr imponiert und ich habe mich geehrt gefühlt. Sie haben nicht aufgegeben, auch während der Verhandlungen mit Inter Mailand. In Stuttgart will ich wieder zu meiner alten Form finden und ich weiß, dass mir der VfB dabei helfen wird. Ich möchte wieder Spaß am Fußball haben, und da bin ich hier bereits auf einem sehr guten Weg.

Sport1.de: Wie sehen Sie den Kader nach dem Einkauf von Pavel Pogrebnjak im Vergleich zur Konkurrenz?

Hleb: Viele Mannschaften in der Bundesliga haben investiert und neue Spieler geholt. Beim VfB verfügen wir über eine sehr homogen besetzte und eingespielte Mannschaft, die gezielt verstärkt wurde. Wir vergleichen uns nicht mit der Konkurrenz, sondern haben einen eigenen Anspruch: Wir wollen jede Saison versuchen einen internationalen Wettbewerb zu erreichen.

Sport1.de: Pogrebnjak und Sie haben hohe Ziele. Kann der VfB Meister werden? (Pogrebnjak-Wechsel nach Stuttgart perfekt)

Hleb: In dieser Saison haben sicherlich mehrere Mannschaften die Möglichkeit und das Potenzial, Meister zu werden. Topfavorit ist Bayern München. Aber wenn bei uns alles passt, dann bin ich davon überzeugt, dass wir mit unserem Team ein ernst zu nehmender Konkurrent sind und um die Meisterschaft mitspielen können. Und vielleicht sorgen wir am Ende wieder für eine Überraschung.

Sport1.de: Welche Bedeutung hätte ein Auftaktsieg beim Meister Wolfsburg und wie sehen Sie die Chancen?

Hleb: Ein Auftaktsieg ist immer sehr wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft. Beim Auswärtspiel in Wolfsburg haben wir eine hohe Hürde zu überspringen, doch wir sind zuversichtlich und glauben an unsere Chance, beim Meister zu punkten. Das ist ein besonderes Spiel, und diese Spiele möchte eine Mannschaft immer gerne als Sieger verlassen. Wir werden jedenfalls selbstbewusst und mit Leidenschaft auftreten, um hier erfolgreich zu sein.

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