Gleich der erste Bundesliga-Spieltag sorgt für Emotionen und belebt eine alte Diskussion. Eine Lösung muss dringend her.

Und man hatte schon fast ein wenig Sorge, dass es so leblos und niveauarm weitergeht wie in diesen vergangenen 76 Tagen:

Als ein T-Home-Cup auf Schalke fast einschläfernd wirkte. Wo ein Blödel-Kick der Sporfreunde Pocher mit echtem Fußball so viel zu tun hatte wie Fangen und Werfen mit Handball.

Nun aber ist die Bundesliga vitaler denn je zurück - und die Fans haben die Reanimation des Fußballs schon gleich am ersten Spieltag hautnah spüren dürfen.

Aufregung und Diskussionsbedarf inklusive, vor allem über die Schiedsrichter.

Da ist ein geklautes Hoffenheimer Tor bei Bayerns Stotterstart. Ein ungeahndeter Bodycheck von Mark van Bommel. Und nicht zuletzt der neuerliche Wutanfall von Rudi Völler gegen den Unparteiischen.

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Genau das ist es doch, was die zuletzt so vermisste Faszination ausmacht und die die Stammtische voller selbst ernannter "Klub-Trainer" auch noch in den nächsten Tagen beschäftigen wird.

Die Diskussion über eine Tor-Kamera ist dabei zwar ein alter Hut. Sie sollte sich nach all den Jahren allerdings endlich in die richtige Richtung bewegen. Soll heißen: Her mit dem TV-Beweis!

Denn auch wenn sich im Fußball "alles immer irgendwie ausgleicht", wie Hoffenheims Leidtragender Josip Simunic selbsttröstend meint: Der Mensch wird immer fehlbar sein - selbst mit Torrichtern, die es bald in der neuen Europa League geben wird.

Warum also dann die unnötige Furcht vor Hilfe durch Hightech, wo inzwischen doch auch Tätlichkeiten nachträglich via TV-Bilder geahndet werden? Wie nun womöglich auch van Bommels neuerlicher Fehlgriff?

Auch das Argument, eine Torkamera würde den Spielfluss verzögern, läuft ins Leere. Der erfolgreiche Einsatz des Hawk Eye im Tennis zeigt, dass die Technik den Ablauf nicht stören muss.

Die Umsetzung der Torkamera wäre also kein Problem. Und wenn sich auch noch die Protagonisten darüber einig sind?

Beim immer athletischer und schneller werdenden Spiel dürften die Schiedsrichter so oder so immer im Blickpunkt bleiben - und menschliche Irrtümer, über die sich nun Leverkusen Sportdirektor Rudi Völler echauffierte, demnach keineswegs aussterben.

Auch deshalb, weil die Fans für Emotionen sorgen.

Und wenn dann auch noch toller Fußball geboten wird, wie ihn sogleich wieder Meister Wolfsburg beim Auftaktmatch gegen Stuttgart zelebrierte, zeigt das vor allem eins:

Die Liga lebt - und es ist gut, dass die 76 langen quälenden Tage vorbei sind.

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