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Lucio (r.) und Lucien Favre (l.) gehen in Zukunft wohl getrennte Wege © getty

Dortmund verlängert den Vertrag mit seinem Manager, bei Stuttgart gibt ein Angeschlagener Entwarnung. Die Bundesliga-Splitter.

Berlin - Der brasilianische Mittelfeldspieler Lucio hat seinem Frust über seine Reservistenrolle beim Bundesligisten Hertha BSC Berlin Luft gemacht und dabei Trainer Lucien Favre Respektlosigkeit vorgeworfen.

"Der Trainer sagte mir, dass er diese Saison nicht mit mir plant, weil die Konkurrenz auf meiner Position sehr groß ist", sagte der 30-Jährige der "Bild"-Zeitung:

"Ich bin sauer und traurig, weil Favre meine Qualitäten kennt. Das ist respektlos. Genau das ist das Wort: Respektlosigkeit!"

Ausleihgeschäft angedacht

Lucio, der sich nach seiner schweren Knieverletzung (Riss des vorderen Kreuzbandes, des Innenbandes und des Innenmeniskus sowie Patellasehneneinriss) vor knapp zwei Jahren im Ligaspiel bei Schalke 04 zurückgekämpft hat, soll ausgeliehen werden.

Angeblich hat Fluminense Rio de Janeiro Interesse an dem kleinen Dribbler.

"Warum hat der Trainer mir nicht vor meinem Urlaub mitgeteilt, dass er mich nicht braucht? Dann hätte ich in Brasilien bleiben können, wenn er mir gegenüber Respekt gehabt hätte", sagte Lucio

Verlassen will er die Hertha allerdings nur bei einem vernünftigen Angebot: "Ich habe zwei Jahre Vertrag mit Hertha und nicht mit Herrn Favre."

Chermiti nach Saudi-Arabien

Einen Schritt weiter als Lucio ist bereits Stürmer Amine Chermiti. Er wird für ein Jahr an den saudi-arabischen Topklub Al-Ittihad ausgeliehen.

Dies berichtet die "BZ". "Ich wäre gern geblieben, soll aber Spielpraxis sammeln. Jetzt gehe ich für ein Jahr weg", sagte der 17-malige tunesische Nationalspieler der Zeitung.

Der 21 Jahre alte Chermiti war erst im vergangenen Sommer für 2,2 Millionen Euro Ablöse von Etoil Sportive du Sahel zur Hertha gewechselt. Im ersten Jahr kam er nur auf zehn Einsätze, davon keiner von Beginn an, und blieb ohne Tor.

Als Neuzugang ist Florian Kringe vom Ligakonkurrenten Borussia Dortmund im Gespräch. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler hat seinen Stammplatz beim BVB vorerst verloren.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Benaglio erhält Auszeichnung

Torwart Diego Benaglio vom deutschen Meister VfL Wolfsburg ist in seiner Schweizer Heimat zum Fußballer des Jahres gekürt worden.

Der 25 Jahre alte Nationalkeeper wurde am Montagabend in Bern ausgezeichnet. Am Mittwoch trifft Benaglio mit der Schweizer Auswahl in einem Länderspiel in Basel auf Weltmeister Italien.

Der Schlussmann hatte sich in der Publikumswahl klar vor Mittelfeldspieler Hakan Yakin vom Schweizer Erstligisten FC Luzern durchgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte Tranquillo Barnetta vom Bundesligisten Bayer Leverkusen die Wahl gewonnen.

Dante für zwei Spiele gesperrt

Abwehrspieler Dante von Borussia Mönchengladbach ist vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt worden.

Der Brasilianer war von Schiedsrichter Michael Kempter im Auftaktspiel beim VfL Bochum (3:3) wegen rohen Spiels des Feldes verwiesen worden.

Dante wird damit das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag (ab 15 Uhr LIVE) sowie das folgende Auswärtsspiel bei Werder Bremen (23. August) verpassen.

Profivertrag für Torwart-Talent

Positive Nachrichten gibt es dagegen an der Personalfront der "Fohlen". Wie der Verein bekannt gab, wurde U17-Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen mit einem Profivertrag ausgestattet.

Der Europameister unterschrieb beim fünfmaligen deutschen Meister einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2014.

"Marc ist gebürtiger Gladbacher und spielt seit seinem vierten Lebensjahr für Borussia. Er ist eines der größten Talente in Deutschland und nun langfristig an uns gebunden", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Nürnberg und Frankfurt mit Siegen

Der 1. FC Nürnberg hat im Test gegen Emirate-Club Al Dhafra einen 5:0-Sieg gefeiert.

Vor 350 Zuschauern am Sportpark Valznerweiher gelang Güngör Kaya bereits nach 26 Sekunden die Führung. Albert Bunjaku (17., 37.) sowie erneut Kaya (28.) schraubten das Ergebnis bis zur Pause auf 4:0 hoch.

Nach dem Wechsel setzte erneut Bunjaku den Schlusspunkt.

Eintracht Frankfurt besiegte vor 1800 Zuschauer den Achtligisten FC Kickers-Viktoria mit 10:0.

Coach Michael Skibbe setzte bis auf Benjamin Köhler nur Spieler ein, die beim 3:2-Sieg in Bremen nicht zum Zug kamen.

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