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Mark van Bommel (r.) sah in der vergangenen Saison zehnmal Gelb © getty

Bayern-Manager Hoeneß verteidigt Mark van Bommel nach dessen Bodycheck und rügt Vorsah. Ribery soll für Frankreich spielen.

München - Die einen fordern nachträglich Rot per TV-Beweis, die anderen sprechen von einem normalen Foulspiel.

Auch zwei Tage nach der Partie Hoffenheim gegen Bayern regt sich die Bundesliga noch über den Bodycheck von Mark van Bommel gegen Isaac Vorsah auf.

Und je heftiger der Niederländer angegangen wird, umso engagierter verteidigen die Münchner ihren Kapitän.

"Ja, sind wir denn beim Basketball?", fragt Uli Hoeneß erzürnt in der "Bild".

Und schildert den Vorfall beim Punktspielauftakt aus der 28 Minute aus seiner Sicht.

Hoeneß sieht Foul "das abgepfiffen werden kann"

"Was macht der Vorsah? Hinschmeißen und warten, dass es Rot gibt. Im Rahmen eines Fußballspiels war das gar nichts! Das war Wegblocken, Sperren ohne Ball", poltert der FCB-Manager.

Seiner Meinung nach handelte es sich um "ein Foul, das abgepfiffen werden kann".

Eine hässliche Szene wollte Hoeneß nicht erkannt haben.

"Das ist eben Fußball"

"Ich kann drei Szenen von Salihovic nennen, die waren viel schlimmer als van Bommel. Das ist eben Fußball ? sonst müssen wir spielen wie im Mädchenpensionat. Und ich weiß nicht, ob dann noch viele Zuschauer kommen!"

Für Mark van Bommel könnten diese Worte ein kleiner Trost sein.

Denn der Mittelfeldspieler zog sich gegen Hoffenheim einen Bruch des großen Zehs am rechten Fuß sowie den Riss einer Fußsehne zu.

Van Bommel dürfte nach einer Operation drei bis vier Wochen lang ausfallen.

Eine nachträgliche Sperre hat van Bommel nicht zu befürchten. DFB-Chefankläger Anton Nachreiner schloss das gegenüber der "Bild" aus.

Die Sport1.de-User sind da mehrheitlich andere Ansicht: 59 Prozent von mehr als 10.000 Umfrageteilnehmern befürworten eine Sperre (Stand: Montag, 14 Uhr).

Spielt Ribery gegen die Färöer?

Indes könnte das Comeback von Franck Ribery schneller kommen als erwartet.

Offenbar erwägt Frankreichs Nationalcoach Raymond Domenech entgegen einer ursprünglichen Absprache mit Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal einen Kurzeinsatz des Mittelfeldspielers im WM-Qualifikationsspiel auf den Färöern am Mittwoch.

"Franck wird nicht von Anfang an spielen. Aber er hat mir gesagt, dass er eine halbe Stunde mitmachen kann. Ich vertraue ihm", sagte Domenech.

Van Gaal hatte dem lange Zeit verletzten Ribery die Reise nach Torshavn gestattet. Allerdings war der Niederländer davon ausgegangen, dass der 26-Jährige nur sein individuelles Aufbautraining fortsetzt.

Ribery hatte nahezu die gesamte Vorbereitung verpasst und war nach seiner Schleimbeutelentzündung im Knie erst am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining beim deutschen Rekordmeister eingestiegen.

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