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Die Freiburger Idrissou (l.) und Butscher (r.) kämpfen mit Elia um den Ball © getty

Das Unentschieden in Freiburg ist für den HSV zu wenig. SC-Coach Dutt ärgert sich, dass sein Team aus seinen Chancen nicht mehr macht.

Freiburg - Ernüchterung auf der einen Seite, Trauer über vergebene Chancen auf der anderen:

Der Hamburger SV musste beim Punktspiel-Einstand des neuen Trainers Bruno Labbadia mit dem 1:1 (1:0) am Sonntagabend beim Aufsteiger SC Freiburg innerhalb von vier Tagen den zweiten Dämpfer hinnehmen.

Für die Ansprüche der Hanseaten, die geschätzte 24 Millionen Euro in Marcus Berg, Elijero Elia und David Rozehnal investiert hatten, war das Remis zu wenig - wie schon das 0:1 in der Qualifikation der Europa League gegen den FC Randers (zum Spielbericht) am vergangenen Donnerstag.

"Wenn man unser Spiel gesehen hat, kann man nicht zufrieden sein. Wir sind gut reingekommen, haben das 1:0 erzielt und dann das Fußballspielen eingestellt", sagte Labbadia und meinte weiter:

"In der Vorbereitung haben wir uns gezeigt, das war heute nicht so. Wir erwarten natürlich mehr und die Mannschaft kann auch mehr."

Rost ganz gelassen

Gelassen zeigte sich Torhüter Frank Rost: "Wir haben einen Punkt. Das ist für Viele vielleicht zu wenig. Aber wir stehen noch am Anfang der Saison."

Freiburgs Trainer Robin Dutt wusste nicht so recht, ob er sich über den einen Zähler freuen sollte.

"Wenn man gegen so eine starke Mannschaft schon mal so ein Spiel abliefert, darf man nicht zwei Punkte hergeben. Ab jetzt wird es schwieriger, weil die Mannschaften gegen uns nun konsequenter zu Werke gehen", sagte Dutt.

Drei Verletzte

Immerhin hatte Tommy Bechmann mit seinem Treffer in der 65. Minute die frühe HSV-Führung durch den Ex-Freiburger Jonathan Pitroipa (3.) ausgeglichen und einen Punkt gesichert.

Pitroipa musste später nach einem Foul von Bechmann mit einer Schienbeinverletzung verletzt ausgewechselt werden. Offenbar noch schlimmer hat es Jerome Boateng erwischt, der mit einer Kopfverletzung vom Platz getragen werden musste.

Boateng musste bereits die Teilnahme am Walerij-Lobanowski-Pokal in Kiew mit der U-21-Nationalmannschaft in der kommenden Woche absagen.

In der ersten Hälfte hatte sich zudem Freiburgs Innenverteidiger Oliver Barth eine Platzwunde am Kopf zugezogen.

Rost mit rabiatem Einsatz

Ohne Pitroipa und Boateng musste der HSV bis zum Schluss zittern. Kurz vor dem Abpfiff klärte Torwart Rost mit vollem Einsatz und gestrecktem Bein gegen Stefan Reisinger. Den Nachschuss setzte Cedrick Makiadi knapp neben das Tor.

"Als Torwart muss ich da so hingehen", erklärte Rost: "Aber ich passe schon auf, ich will meine Gegenspieler nicht verletzen."

"Wir haben zu wenig Fußball gespielt"

Auf der Gegenseite verzog Mladen Petric per Fallrückzieher nur knapp, so dass es bei der Punkteteilung blieb.

"Wir haben zu wenig Fußball gespielt und zu wenig dagegen gehalten", zog Labbadia ein durchwachsenes Fazit: "Von daher war das Ergebnis gerecht."

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