vergrößernverkleinern
Wolfsburgs Grafite (l.) setzt sich im Zweikampf gegen Sedar Tasci durch © getty

Der VfL Wolfsburg setzt gegen den VfB Stuttgart schon wieder ein erstes Ausrufzeichen. Das "magische Dreieck" schlägt erneut zu.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat beim Start in die neue Bundesliga-Spielzeit nahtlos an die erfolgreiche Meisterschafts-Saison angeknüpft.

76 Tage nach dem Titelgewinn besiegten die Niedersachsen im Auftaktspiel den VfB Stuttgart mit 2:0 (0:0).

Die "Wölfe" bauten ihre beeindruckende Heimserie aus der vergangenen Saison damit auf 16 Siege in Folge aus und unterstrichen damit gleich am ersten Spieltag ihren Anspruch auf einen Spitzenplatz in der Liga.

Den erlösenden Führungstreffer erzielte Spielmacher Zvjezdan Misimovic in der 71. Minute. Nachdem beide Teams bis dahin zahlreiche Großchancen ausgelassen hatten, traf der Bosnier mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze und schoss das erste Tor der 47. Bundesliga-Saison.

Torschützenkönig Grafite beseitigte mit dem 2:0 die letzten Zweifel (82.). Die Schwaben spielten zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, da sie ihr Wechselkontingent erschöpft hatten und Christian Träsch danach mit Verdacht auf Handgelenkbruch ausgewechselt werden musste.

Hitzlsperger enttäuscht

"Wir sind noch stärker in der letzten Saison", behauptete Wolfsburgs Nationalspieler Marcel Schäfer: "Wir haben die Meistermannschaft zusammengehalten, sind eine eingespielte Truppe und haben uns punktuell verstärkt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr für den Sieg getan und verdient gewonnen."

Stuttgarts Nationalspieler Thomas Hitzlsperger war dagegen enttäuscht: "Wir haben den Meister gut beschäftigt. Aber die Wolfsburger haben den besten Sturm der letzten Saison, und das haben sie heute wieder unter Beweis gestellt."

Veh ist zufrieden

Wolfsburgs Neu-Trainer Armin Veh war zufrieden: "Heute haben zwei Mannschaften auf Augenhöhe gespielt. Beide Mannschaften haben hohes Tempo gespielt, beide Mannschaften hatten Torchancen. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit noch zulegen können, deshalb war der Sieg am Ende verdient."

Stuttgarts Teamchef Markus Babbel konnte zumindest der ersten Hälfte etwas Positives abgewinnen: "Die erste Halbzeit war sehr sehr ordentlich von uns. Wir haben taktisch gut gespielt, wenige Chancen zugelassen und selbst welche kreiert. Leider haben wir das Tor nicht geschossen. Im zweiten Durchgang waren wir dann etwas zu passiv."

Offensiver Saisonauftakt

30.000 Zuschauer in der ausverkauften VW-Arena sahen zwei Klasse-Teams, zwischen denen auch eine Punkteteilung gerecht gewesen wäre. Passend zum Eröffnungsfeuerwerk vor dem Anpfiff boten beide Teams ein Offensiv-Spektakel auf dem Platz.

Beide Seiten überbrückten zumeist sehr schnell das Mittelfeld und setzten die gegnerische Abwehr fast mit jedem Angriff unter Druck. So standen beide Torhüter im ersten Durchgang gleich mehrmals im Mittelpunkt des Geschehens.

Khedira trifft den Pfosten

Die erste Großchance hatten dabei die Gäste aus Schwaben. Nach einem Doppelpass zwischen Sami Khedira und Neuzugang Pavel Pogrebnijak kam der Stuttgarter Youngster frei zum Kopfball, fand jedoch in VfL-Schlussmann Diego Benaglio seinen Meister (16. Minute).

Der Ball klatschte gegen den Pfosten, Schweizer klärte erst im Nachfassen.

Lehmann mit vielen Paraden

Auf der anderen Seite war es Torjäger Edin Dzeko, der VfB-Keeper Jens Lehmann zu einer Glanzparade zwang. Der Bosnier ließ mit einem tollen Dribbling die halbe Stuttgarter Hintermannschaft aussteigen, wurde aber durch einen Klasse-Reflex des ehemaligen Nationaltorhüters am Torerfolg gehindert (19.).

Zwei weitere gute Gelegenheiten wiesen auf Stuttgarter Seite Pogrebnjak mit einem Kopfball (27.) sowie Grafite mit einem Schuss in der 34. Minute jeweils auf.

Misimovic lässt Lehmann keine Chance

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Allerdings erarbeiteten sich die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer ein Chancen-Übergewicht. Sowohl Grafite, bei dessen Chance in der 49. Minute Träsch klärte, als auch Marcel Schäfer, der einen Distanzschuss knapp am Tor vorbei setzte, blieben jedoch erfolglos.

Besser machte es Misimovic, der von Christian Gentner in Szene gesetzt wurde, und Lehmann mit seinem platzierten Schuss keine Chance ließ.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel