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Jürgen L. Born war von Mai 1999 bis März 2009 im Bremer Vorstand © getty

Der zurückgetretene Vereinsboss hat sich nicht an Transfers bereichert, wie ihm vorgeworfen worden war.

Bremen - Der Aufsichtsrat von Werder Bremen hat seinen ehemaligen Vorstandsboss Jürgen L. Born in der Affäre um angebliche Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers entlastet.

"Auf dieser Grundlage sieht der Aufsichtsrat von Werder Bremen keine Beweise dafür, dass Herr Born Werder Bremen einen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat", hieß es in einer Mitteilung des Gremiums.

Der Verein hatte eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Frankfurt am Main damit beauftragt, die Vorfälle zu untersuchen.

Im entsprechenden Abschlussbericht hieß es, Born sei an der Verpflichtung des peruanischen Stürmers Roberto Silva 2001 "nicht unmittelbar beteiligt" gewesen.

Die 50.000 US-Dollar, die er vom Spielerberater Carlos Delgado erhalten habe, habe er "im Auftrag von Herrn Delgado an eine namentlich bekannte Person weitergeleitet, die den Empfang dieser Zahlung schriftlich bestätigt hat".

Gleiches gelte für die 20.000 Euro, die Born 2003 bei der Vertragsverlängerung des heutigen Dortmunders Nelson Valdez auf das Konto seines Sohnes Maximilian erhalten und ordnungsgemäß weitergereicht habe.

Betrag für andere Zwecke verwendet

Die 20.000 US-Dollar, die Born "im gleichen Zeitraum" erhalten habe, stünden "in keinem sachlichen Zusammenhang mit der Vertragsverlängerung".

Born hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen, war nach ihrem Bekanntwerden im März aber dennoch von seinem Vorstandsposten zurückgetreten, um weitere Imageschäden vom Klub fernzuhalten.

Desweiteren erklärte Werder die Differenzen zwischen Aufsichtsratsmitglied Hans Schulz und dem Vorsitzenden Willi Lemke für ausgeräumt. "Mir wurden einige Formulierungen zugeschrieben, die ich nicht gemacht habe", erklärte Schulz:

Entschuldigung angenommen

"Ich habe das Verhalten von Willi Lemke nicht als 'Unverschämtheit' bezeichnet und auch nicht gesagt, dass er das Verfahren 'verschleppt'. Ich habe auch nicht davon gesprochen, dass Willi Lemke sich bei Jürgen Born 'entschuldigen' muss."

Es tue ihm leid, "dass durch diese zum Teil falsch wiedergegebenen Sätze so viel Unruhe entstanden ist". Lemke erklärte, er nehme die Entschuldigung an.

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