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Roman Abramowitsch kaufte den FC Chelsea im Juli 2003 © imago

Chef-Sache: Der Milliardär wirbt nun persönlich um Bayerns Superstar. Doch Uli Hoeneß lässt Chelseas Boss auflaufen.

Von Mathias Frohnapfel und Martin van de Flierdt

München - Die Wechselfrist auf dem Transfermarkt läuft noch 20 Tage.

Aus Sicht des FC Chelsea genau der richtige Zeitpunkt, um in das Rennen um Bayern-Star Franck Ribery einzusteigen.

Chelseas Besitzer Roman Abramowitsch will daher nach München fliegen und dem deutschen Rekordmeister ein Angebot für den Franzosen unterbreiten.

Das berichtet die englische Zeitung "The Sun".

Bereits am vergangenen Wochenende sollen der Milliardär und Bayern-Manager Uli Hoeneß telefoniert haben. Ein 40-Millionen-Pfund-Angebot steht im Raum, das sind umgerechnet rund 46 Millionen Euro.

Völliger Blödsinn laut Hoeneß

Die "Sun" zitiert zudem eine Bayern-Quelle, laut der Hoeneß überrascht von Abramowitschs Anruf war, aber sehr offen und ehrlich gesprochen habe. Laut "Sun" soll es sogar zu einem Treffen zwischen Hoeneß und Abramowitsch kommen.

Völliger Blödsinn, wie Hoeneß selbst am Dienstag klarstellte.

Das Thema "ist beerdigt"

"46 Millionen? Für ein Bein oder für zwei?", fragte er bei einem Pressetermin anlässlich der neuen Kooperation der Münchner mit einer amerikanischen Fast-Food-Kette.

"Herr Abramowitsch hat uns scheinbar nicht verstanden. Das Thema haben wir doch am 15. Juli endgültig beerdigt." Was konkret Folgendes bedeutet: "Alle Angebote, die nach dem 15. Juli eingegangen sind oder noch eingehen, werden von uns nicht einmal diskutiert."

Insofern kann sich Abramowitsch den Weg nach München sparen.

"Eher geht der Gerichtsvollzieher zu Real"

Schon am Montagabend hatte Hoeneß im "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Fernsehens das Werben Real Madrids um Ribery für sinnlos erklärt:

"Ich kann das jetzt zum 98. Mal sagen. Franck Ribery wird beim FC Bayern bleiben. Real Madrid hat jetzt 850 Millionen Euro Schulden. Ich stehe weiter dazu: Nächstes Jahr geht eher der Gerichtsvollzieher zu Real Madrid als Franck Ribery."

Auch Manchester United und Inter Mailand, in deren Planungen der Franzose angeblich auch eine Rolle spielte, dürfen sich also getrost anderweitig orientieren.

Chelsea sucht Spielmacher

Der FC Chelsea wird auf jeden Fall die Spur eines neuen Taktgebers im Mittelfeld weiter verfolgen. Dem neuen Trainer Carlo Ancelotti soll ein Spielmacher versprochen worden sein. Der Wechsel von Wunschkandidat Andrea Pirlo scheiterte am Veto von Milan-Boss Silvio Berlusconi.

Auch Angebote für Kaka (zuvor AC Mailand, jetzt Real Madrid) und Alexandre Pato (AC Mailand) wurden abgelehnt.

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